StudentsStudents Rostock

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Bye, Bye StudentsStudents – nach fast vier Jahren von Bord

Als ich im Frühjahr 2016 las, dass ein Studierendenmagazin in Rostock nach Autoren sucht, konnte ich mein Glück kaum fassen. Für das Schreiben von Texten kann man bezahlt werden? Ja bitte!

Mein Bewerbungsgespräch wurde im KTC geführt, bei einer Tasse Kaffee. Ich war nervös, hatte kaum Vorkenntnisse und dachte, die Konkurrenz müsste unglaublich groß sein. War sie nicht, ich bekam den Job.

Jetzt – fast vier Jahre später – lasse ich StudentsStudents hinter mir. Da bin ich nicht die erste und werde auch nicht die letzte sein. Aber besonders der Beitrag meiner langjährigen Kollegin Karo, die StudentsStudents 2018 verlassen hat und jetzt mit AIDA um die Welt shippert(e), hat mich inspiriert, meinen eigenen kleine Abschiedsbrief zu schreiben. Okay, das klingt etwas zu dramatisch, aber ihr wisst, was ich meine.

Statt Tipps für das Studium – hier fühle ich mich nicht unbedingt kompetent und daher wäre da mit vielen Quatschtipps und sarkastischen Anmerkungen zum Bildungssystem zu rechnen – konzentriere ich mich lieber darauf, euch noch mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

Hier könnt ihr Karos Beitrag lesen: Brief von Karo – 7 ultimative Weisheiten für Rostocker Studierende

Wie es war und ist bei StudentsStudents zu arbeiten

Freie Themenwahl, flache Hierarchien und stets gute Bezahlung – in vielerlei Hinsicht ein Traumjob. Aber eben auch die Art von Job, für die es keine Vorlage gibt. Alles musste gelernt werden, während es passierte.

Dabei spreche ich nicht nur von Rechtschreibung und Grammatik – auch wenn zwischen meinen ersten und meinen heutigen Texte gefühlt 5-6 Jahre Schulbildung liegen. Aber auch die Gestaltung von Texten, wie WordPress funktioniert, wie Reichweiten bei Facebook entstehen (oder verschwinden), alles musste irgendwie angeeignet werden.

Eine große Umstellung wurde 2018 vorgenommen, als die Website ein neues Design bekam. Nicht nur für unsere Leser eine Veränderung. Allerdings auch nichts im Vergleich zum Hackerangriff 2020 – da war nicht nur mir zum Weinen zu Mute.


Am Ende wuppen wir es, aber erst einmal sind wir alle Spongebob

Doch das waren die großen Dinge. Die alltägliche Arbeit zeichnet sich durch die angesprochenen flachen Hierarchien aus und dadurch, dass eben wir entscheiden, worüber wir schreiben und wie wir die Texte gestalten.

Dadurch war nicht nur die Lernkurve sehr steil, das Feedback unserer Leser war auch enorm wichtig. Denn wenn dir keiner sagt, was du zu tun hast, liegen Erfolg und Misserfolg der Sache allein bei dir.

Die Kommentare online sind dafür ein Indikator. Diskutierende Menschen sind das Schönste für uns bei StudentsStudents – noch mal das erste Wort lesen bitte, denn es geht um Menschen, die miteinander reden und nicht die Pöbelheinis, die gelegentlich mal vorbeischauen. Auf die könnten wir verzichten, sie gehören aber eben auch dazu.

Doch Feedback im echten Leben ist durch nichts zu ersetzen. Auf dem Campus Tag oder am Mittwoch im Keller von jemandem zu hören, dass er oder sie StudentsStudents kennt und mag, ist bis heute eines der coolsten Gefühle. Minimal wird die Freude gelindert, wenn folgender Satz fällt, doch man nimmt, was man kriegen kann: „Ich lese eure Texte nicht, aber die Memes find‘ ich witzig!“

Highlightbeiträge

Etwas, was jeder neue Mitarbeiter schnell zu lernen hat, ist dass Memes immer besser laufen als Texte. Das ist frustrierend, denn Recherche, Ausformulierung, Umformulierung und Perfektionierung von Beiträgen nehmen viele Stunden in Anspruch – gute Memes manchmal nur 10 Minuten.

Daher vier zufällig ausgewählte Highlights, von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie ähnlich gut gelaufen wären, wie die Memes.

Falls ich deine Aufmerksamkeit nun verloren habe, folgt hier doch noch ein Meme, nämlich das erfolgreichste, das ich je kreieren durfte. Es ist außerdem extrem simpel.


meme rostock
Das Ding ging bei Facebook mehr ab als Rammstein-Tickets für das Ostseestadion

Was ich StudentsStudents wünsche

Was die Zukunftshoffnungen für StudentsStudents angeht, kann ich nur eines sagen: Schreibt mehr Kommentare, Leute, es hilft uns so sehr. Ein Like sagt uns sehr wenig, ein Kommentar wie „Tolles Format, gerne mehr davon“ umso mehr.

So macht ihr nämlich auch meinen Kollegen das Leben angenehmer. Für sie wünsche ich mir einfach, dass sie – wenn sie eines Tages auch einen Abschiedsbeitrag schreiben – genauso viel gelernt haben wie ich.

Ich hoffe, dass ich jederzeit auf StudentsStudents vorbeischauen kann, um mich darüber zu informieren, was Rostocker gerade so interessiert. Denn ich verlasse nicht nur StudentsStudents, sondern auch Rostock.  

Auch Rostock verlasse ich – vorerst

Einen Job aufzugeben, ist eine Sache. Es wird ohnehin Zeit für etwas Neues. Doch nun lasse ich auch Rostock erst einmal zurück. Für wie lange, weiß ich noch nicht. Als geborene Rostockerin, hier aufgewachsen und nie länger als sechs Monate weg, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich diese tolle Stadt für immer verlasse.

Das hier ist Heimat. Aber für mich geht es nun erst einmal auf einen anderen Kontinent, ab zu den weniger durchgedrehten Nordamerikanern, ab nach Kanada. Daher weine ich StudentsStudents auch nicht nach, es beginnt einfach ein neues Kapitel.

Ein Kapitel mit weiterhin vielen Wörtern, zusammengefügt zu Sätzen und zu ganzen Absätzen und Texten, die jeden unterhalten sollen, der sie aufruft. Hier geht es zu meinem Blog, aber ich sage euch gleich: Ich benutze dort kaum Memes – WANDERLUST INTROVERT.


Fakt: Ich bin in Wahrheit kein Otter

Ich freue mich darauf, auch in Kanada StudentsStudents Rostock zu besuchen und zu sehen, wie ihr auf die Beiträge meiner Kollegen reagiert, die sich noch dem Abenteuer Studierendenmagazin widmen. Mit eurer Hilfe und eurem Feedback. Wir dürfen alle gespannt sein.

Vielen Dank an meine Kollegen, Chefs und an all die Leser!

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