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Medifasching 2019: Ausflug ins Blaue

Viele nennen es Medifasching, ich sage dazu: Ärzte ohne Grenzen. Wie jedes Jahr am 11.11. treffen sich die Feierwütigen der Stadt im LT-Club und tanzen, bis die Knie flattern. Das Besondere: Gefeiert wird von zehn bis sechs – am helllichten Tag. Ich war da und finde: Es gibt nur wenige Veranstaltungen, die dieser Party das Wasser reichen können.

Wichtig: Vor der Party gut frühstücken!

Es ist Montagmorgen, 9:00 Uhr. Ich sitze mit meinen Freunden am Küchentisch und frühstücke. Kulinarisches Highlight heute: Glühwein. Erstaunlich, wie gut warmer Alkohol um diese Uhrzeit schmecken kann. Ich beiße genüsslich von meinem Brötchen ab, nehme einen großen Schluck von dem weihnachtlichen Getränk und freue mich auf den Tag.

Nach Beendigung des Frühstücks beginnen meine Freunde und ich uns langsam fertig zu machen. Auch wenn ich sonst eher zu den Kostümverweigerern zähle, heute bin selbst ich verkleidet. Top motiviert, leicht angetrunken und mit Lebkuchen im Gepäck, machen wir uns auf den Weg zum Club, um den Tag zur Nacht werden zu lassen.

Das Konzept

Derjenige, der sich überlegt hat, dass man ja eine Party am 11.11. organisieren könnte, bei der es ab 11:11 Uhr jede volle Stunde Freibier gibt und die Gäste tagsüber feiern können, war ein Genie. Ich wache morgens auf, nicht weil die Uni oder Arbeit ruft, sondern um mit dem Trinken anzufangen und Feiern zu gehen. Natürlich, solch ein Konzept gab es schon vor dem Medifasching, aber als Karnevalsmuffel war das für mich neu.

Im Club fühlt es sich so an, als wäre Nacht. Ein Blick auf das Handy zeigt: Es ist gerade einmal 13:00 Uhr. Ich tanze, ich lache, ich singe, ich trinke und wenn ich dann kurz frische Luft schnappen möchte, ist es plötzlich hell und die Freude groß, dass der ganze Tag noch vor mir liegt. Aufgrund der Uhrzeit habe ich kein Problem, die ganze Party von Anfang bis Ende mitzuerleben und trotzdem nicht so richtig müde zu werden. Das Beste jedoch: Wenn der Hunger auf dem Heimweg groß ist, dann kann man sich einen Döner holen, egal in welchem Laden!

Die Durchführung

Bei meinem ersten Medifasching war ich beeindruckt von der gesamten Veranstaltung. Ein Jahr später hatte ich sogar fast noch mehr Spaß. Dieses Jahr waren meine Erwartungen somit sehr hoch und die Party hatte es nicht leicht, mich vollends zufriedenzustellen.

Pluspunkte

Dazu zählt insbesondere natürlich das, was alle Medifaschings verbindet: Die Uhrzeit, das Freibier und auch die Location. Außerdem selbstverständlich der freie Eintritt und die fröhlichen Gäste. All das zusammen ergibt schon eine ziemlich gute Party.

Verbesserungswürdig

In Sachen Musikauswahl und Bühnenprogramm war ich persönlich nicht so ganz zufrieden. Ich hatte im Vorhinein gehört, dass die Organisation wohl etwas schleppend verlief und sich niemand so richtig der Aufgabe widmen wollte oder konnte und das hat man leider auch gemerkt. Ich fand es schade, dass keine Live-Band gespielt hat und die Spiele wirkten etwas einfallslos. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Vielfalt der Kostüme in den vergangenen Jahren deutlich größer war.

Fazit

Medifasching ist und bleibt spitze! Egal ob Mediziner oder nicht, die Party macht Spaß und jeder ist gern willkommen. Dieses Mal gab es etwas weniger Gedrängel als die zwei Jahre zuvor, was vermutlich auch daran lag, dass die Veranstaltung an einem Wochentag stattgefunden hat. Für das nächste Jahr würde ich mir wünschen, dass in Sachen Programm wieder mehr passiert und das Motto größeren Freiraum und vielfältigere Möglichkeiten bietet, sich zu verkleiden. Mich sieht der Medifasching jedoch auf jeden Fall wieder, denn eine bessere Party zu finden, das ist schwer.

Wart ihr auch dabei und seid anderer Meinung? Teilt es uns ruhig mit, Diskussionen sind erwünscht.

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