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3 bekloppte Unigeschichten, die uns heute belustigen

Ihr glaubt, in eurem Studiengang läuft nicht immer alles glatt? Belächelt schusselige Dozierende? Schimpft auf die böse Hexe im Prüfungsamt? Lest unsere Geschichten, und ihr werdet nie wieder ein schlechtes Wort über die Uni Rostock verlieren.
Zelt2

Eltern campen in Uni, um Ersti-Kinder zu beobachten

Wie war euer erster Tag in der Uni? Ihr wart bestimmt nervös, habt euch einen Stadtplan gewünscht, auf dem die Unigebäude rot markiert sind und habt schonmal insgeheim ausgecheckt, wer denn so mit euch studiert – Hübsche Jungs und Mädchen dabei? Wer könnte ein/e Freund/in werden? Ihr seid vielleicht gerade zuhause ausgezogen und habt die ersten Vorteile des Allein- oder WG-Lebens genossen. Ihr vermisst eure Eltern zwar ein bisschen, aber nun wird es Zeit, erwachsen zu werden. In China ist das anders.
Als würde ein neues iPhone in die Stores kommen, packen die Eltern der chinesischen Erstis in Wuhan Schlafsäcke ein und verlassen das Haus. Die Destination ist aber kein Apple-Store, sondern die Uni, in der ihr einziger Ein-Kind-Politik-Sprössling ab heute studiert. Deshalb wurden jetzt „Zelte der Liebe“ eingeführt: Es handelt sich um Notbehausungen, in der sich manchmal sogar zwei fremde Eltern ein Zelt teilen. Wer aber jetzt denkt, das seien doch bloß ein paar Mutterkinder, die sich auch im Kindergarten noch nicht von Mama trennen konnten, liegt falsch: Die Neu-Studierenden sehen das ganz locker und wünschen sich sogar ihre Eltern beim Masterstudium dabei, weil sie ihre Hilfe brauchen – es gebe ja so viel zu erledigen. Ob damit Wäschewaschen oder die Hilfe bei der Stundenplanerstellung gemeint ist, ist unbekannt. Bekannt ist aber, dass es sich bei den Campern nicht immer nur um Eltern handelt. Man munkelt, dass an der Anhui-Universität ein Student war, der 14 Verwandte mitgebracht hat.
Tequila mit Zitrone und Salz (piqs.de ID: 2f03911455c721f3794bc295e93e5c9c)

In Chicago darfst Du nicht mit Sombrero auf eine Tequila-Party gehen

…sonst wirst du bestraft. In ganz Illinois protestieren seit Jahren Minderheiten und jene, die sich mit ihnen solidarisieren, im Sinne der Political Correctness. Jemand hatte in Emory mit Kreide „trump 2016“ auf den Boden geschrieben: Studierende protestieren. Die Unizeitung in Wesleyan publiziert einen kritischen Kommentar (in dem freie Meinungsäußerung bekanntlich erlaubt ist) über die Black-Lives-Matter-Bewegung: Studierende protestieren für das Entziehen der Finanzmittel. In Bowdoin kommen Studierende zu einer Tequila-Party mit Sombreros: Sie werden bestraft. Das Ergebnis: Es gibt immer öfter sogenannte „trigger warnings“ vor Lehrinhalten, wenn diese für Studierende problematisch sein könnten (zum Beispiel nicht der Religion entsprechen). Die Demonstrierenden fordern, in der Uni keine Redner zu Wort kommen zu lassen, wenn diese kontroverse Themen ansprechen. Sie fordern die Schaffung von intelektuellen „sicheren Räumen“ zum Zurückziehen für Einzelpersonen, die sich so vor „Ideen und Perspektiven“ zurückziehen können, die „nicht im Einklang stehen mit den ihren“ (Uni Chicago). Nun hat aber die Uni keine Lust auf eine solche Zuckerwatte-Politik. Sie schickt nun ihren Erstsemestern zur Begrüßung per Post nicht nur Hinweise zum Unialltag, sondern auch einen Brief, in dem sie sich klar gegen diese übertriebene Political Correctness positioniert und die Forderungen der Demonstranten zurückweist. Auch trigger warnings soll es nicht mehr geben.
Wie sollen die Studierenden sonst auch je lernen, nach der Uni in der realen Welt anzukommen? Zusammenarbeiten könnten die Demonstranten, die wohl am liebsten alle Studierenden in Watte packen möchten, künftig mit den Eltern aus China. Die kennen sich ja damit aus.
 
Rechtschreibfehler

Kultusministerium kann kein Englisch

Stellt euch mal vor, ihr studiert Lehramt Gymnasium in Bayern und sitzt in der Prüfung zum Ersten Staatsexamen in Anglistik. Ihr seid nervös, habt mit euren Lernzetteln unter’m Kopfkissen geschlafen. Es geht um die Lerninhalte, nicht um die Sprache – die könnt ihr ja, weil ihr schließlich seit der 5. Klasse Englisch lernt. Ihr lest euch die Aufgaben durch und nachdem sich euer Puls beruhigt hat, fangt ihr an, die Aufgaben zu beantworten. Jemand meldet sich, hat einen Fehler in den Aufgabenstellungen entdeckt. „You“ statt „your“. Der Nächste nach ein paar Minuten: In Aufgabe 25 fehlen die Anführungszeichen. Später die Prüfungsaufsicht: Der selbstgeschriebene Text muss nicht 450 Wörter lang sein, sondern nur 400. So einfach abgehakt sind die drei Fehler aber nicht: Erst muss die Aufsicht im Prüfungsamt anrufen, das wiederum im Ministerium anruft. Dort wird eine Regelung beschlossen und zurückgerufen. Die Lösung teilt das Prüfungsamt dann der Aufsicht mit. Und. Das. Drei. Mal.
300 Anglistikstudierende haben im Frühjahr, als das schon einmal passiert ist, 45 Minuten mehr Zeit bekommen. Letzte Woche Dienstag gab es im Sprachpraxis-Examen 10 Minuten drauf. Am Mittwoch, im Linguistik-Examen, wurde wieder ein Fehler gefunden. Die Noten übrigens, so schreibt die Süddeutsche, entscheiden, ob Referendare einen Job bekommen, denn in Bayern sei selbst den Besten kein Job beim Staat sicher.
Die angehenden Lehrer stören nicht die Fehler an sich, sondern die vielen Unterbrechungen. Das Ministerium darauf: Fehler seien eben nicht auszuschließen, da pro Prüfungstermin bis zu 400 Aufgaben von Professoren entworfen werden müssen. Korrektur lesen dann drei Fachleute im Ministerium. Diese drei Fachleute haben anscheinend am Abend vorher eine Party gefeiert.

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