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Warum der BAföG-Antrag gar nicht so schlimm ist, wie alle immer sagen

Gestern hat einer unserer Autoren bereits darüber geflucht, wie nervig die Angelegenheit rund um das Beantragen von BAföG sein kann. Auf den ersten Blick scheint es auch wirklich furchtbar schlimm mit all den Formularen und Dokumenten – gerade für diejenigen, die sich das erste Mal damit beschäftigen. Heute gibt euch unsere Autorin eine andere Perspektive und zeigt, weshalb der Antrag nur halb so wild ist!

Papierkram: Klingt viel, ist es aber nicht!

Falls jetzt eine ausführliche Erklärung erwartet wird, weshalb das Ausfüllen von Anträgen wunderschön ist – nope. Papierkram bleibt Papierkram und wird niemals Spaß machen. Das heißt aber nicht, dass es auch kompliziert sein muss!*

Was erstmal viel erscheint, relativiert sich im Laufe des Ausfüllens – wirklich! Ein großer Teil muss nicht mal selbst ausgefüllt werden, sondern von den Eltern oder dem Ehepartner. Etwas aufwendiger sind die Anhänge, deren Anzahl je nach Lebenssituation variiert. Aber auch die sind kein Problem, denn solcher Kram wie Studienbescheinigung oder Kontoauszüge sind leicht zu beschaffen. Wenn es um finanzielle Nachweise geht, kann das ganze Raussuchen und abtippeln schon nervig sein, aber bei guter Aufbewahrung nimmt das nicht viel Zeit in Anspruch. Wer jedes Semester auf’s Neue seine Finanzunterlagen zusammensuchen muss, sollte eher die Ordnung seiner wichtigen Dokumente hinterfragen, als sich über den Antrag aufzuregen.

Wer jetzt sagt: „Ha, dann fülle ich die Formblätter am PC aus und speicher sie für die nächsten Jahre ab“, hat zwar einen guten Einfall, kann sich damit aber in die Nesseln setzen. Manchmal werden nämlich winzig kleine Details in den Formblättern verändert und irgendwann kommt ein Brief, in dem steht, dass hier und dort noch was eingetragen oder ein Häkchen gesetzt werden muss – das wäre nervig. Daher lieber haargenau kontrollieren, ob sich etwas verändert hat oder jährlich die aktuellen Formulare runterladen, um die Bearbeitung nicht durch ständiges Korrigieren und Neuabschicken zu verzögern.

Mutti und Vati sind keine Ausrede

Die Eltern (oder der Ehepartner) müssen auch einen Teil zum Antrag beitragen. Und sobald andere involviert sind, wird alles bekanntlich komplizierter, aber eben auch nicht todesanstrengend.

Manchmal kennen sich die Eltern nicht so gut mit Technik aus und können gerade so den Internet-Browser bedienen. In dem Fall können die Dokumente auch per Hand ausgefüllt werden. Altmodisch, aber nicht mit großem Zeitaufwand verbunden!

Was ist, wenn die Eltern weiter weg wohnen und mal kurz hinfahren nicht drin ist? Nicht schlimm, sie können den Antrag auch alleine ausfüllen, da sie ausschließlich ihre eigenen Auskünfte eintragen müssen. Falls Fragen aufkommen sollten, gibt es zu jedem Formblatt einen schicken Bogen an Erklärungen, der schön übersichtlich nach Zeilen sortiert ist, oder das gute alte Telefon. Anschließend holt man sich die Unterlagen ab oder lässt sie sich zuschicken – per Mail oder Post.

Wenn man weiß, dass die Eltern etwas schluderig sind oder sich gerne etwas mehr Zeit lassen, kann man theoretisch auch schon zwei Monate früher damit beginnen, die Standardformulare ausfüllen zu lassen. Hat man seine Eltern besonders lieb, kann man auch schon alles so gut es geht für sie vorbereiten, damit sie so wenig wie möglich machen müssen. Vor Abgabe müssen dann nur noch die aktuellen Anlagen dazugelegt werden. Die Eltern als Ausrede zu benutzen, zählt nicht!

Zum Glück gibt’s Sonderfälle

Sonderfälle sind tricky, aber wir sollten echt glücklich sein, dass es sie gibt. Im Endeffekt sind sie nämlich nichts anderes als kleine Schlupflöcher für Antragsteller, um auch in komplizierten oder besonderen Situationen BAföG zu bekommen.

Natürlich entstehen hier die meisten Verwirrungen und Fragen. Der Griff zum Telefon ist da nicht immer einfach, gehört aber dazu und beschleunigt den Prozess. Auch unsere Autorin ist so eine, die die ersten Sätze fünf Minuten übt, bevor sie irgendwo anruft. Und wenn der Satz dann korrekt rauskommt, ist das Gespräch nach ein paar Minuten auch gar nicht mehr schlimm.

Wer Telefonieren wirklich abgrundtief hasst, weil er sich beim ersten Satz prinzipiell verhaspelt und ganz schnell wieder auflegt, kann immer noch eine Mail schreiben oder sogar persönlich zur Sprechstunde ins Studierendenwerk gehen. Letzteres hat den Vorteil, dass man nicht lange auf eine Antwort warten muss.

PRO TIPP!

BAföG-Antrag immer persönlich bei dem zuständigen Sachbearbeiter oder der zuständigen Sachbearbeiterin abgeben!
Klingt bescheuert im Zeitalter vom Internet, hat aber einen enormen Vorteil.

Ihr geht nicht nur hin, gebt den Antrag ab und sagt wieder Ciao! Nein, nein. Euer Antrag wird direkt vor euren Augen bearbeitet und auf Vollständigkeit überprüft. Sowohl die bearbeitende Person als auch ihr könnt direkt Nachfragen stellen und ihr wisst sofort, ob etwas fehlt.


Keiner möchte behaupten, dass Anträge stellen ein cooles Hobby ist, aber wenn man einmal dran sitzt und sich alles schön ordnet, dann ist es wirklich, wirklich nicht schlimm. Wirklich!

P.S.: Unsere Autorin findet schon, dass Anträge stellen ein cooles Hobby ist…

*Ausgenommen sind hier Einzelfälle, die aus diversen Gründen wirklich Schwierigkeiten haben, bestimmte Unterlagen zu beschaffen.

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