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Träume im Jahre 2015 oder ein Blick in die Vergangenheit

Ein einziges Ladekabel, das in alles reinpasst, was man braucht – nicht drei unterschiedliche. Ein einziges Telefon, das man überall mit hinnehmen kann, falls man erreichbar sein muss oder will und das nicht nach einem Tag den Geist aufgibt. Ein Handy, dem es nichts ausmacht, wenn es mal runterfällt. Eins, das nicht 500 Euro kostet, aber dafür auch nicht fotografieren, filmen oder Musik abspielen kann.
Dafür gibt es Kameras und MP3-Player. Für die Momente, die wir festhalten möchten. Für uns. Nicht, um alles, was wir tun, mit der ganzen Welt zu teilen. Wenn wir unseren Freunden unsere Urlaubsfotos zeigen möchten, treffen wir uns mit ihnen. Und sie sagen dazu mehr als einfach nur „gefällt mir!“.

ja ja.
ja ja.


Wege gehen, die falsch sein könnten – ganz ohne GPS. Die neunzig Minuten eines Films genießen, ohne leuchtendes Gesicht und tippende Finger des Sitznachbarn. Konzerte, die nur diejenigen miterlebt haben, die dabei gewesen sind. Klamotten kaufen, die man vorher anprobiert hat und nicht irgendwo bestellt, obwohl der Laden gleich um die Ecke ist. Fremde fragen, ob sie ein Foto von einem machen können – ohne riesigen Stab. 

Musiker und Autoren, die sich freuen, wenn jemand in einen Laden geht und ihr Werk bezahlt. An Kassen, an denen Menschen die Kunden begrüßen, verabschieden und das Wechselgeld zurückgeben, nicht welche, in die man Münzen und Scheine reinstopft – ohne Kommentar des Menschen, der die Artikel nur noch über das Band ziehen muss.Fotografen, deren Arbeit nicht einfach kopiert und als eigene Kunst ausgegeben wird. 
Postboten, die es schaffen, alle Pakete auszuliefern, weil jeder weiß, dass man nicht nur am Computer einkaufen kann. Kinder die Fragen stellen, statt zu googlen. Die draußen spielen, sich Schürfwunden holen und die Welt entdecken wollen. Und junge Eltern, die ihre Kleinen dabei aufmerksam beobachten, um schnell auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können, statt auf die ihrer Sims.
Ein schöner Abend zu zweit, bei dem man sich in die Augen guckt. Dates, bei denen man den Lebenslauf und die Vorlieben des Gegenübers noch nicht kennt, sondern erst selbst herausfinden darf.
Eltern, die einen auf dem Haustelefon anrufen, statt Smileys zu schicken. Schwiegereltern, die einen mögen – nicht welche, die denken, sie sind mit einer gesendeten Freundschaftsanfrage fein raus. Geschwister, die mit einem reden wollen – nicht schreiben. Die zusammen mit einem über erlebte Sachen lachen, statt über Videos von tollpatschigen Kätzchen. Freunde, die zuhören. Autofahrer, die sich auf die Straße konzentrieren.
 
Nicht überall zu Hause zu sein, wo sich das Wifi automatisch verbindet.
 
 

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