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Dr. Holiday: euer Retter in höchster Prüfungsnot – auch hier in Rostock

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Frauen vertrauen Dr. Stefan Frank, Pferde legten ihre Hufe für Tamme Hanken ins Feuer und wir Studenten haben Dr. Holiday. Wenn die Zeit mal wieder drängt und wir unter keinen Umständen die Klausur packen werden, hilft nur er. Jede Stadt hat mindestens einen Arzt, der dir bereitwillig kurz vor der Prüfung den Arsch rettet. Doch was ist das für ein Mensch, der dich, ohne mit der Wimper zu zucken, krankschreibt?

Sehr geehrte Studentinnen und Studenten, wir präsentieren – the one an only: Dr. Holiday!

Er gilt gemeinhin als heiliger Schutzpatron all jener Studenten, die sich in Zeitnot befinden. Wenn nichts mehr hilft, hilft er. Für gewöhnlich muss sich ein Student dreiste Lügen über seine körperliche Verfassung ausdenken, um einen Attest zu ergattern. Nicht so bei Dr. Holiday, der drückt dir anschließend noch einen Abrisskalender in die Hand, bei dem jeder Tag einen unterschriebenen und abgestempelten Krankenschein enthält.

In den meisten Fällen handelt es sich um einen männlichen Arzt, der sich noch allzu gut und gerne an sein eigenes ermogeltes Studium erinnert. Mit seiner locker-lässigen Art will er seinen jungen Patienten suggerieren, dass er immer noch cool ist und genau versteht, dass die Krankschreibung gerade unabdingbar ist – auch wenn der Patient kerngesund ist. Ein Attest? Kein Problem. 

Seit kurzem überrascht Dr. Holiday seine Lieblingspatienten mit einem ganz besonderem Tattoo. Uuh, das geht unter die Haut.

Damals an der Uni war er bekannt wie ein bunter Hund. Während seines Medizinstudiums galt er unter den Kommilitonen als akribischer Praktiker, denn die meiste Zeit verbrachte er damit, die Grenzen eines menschlichen Körpers an sich selbst auszutesten. So genoss er den Ruf eines eisenharten Trinkers, der – natürlich rein für die Wissenschaft – stets seine Promillerekorde knackte. Auch wusste er alles über Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe und Co. – hat er alles selbst gehabt. Er war halt ein Weiberheld, sagt er dann achselzuckend. Und selbstverständlich war er ein Verfechter des schwarzen Humors. Ein Beispiel: Bei der Blutspende fragte man ihn nach seiner Blutgruppe. Er antwortete geschmacklos: „HIV-positiv.“ Sehr lustig – besonders für einen angehenden Arzt. 

Heute ist Dr. Holiday ein monogamer, zweifacher Familienvater, der tief in einer ausgeprägten Midlife-Crisis steckt. Seine Arztpraxis ist sein Rückzugsort. Die flehenden Studenten, die in seine Praxis kommen, sind der letzte Draht, der ihn mit seinem alten rauschvollen Leben verbindet. Letztendlich sieht die Realität so aus, dass Dr. Holiday und die Studenten in einer Symbiose leben. Ein Student benötigt Dr. Holiday, um den Drittversuch noch ein Semester hinauszuzögern und letzterer ist abhängig von ersterem, um seine Altersdepressionen irgendwie zu regulieren. Eine Hand wäscht die andere. So läuft das nun mal.

Bei der Diagnose fragt Dr. Holiday sein Smartphone und stöbert auf Seiten wie „NetDoktor“ oder „JustAnswer“. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass erplötzlich konsterniert feststellt: „Oh, mein Gott. Nach den mir vorliegenden Symptomen sind Sie schwanger!“ Dumm nur, dass er das einem Mann diagnostiziert.

Eines von Dr. Holidays Werbeplakaten: Diese drei Studentinnen haben gerade ihren Krankenschein erhalten. Ihre Prüfungen sind nun erstmal kein Thema mehr. Stattdessen geht es für sie jetzt erstmal ab an den Strand.

Seine Lieblingsdisziplin bleibt jedoch das Ausfüllen erlogener Krankenscheine. Da kann er nichts falsch machen, denkt er sich und lässt somit seiner Kreativität freien Lauf. Nonchalant lässt er dabei den Fachmann raushängen und beweist sich voller Stolz selbst, dass er es immer noch drauf hat – also das Flirten mit jeder Dame ab 18. Doch Obacht, prüft vielleicht selber nochmal die Diagnose. Es könnte sein, dass er euch in seinem Übereifer als quasi klinisch tot erklärt hat. Das könnte auffallen.

In Rostock gibt es ihn selbstverständlich auch, den Dr. Holiday. Auf diesen Titel bewerben sich jährlich mehrere Anwärter, doch ein Arzt hat darauf mittlerweile ein Jahres-Abo. Um wen es sich hierbei handelt, können und wollen wir natürlich nicht verraten. Aber die meisten von euch werden wahrscheinlich wissen, von wem die Rede ist.

Am Ende jedoch, liebe Leserschaft, lernt lieber fleißig und seid zielstrebig gegenüber euren Herausforderungen, denn früher oder später müsst ihr die Prüfung eh schreiben. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben.

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