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Der Rostocker Schreibmaschinen-Student goes viral

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Dieses Foto geht jetzt aus dem Internet nicht mehr raus.
Dieses Foto geht jetzt aus dem Internet nicht mehr raus.

Entscheidet sich gegen Stift, Papier und Mobile Medien und wird dafür wiederum im Netz gefeiert: Kemal Tuhcic. Das Internet sieht ihn nur von hinten, wir haben für Euch mit ihm gesprochen.

Kemal ist nämlich mit einer Schreibmaschine in’s Audimax gekommen – und gleich danach mit Foto im Internet gelandet. Paradox. Sogar auf der Meme-Seite www.9gag.com ist er schon zu finden. Und bei Jodel.

Bei Jodel bekommt er Glückwünsche.
Bei Jodel bekommt er Glückwünsche.

Kemal ist 21, studiert im 5. Semester Mathe und Sport auf Gymnasiallehramt. Die Vorlesung, in der er mit seiner Schreibmaschine saß, war Marketing und Kemal hat sie freiwillig besucht, weil ihn das Thema interessiert (damit hat er Tipp #18 unserer Unibucketlist befolgt).

Das ist Kemal von vorne.
Das ist Kemal von vorne.

StudentsStudents Rostock: Bist du aus Spaß mit einer Schreibmaschine in die Uni gekommen, oder schreibst du einfach lieber damit?
Kemal: Es war eine spontane Idee. Anfangs war es als Scherz gemeint, aber mir wurde erst bewusst, als ich das Bild sah, wie weit das mit der Technologie usw. gegangen ist, weshalb ich plane, des öfteren mal mit Schreibmaschine zu schreiben. Nur ist das Problem da, dass die Laute der Maschine die anderen stören werden, aber ich versuche da einen Mittelweg zu finden.

StudentsStudents Rostock: Was meinst du mit Mittelweg? Leiser tippen?
Kemal:
Nein, nicht leiser, aber weniger. Zum Beispiel nur wichtige Sachen.

StudentsStudents Rostock: Haben sich denn in der Vorlesung Leute über die Geräusche beschwert?
Kemal:
Also bei mir direkt haben sich keine Leute beschwert, aber ich kann mir denken, dass es einige aufgeregt hat, was verständlich ist.

StudentsStudents Rostock: Du siehst also die Entwicklung der Technologien eher kritisch und willst dagegen ein Statement setzen?
Kemal:
Die Technologie an sich ist ja nicht schlimm, nur wie sie verwendet wird, bereitet mir Sorgen. Auf dem Bild sieht man ja auch zum Beispiel, dass da einige auf Facebook oder sonstwo unterwegs sind. Ich selbst bin ja kein Heiliger… wenn die Vorlesung mal langweilig ist, greif ich auch mal zum Handy. Was mich aber traurig stimmt, ist die Tatsache, dass die meisten nur am Handy chillen, sei es auf der Straße oder wenn man sich trifft. Da wird nur aufs Handy geschaut und alles andere wird nicht mehr beachtet (zum Beispiel die Natur). Ich selbst gehe oft spazieren, sei es am Strand oder in der Stadt, und erst dann wird mir bewusst, wie schön und faszinierend die Welt sein kann, wenn man nur hinsieht.

StudentsStudents Rostock: Hast du dich gefreut oder geärgert, als du im Netz gelandet bist?
Kemal:
Also ehrlich gesagt fand ich es amüsant. ich wollte etwas machen, woran ich mich, wenn ich ein alter Mann bin, mit einem Lächeln zurückerinnern kann. Ich habe es also vordergründig für mich getan. Jap, wenn ich mich für diese Aktion schämen würde, hätte ich was falsch gemacht.

StudentsStudents Rostock: Lieben Dank, Kemal!

Kemal hat also Tipp #46 unserer Unibucketlist befolgt.

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