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App-Test: Brauchen wir UniNow in Rostock?

uninow test

Vielleicht habt ihr sie schon gesehen: Die App, die dir den stündlichen Blick auf www.pruefung.uni-rostock.de ersparen soll, weil sie dir deine Noten per Push-Nachricht schickt. Wir haben die App für euch getestet und geben eine Einschätzung, ob sie sich für uns hier in Rostock lohnt. Schließlich arbeitet sie mit dem LSF, mit dem nicht alle von uns arbeiten. Wir testen nach einem simplen Pick-Out-Schema: Wir haben WLAN und schauen, ob es beim ersten Versuch nach Zufallsprinzip klappt. 
Wir bewerten die App in den Kategorien Funktionen, Nutzerfreundlichkeit, Design, Speicherplatznutzung, BatterienutzungMobile Datennutzung und Mehrwert nach Punkten von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut). 

Der Start-Bildschirm.
Der Start-Bildschirm.

Funktionen

E-Mail, Mensapläne, Noten, Bibliothek und Stundenplan – das sind bis jetzt die Features der UniNow-App. Schon ein hilfreiches Angebot – wenn denn alles funktioniert. E-Mails werden uns keine angezeigt (auch keine alten). Wir haben uns selbst eine Mail geschrieben, die in der App nicht ankommt. Wir haben bereits unter „Feedback“ an den Support geschrieben und warten gespannt auf Nachricht, über die wir euch dann informieren. Update 11. August: Wir haben eine nette Antwort vom Support erhalten, der mit Serverproblemen begründet. Die E-Mail-Funktion funktioniert bei uns jetzt auch.  Die Funktion der Bibliothek funktioniert einwandfrei – wir sehen unser ausgeliehenes Buch für die Hausarbeit und wann wir es wieder abgeben müssen. Verlängern können wir auch. Den Stundenplan über den Browser zusammenzustellen klappt auch einwandfrei, ist aber etwas aufwändiger (mit QR-Code-Scanner, sodass man anfangs zwei Geräte braucht). Die Mensapläne sind super – nach der Auswahl, welche Mensa es denn heute sein soll, sehen wir Gerichte und Preise. Nach langem Laden werden uns auch die Noten angezeigt – sortiert nach Semester.

Das Menü.
Das Menü.

Wir müssen für jede Funktion der App Rechte einräumen, auf die Funktionen zuzugreifen und ab und zu auch Passwörter und Nutzerkennzeichen eingeben. Bei der Bibliothek wird nach dem OPAC-Account gefragt – das klingt kompliziert, ist aber bloß die Nummer auf eurem Bibo-Ausweis und euer Passwort dazu (euer Geburtsdatum, wenn ihr das Passwort nicht geändert habt).
Wir geben 5 von 5 Punkten. Alle Features funktionieren – man könnte nun noch darüber nachdenken, weitere Funktionen zu etablieren, die das Studentenleben noch gemütlicher gestalten, aber vorerst ist es nur verständlich, wenn es zum Anfang bei diesen schon komplexen Funktionen bleibt.

Nutzerfreundlichkeit

Die App ist schlicht und einfach gehalten – und beinhaltet zum Anfang viele Hinweise, wie damit umzugehen ist. Das Menü ist leicht zu finden und navigiert uns einfach durch die Funktionen. Auch das erwartet komplizierte Erstellen eines Stundenplans über den Browser ist mit den Hinweisen machbar. Allerdings werden dafür zwei Geräte benötigt, weil der Zugang zur Stundenplanerstellung per QR-Code gescannt werden muss.
Wir geben 4 von 5 Punkten. 
Mensa

Design

Top! Hübsch, einfach, mit netten (Hipster-)Bildchen – aber auch nur da, wo es die Funktionen und die Navigation nicht stört. Die Bilder passen zwar nicht immer zur Funktion (ein Longboard bei den Noten? Suggeriert die App, eine Longboard-Tour hilft uns über unsere Noten hinweg?), aber wir freuen uns trotzdem. Da gibt es einfach nichts zu meckern. Da hat aber jemand Ahnung – wenn das mal kein junges Start-Up ist. Im Fazit dazu mehr.
Wir geben 5 von 5 Punkten. 
Noten

Speicherplatznutzung

Wer sich täglich WhatsApp-Videos und Bilder schickt, kennt es: Speicherplatz ist ein wertvolles Gut. UniNow belegt 39,2 MB und damit mehr als Instagram (34,9 MB). Ist aber immer noch weit hinter Facebook (121 MB), Pokémon GO (210 MB) und WhatsApp (4,1 GB) – bei uns zumindest. Ist also in Ordnung, für die 4 funktionierenden Features, die wir im Gegenzug bekommen.
Wir geben 4 von 5 Punkten.
Stundenplan

Batterienutzung

Seit Pokémon GO haben viele von euch Powerbanks dabei. Trotzdem müssen wir haushalten mit unserem Strom. In den letzten 24 Stunden hat UniNow 9% der Batterie in Anspruch genommen. Das ist nicht wenig, aber kein Konkurrent für WhatsApp (24 %) und Facebook (15 %). Das ist okay. Wer aber alle fünf Minuten aktualisiert, weil er oder sie befürchtet, durch Sprachdidaktik bei Frau Professor Superschlau gefallen zu sein, wird seinem Akku damit keinen Gefallen tun. Wir sparen uns aber auch mit der App, die Funktionen alle einzeln über den Browser oder über Mail auszuführen, was im Nachhinein die Batterie entlastet.
Wir geben 4 von 5 Punkten.
E-Mail

Mobile Datennutzung

Einmal aktualisieren: 16,2 KB. Das können wir ab. Oder? Dadurch, dass wir uns – wie bei der Batterienutzung – sparen, alles über den Browser zu checken, gibt es hier einen Mehrwert.
Wir geben 5 von 5 Punkten.

Mehrwert

Brauchen wir die App? Jein. Existenziell ist sie nicht: Den Stundenplan können wir von StudIP screenshotten, wir bekommen drei Tage vor Ablauf der Ausleihfrist unserer Bücher eine Mail, den Mensaplan finden wir bei StudentsStudents Rostock oder in der Campus-App. Die Noten müssen wir aber extra über den Browser abrufen. Wir haben hier aber alles geballt in einer App und sparen dadurch vielleicht sogar Akku und Datenvolumen, da sie alle Aktivitäten in einem Aktualisierungs-Klick abhandelt, was wir sonst einzeln über Browser & Co. suchen müssten. Sie erleichtert uns eben das Uni-Leben – und genau das ist das Ziel der App: „Der bequemste Weg, dein Studium zu organisieren.“ Wenn nun noch die Mail funktionieren würde, wäre das Ganze rund.
Wir geben 4 von 5 Punkten.

Fazit

Die App hat von uns 31 von 35 Gesamtpunkten bekommen. Sie ist zwar nicht zwingend notwendig, hat aber einige Vorteile – so etwa die Bequemlichkeit. Und entlastet vielleicht auch unsere Nerven, unseren Akku und unser Datenvolumen, wenn wir, wie jetzt gerade, auf unsere Noten warten und so nicht immer über den Browser auf die Prüfungsseite müssen.
Die Facebook-Seite existiert schon seit März 2015, die Nutzungsbedingungen auf der Homepage aber erst seit Ende Juli 2016 – offenbar hat die App innerhalb der Zeit erheblich mehr Zulauf gefunden. Betreiber ist UniNow GmbH in Magdeburg mit den Geschäftsführern Tobias Steenweg und Stefan Wegener.
Auf der Facebook-Seite können wir beobachten, dass sich einige Nutzer wünschen, dass man sich über die App auch für Prüfungen anmelden kann. Wär das was für euch? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit. 
Frei
 

Start! – Der App-Guide

Haben wir die App im WLAN in einer halben Minute kostenlos runtergeladen, müssen wir zunächst unsere Hochschule auswählen. Und was sehen wir als erstes? Essen. Gefällt uns schonmal gut. Wir können auswählen, welcher Speiseplan welcher Mensa uns angezeigt werden soll – und sind ob der farblich ansprechenenden, aber auch schlichten und übersichtlichen Ansicht gut gestimmt.

E-Mail

Oben links öffnen wir den Reiter und sehen: Das nächste Feature ist die E-Mail. Da müssen wir zunächst unseren LSF-Account eintragen. Mit unseren normalen StudIP-Daten (Nutzerkennzeichen und Passwort) kommen wir da rein und räumen der App die Rechte ein, E-Mails abzurufen und zu senden und Anhänge zu laden. Wir müssen als nächstes noch unseren Namen und die E-Mail-Adresse eingeben. Wir sind drin. Keine E-Mails. Komisch. Nicht einmal die alten Mails?

Noten

Zurück zum Reiter – Noten. Rechte am Notenspiegel und Prüfungsergebnissen müssen eingeräumt werden. Laden. Minuten später wird uns noch das Ladesymbol angezeigt und wir fangen an, gedanklich abzuschweifen. Als wir versuchen, die Ansicht zu wechseln, stürzt die App das erste mal ab. Minuten später immer noch nichts. Da hilft das hübsche Hipster-Bildchen von Hipster-Schuhen auf einem Hipster-Longboard leider auch nicht. Wir gehen auf „Feedback“ und schreiben: „Meine Noten laden nicht.“ Es wird eine Feedback-Konversation á la WhatsApp gestartet. Mal sehen, ob und wann jemand antwortet. Pluspunkt: Bei der Angabe der E-Mail-Adresse im Feedback ist die Tastatur auf die Eingabe einer E-Mail-Adresse angepasst („@“ und „.“ sind in der Starttastatur) – das hat bisher nur Apple geschafft. Nach ungefähr einer Viertelstunde werden uns die Noten angezeigt.

Bibliothek

Zurück zum Reiter. Unser OPAC-Account wird gefordert. Puh. Was war das nochmal? Wir probieren es mit dem Bibliotheksaccount. Wieder müssen Rechte am Abrufen ausgeliehener Bücher und an der Verlängerung ausgeliehener Bücher eingeräumt werden. Der Account war offenbar der richtige. Und – wow – das eine ausgeliehene Buch samt Leihfristende für die Hausarbeit wird angezeigt! Toll!

Stundenplan

Das gestaltet sich schon aufwändiger. Dafür müssen wir auf www.stundenplan.uninow.de gehen und unseren Stundenplan per QR-Code einscannen. Gesagt, getan – und die App sagt uns mit einem Smiley, dass wir frei haben. Aber halt. Wir müssen den Stundenplan online auch erstmal erstellen. Wir finden die Option nicht, unseren Stundenplan aus StudIP zu übernehmen. Also erstellen wir uns einen neuen. Eine fiktive Veranstaltung eintragen – kein Problem. Wir klicken auf „An App senden“, aktualisieren die Stundenplan-Seite der App und schon ist die Veranstaltung eingetragen.
Kritik, Wünsche, Anregungen? Schreibt uns! Bei Facebook oder an karo@studentsstudents.de oder an jennifer.haeuser@staffeins.de.

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