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Höherer Semesterbeitrag: Das sagt das Bildungsministerium

Studenten Rostock - Begrüßungsgeld zum Sparen

So sieht die Gebührenaufstellung des Semesterbeitrags derzeit noch aus.
So sieht die Gebührenaufstellung des Semesterbeitrags derzeit noch aus.

Das Bildungsministerium lehnt höhere Zuwendungen für die Studierendenwerke ab – somit bleiben die Studierenden wohl auf der Erhöhung des Semesterbeitrages seitens des Rostocker Studierendenwerks um 15 Euro sitzen. Die Alternativen: Mensen schließen oder Rücklagen antasten, die im Notfall an anderer Stelle fehlen.
Am Montagabend hatte der Vorstand des Studentenwerks Rostock beschlossen, seinen Anteil am Semesterbeitrag um 15 Euro zu erhöhen. Der Grund: Zuschüsse vom Land für den Verpflegungsbereich reichen nicht aus. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hatte dies in einer Pressemitteilung am Dienstag mitgeteilt. In dieser wurde sogleich erwähnt, wie vehement der STuRa (sowie der AStA und auch Rektor Schareck) dagegen sei. Die Attraktivität des Studienstandortes müsse gewährt werden, Studierende haben ohnehin wenig Geld – so hießen unter anderem die Begründungen.
Der StudentINNenrat (STuRa) hat einen Beschluss veröffentlicht, der sich fast einstimmig gegen die Erhöhung ausspricht (15 „Ja“, 1 Enthaltung). Der Beschluss wird von der Landesregierung abhängig gemacht: Die Erhöhung werde abgelehnt, „solange nicht alle anderen Alternativen ausgeschöpft sind“. Weiter heißt es: „Insbesondere sieht die Studierendenschaft die Verantwortung bei der Landesregierung, für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Studierendenwerke zu sorgen.“ Und auch Schareck sieht die Landesregierung in der Verantwortung.
Beschluss
Der Beschluss wurde bereits am 6. April gefasst, als die Erhöhung schon absehbar war, bevor sie vergangenen Montag dann im Studentenwerk beschlossen wurde. Der Geschäftsführer des Studentenwerks plant die Erhöhung nämlich schon länger. „Das war längst überfällig“, so Hörig vor einer Woche zur Schweriner Volkszeitung.

Die Stellungnahme des Bildungsministeriums

Das Bildungsministerium sagte auf Anfrage von StudentsStudents Rostock, dass der neue Doppelhaushalt Ende 2015 vom Landtag beschlossen worden sei. Änderungen seien jetzt nicht mehr möglich.
Außerdem fügte der Pressesprecher hinzu, dass im Übrigen die Zahl der Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern von 40.471 (2011) auf 38.418 (2015) gesunken sei – und das Land seine „Zuwendungen für die Studierendenwerke in Höhe von 2,37 Mio. Euro konstant gehalten“ habe. Somit sei die Förderung auf die Zahl der Studierenden gerechnet sogar gestiegen.

Nach Angaben des StuRas auf seiner Facebook-Seite seien die Alternativen das Schließen der Mensen oder das Antasten von anderen Rücklagen, die aber dann im Notfall an anderen Stellen fehlen. Sehr wahrscheinlich scheint die Annahme, dass wir Studierenden ab dem kommenden Wintersemester 2016/2017 einen Semesterbeitrag von 172 Euro statt 157 Euro zahlen werden.

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