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Nach der Bibo auf die Bühne: Chaos&Milchreis

Kennt Ihr schon Diego und Thomas?
Es wird höchste Zeit! Die beste Gelegenheit, die beiden kennenzulernen, bekommt ihr am 29.Januar um 8 im Café Käthe (Veranstaltung). Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Diego (28) studiert Deutsch und Englisch auf Gymnasiallehramt und Thomas (29) studiert Germanistik, Geschichte und Darstellendes Spiel – ebenfalls auf Gymnasiallehramt – und beginnt im Februar sein Referendariat.
Diego und Thomas sind wie Du und ich. Aber wenn alle zuschauen, gehen sie eine Symbiose ein und werden zu Chaos&Milchreis.

Das sind sie: Diego (l.) und Thomas, zusammen: Chaos&Milchreis. Natürlich am Milchreisfuttern. Im Chaos.

Das sind sie: Diego (l.) und Thomas, zusammen: Chaos&Milchreis. Natürlich am Milchreisfuttern. Im Chaos. (Anm. d. Red.: Ist das vorn im Bild ein M&O?) Foto: Ann-Kathrin Stoldt

Das Duo gibt es seit dem Frühjahr 2015 und es hat schon ein paar Auftritte hinter sich. Dem einen oder anderen mögen eines bis alle beide Gesichter bekannt vorkommen. Das kommt nicht von ungefähr. Diego und Thomas haben sich beide bereits in der Poetry-Slam-Szene Rostocks (und Diego sogar überregional) einen Namen gemacht.

Was machen Chaos&Milchreis?
Zugegeben, das Bild ist trügerisch. Das Essen von Milchreis erfolgt höchstens vor und nach Darbietungen. Sie machen etwas anderes, das schwer in Worte zu fassen ist. Deshalb haben sie nach ihrem ersten Auftritt im Peter-Weiss-Haus ein neues Genre in der Unterhaltungsbranche erfunden:

Der Veranstalter schrieb als Genrebezeichnung “Kabarett”, was uns so gar nicht passte und weshalb wir kurzerhand eine Eigenbezeichnung für das erfunden haben, was wir auf der Bühne machen, nämlich: “poetischer KabaRap mit Gesang”.

Ein Logo haben sie auch. Erstellt hat das Typelover.

Ein Logo haben sie auch. Erstellt hat das Typelover.

Sie dichten, slammen, rappen, singen, bewegen sich (man mag es tanzen nennen), reden – und belustigen. Manchmal regen sie auch zum Nachdenken an.
“Thematisch sind wir sehr breit aufgestellt”, so KabaRapper Thomas. “Es gibt Lieder über Liebe, die Unmöglichkeit von fröhlichen Liebesliedern, gesellschaftskritische Themen, die entweder mit einem Augenzwinkern beantwortet werden (“Genderwahnsinn”) oder auch mal ziemlich deutlich werden (“Mahlzeit”).”
Außerdem merke man den beiden die Vorliebe zu Wortspielen an: “Das führt zu Rap Battles zwischen Shakespeare und Brecht oder auch Mozart und Beethoven.” (Diego hat übrigens auch mal ein Battle gemacht: “Der Club der toten Dichtaz” – Goethe vs. Schiller. Das findet ihr hier.)

Ab und an machen wir aber auch einfach nur Quatsch (“80er-Party”), was überraschenderweise besonders gut anzukommen scheint.

Wie kommt man eigentlich auf den Namen “Chaos&Milchreis”?

“Eigentlich haben wir uns in den Kopf gesetzt, diverse Legenden über das Entstehen unseres Namens in die Welt zu setzen, damit am Ende keiner mehr weiß, warum wir eigentlich heißen, wie wir heißen”, erklärt Thomas.

1. Eine These besagt, dass Diego und Thomas bei einer Tasse Grog während eines stürmischen Wintertages am Küchentisch saßen und gedankenverloren aus dem Fenster starrten, bis auf einmal ein heller Lichtstrahl auf Diego fiel, der ihm eingab: Nennt euch Chaos&Milchreis.

2. Eine andere Geschichte erzählt, dass es Songs gäbe, die eher so Chaos, andere, die eher Milchreis wären.

3. “Der langweilige Artikel im Verfasserlexikon kolportiert, dass wir den Namen einfach catchy fanden. das ist eine Lüge, obwohl er schon sehr eingängig ist.” (Thomas)

“In den nächsten Jahren werden bestimmt noch einige Geschichten dazu kommen”, sind sich beide sicher.

Verspielte Buben. Foto: Linda Marx

Verspielte Buben. Foto: Linda Marx

Neben dem Studium zur Lokalprominenz einer Szene werden…
macht sich nicht nur gut im Lebenslauf.
Habt Ihr Talente, die im Verborgenen schlummern? Weckt sie und lebt sie aus. Warum nicht während des Studiums etwas Verrücktes ausprobieren? Jetzt ist die Zeit, so etwas zutun. Traut Euch mit einem Slam-Text auf eine Poetry-Slam-Bühne, schreibt einen Blog oder gründet eine Band. Macht bei Wettbewerben wie dem Prosawettbewerb mit, beim Wissenschaftswettbewerb “Rostock’s Eleven” oder beim Citylauf. Macht Dinge, die Ihr später euren Nachfahren erzählen könnt, die Euch fragen, ob die Studienzeit wirklich die Wildeste des Lebens ist. Die Antwort hängt von Euch ab.

Diego von Chaos&Milchreis ermutigt Euch:

“Wie sagte schon Nike: Just do it! Einfach trauen und dran glauben, dass der Quatsch, den man macht, auch andere interessiert. Das ist wahrscheinlich das Schwerste. Das Lampenfieber geht auch nie ganz weg, aber damit muss man leben. Ich hasse Lampenfieber, aber um es pathetisch zu sagen: Die Liebe zur Kunst sollte größer sein als der Hass am Lampenfieber.”

Schön gesagt, Diego!

Neugierig und müde der Videos geworden? Schaut am kommenden Freitag, den 29. Januar um 20 Uhr im Café Käthe vorbei. Für “5 Kulturtaler” erlebt Ihr Chaos&Milchreis live.
Chaos&Milchreis @Café Käthe – Die Facebookveranstaltung.
Diego Hagen auf Facebook.

Schaut doch mal bei Chaos&Milchreis’ Facebookseite vorbei. Hier beschreiben sich die beiden KabaRapper so:
Man nehme einen großen Topf Buchstabensuppe, koche diese auf und gebe kurz bevor die Gedanken übersprudeln Diego Hagen und Thomas Linke hinzu. Bei mittlerer Hitze einige Zeit köcheln lassen und mit einem guten Schuss Schwachsinn und einer Prise Melancholie abschmecken. Anschließend rühre man eine Gitarre, eine Cajon und eine Loop-Station unter, gebe alles in eine Auflaufform und stelle das Ergebnis auf eine Bühne.
Nun nur noch mit Käse überbacken und das Ganze unter stetigem Applaudieren und bei Scheinwerferlicht auf sich wirken lassen. Bon Appetit: Chaos&Milchreis.
(Kann Spuren von Schabernack enthalten.)
Stift&Papier. Zucker&Zimt. Musik&Texte. Cajon&Gitarre. Sprech&Gesang. Thomas&Diego.

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