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„Mein erstes Mal“: Plasmaspenden in Rostock

Ich habe mich getraut! Trotz meiner Panik vor Spritzen und Nadeln bin ich beim Plasma Service Rostock spenden gegangen. Wie das alles abläuft und warum auch du dich zur Spende überwinden solltest, erkläre ich am besten mit meiner eigenen Erfahrung bei meinem „ersten Mal“.

Termin Nr. 1: Die Vorbereitung

Erster Eindruck
Bei Plasmaspende habe ich immer an klinisch reine, kühle Orte gedacht. Krankenhaus und weiße Kittel eben. Deswegen bin ich nicht mit sonderlich viel Erwartung ins Zentrum in der Kröpeliner Straße gegangen. Aber schon beim ersten Schritt durch die Tür wurde ich eines Besseren belehrt. Es war nicht nur einfach zu finden und nah bei der Uni, es war auch noch überraschend freundlich. Warme Farben, bunte Wände, gemütliche Wartezimmereinrichtung. Das herzliche Team, das immer ein Lachen und kleine Witze für die Spender bereithält, hat direkt dafür gesorgt, dass ich mich rundum wohlgefühlt habe.

Direkt in der Innenstadt, in der Nähe vom Hauptgebäude und über ‘nem Burgerladen. Gibt es eine bessere Lage?

Nett, oder? Ich hab mich gleich willkommen gefühlt!

Die ersten Schritte
Beim ersten Termin ist noch nicht viel passiert. Es ging erst mal darum, dass mit mir alles in Ordnung ist und ob ich für die Spende geeignet bin. Zunächst durfte ich mir ein kurzes Informationsvideo zur Plasmaspende ansehen. Danach gab es ein relativ kurzes Formular mit Informationen, die du für deine Gesundheit und Sicherheit wissen musst. Das war dann auch schon alles an Papierkram! Durch moderne Technik läuft alles Weitere ohne Papier ab – also wirklich alles. So ist zum Beispiel die Identifikation durch eine Kombi aus Chipkarte und Handvenescan möglich. Anschließend ging es dann zum Venentest, bei dem geschaut wurde, welcher Arm für die Spende geeignet ist. In meinem Fall sind es beide, bei manchen geht es nur an einem. Danach geht es wieder zurück zur Rezeption und in eine Spenderkabine.

Die Spenderkabinen sind direkt bei der Rezeption.

Hier habe ich meinen Spenderausweis bekommen. Das Fotomachen war übrigens ein wenig … gewöhnungsbedürftig. Mit einer Webcam direkt vor der Nase kann ja nur das lustigste Foto aller Zeiten rauskommen. An einem kleinen Tablet wurden weitere Angaben zur Person, gesundheitlichen Vergangenheit, Medikamenteneinnahme, etc. abgefragt und anschließend noch Temperatur, Blutdruck und Hämoglobinwert gemessen – gleichzeitig! Letzteres übrigens super modern ohne den typischen Piks in den Finger, sondern mit einem kleinen Gerät am Daumen.

Eignung für die Plasmaspende
Generell ist man geeignet sobald man 18 und bei bester Gesundheit ist. Hattest du in den letzten sechs Monaten Operationen oder hast dir Piercings/ Tattoos stechen lassen? Dann wird das mit dem Spenden erst mal nichts. Und auch wenn du gestern eine legendäre Kellernacht hattest, jetzt aber pleite bist, kannst du deine Finanzen nicht eben mal durch eine Spende aufstocken. Alkohol im Blut ist logischerweise nicht gut und den Kater solltest du lieber vollständig auskurieren. Natürlich gibt es noch andere detailliertere Eignungsabfragen. Mach‘ dir also am besten schon vorher ein paar Gedanken über deine gesundheitliche Vergangenheit.

Untersuchung
Nachdem alle Angaben gemacht wurden, ging es zur Zentrumsärztin. Dort wurde alles nochmal durchgesprochen, Hinweise für die Spende gegeben und eine kurze Untersuchung durchgeführt. Meine Fragen wurden mir hier – aber auch generell – gerne und ausführlich beantwortet. Als finaler Schritt erfolgt die Blutabnahme. Irgendwie muss ja auch getestet werden, ob dein Blut alles hat, was es braucht. Bedeutet für dich: Du bekommst regelmäßig einen Gesundheitscheck und einmal im Jahr ein kleines Blutbild – kostenlos!

Wieder raus aus dem Arztzimmer, habe ich gleich einen neuen Termin für die nächste Woche vereinbart. Ich hab es vor Ort gemacht, geht aber auch per Mail und Telefon oder über die Website. Ist das Seminar ausgefallen und du weißt nicht was du bis zu Beginn der nächsten Vorlesung machen sollst? Manchmal bekommst du auch spontan einen Termin, einfach durchrufen und nachfragen.

Termine Nr. 2: Die Spende

Vorlauf
Vor der Spende gab es nochmal ein bisschen zu tun. Anmeldung per Chipkarte, der Gang auf die Waage und eine weitere Sitzung in der Spenderkabine mit Blutdruck-, Temperatur- und Hämoglobinmessung und dem Ausfüllen des Fragebogens auf dem Tablet. Währenddessen konnte ich übrigens an einem Gewinnspiel für VIP-Karten der Rostock Seawolves teilnehmen! Solche Gewinnspiele und Bonusaktionen gibt es regelmäßig.

Gewinnspiele und Aktionen gibt es immer wieder mal. Hoffentlich klappt’s! 😉

Danach ging es noch einmal zur Ärztin, um letzte Fragen auf beiden Seiten zu klären. Ganz, ganz wichtig ist es, vorher ausreichend gegessen und viel getrunken zu haben. Sonst kann es zu unangenehmen Kreislaufproblemen kommen!

Endlich – die Spende
Alles nur halb so schlimm – wirklich! Der Spendesaal ist freundlich gestaltet ist, aber die Maschinen mit ihren Schläuchen fand ich trotzdem gruselig. Der Vorgang wurde mir aber ausführlich erklärt, sodass die Nervosität ein wenig verflogen ist. Falsch machen kann man eigentlich nichts. Der Einstich ist nur ein kleiner Piks (hingucken kann ich trotzdem nicht) und dann geht’s auch schon los. Ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde konnte ich mich dann selbst beschäftigen. Um die Zeit gut zu nutzen, könnte man beispielsweise Bücher oder Aufzeichnungen für die Uni mitnehmen. Ich war allerdings eher von der Maschine fasziniert und ein wenig verstört von der Tatsache, dass ich mein Blut einfach so selbstverständlich fließen sehen konnte.

Raum freundlich, Liege gemütlich. Die Maschinen sind trotzdem unheimlich.

Der Abschluss
Nach der ersten Spende ist es wichtig, sich eine halbe Stunde im Wartebereich aufzuhalten. Eine kleine Schwächung ist normal, schließlich wurde innerhalb kurzer Zeit eine Menge Flüssigkeit entnommen. Die Reaktionen der einzelnen Spender sollen in dieser Zeit beobachtet und größere Kreislaufprobleme verhindert werden. Ein guter Zeitpunkt zum Essen und vor allem Trinken. Dafür steht ein Automat mit kostenfreien Getränken und Suppen zur Verfügung. Wenn nach der halben Stunde alles gut ist, wird noch einmal der Blutdruck gemessen. In meinem Fall war der Puls ein wenig erhöht, eigentlich ungewöhnlich für die bekannte Rostocker Gelassenheit, woraufhin die Ärztin mich noch einmal nach meinem Wohlbefinden gefragt hat. War aber alles soweit in Ordnung.

Ein Dankeschön
Das Spenden hat natürlich auch seinen Sinn. Das Plasma wird für die Herstellung von teils lebensnotwendigen Medikamenten benötigt! Mit jeder Spende wird Menschen geholfen. Bis zu 60x im Jahr kannst du mit deiner Spende dazu beitragen. Als Dankeschön für diesen Dienst gibt es jedes Mal 20€. Nach meiner Spende habe ich sogar noch ein kleines Rubbellos erhalten – leider eine Niete. Wenn du dann auch noch Freunde anwirbst, bekommt JEDER noch mal 25€ – du nach der ersten Spende deines Freundes, dein Freund nach seiner eigenen fünften Spende.

Warum solltest du beim Plasma Service Rostock spenden? Hier noch mal die Zusammenfassung:
– freundliches Zentrum in direkter Uninähe
– modern und (fast) papierlos
– dauert nur ca. eine Stunde (nach der ersten Spende)
– regelmäßiger Gesundheitscheck inklusive
– freies WLAN gegen die Langeweile (oder Angst)
– Gewinnspiele & Bonusaktionen
– freien Getränken und Suppen
– 20€  für jede Spende
– weitere 25€ für JEDEN, wenn du Freunde anwirbst
Und vor allem: Du trägst zur Herstellung von lebenswichtigen Medikamenten bei!

Mein Fazit:
Trotz meiner anfänglichen Ängste und Unsicherheiten, bin ich nun hellauf begeistert. Ich empfehle jedem, der etwas Gutes tun möchte, Plasma zu spenden! Es ist einfach eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und gerade für Studenten gibt es einige tolle Vorteile und Anreize.

Neugierig geworden? Dann mach gleich einen Termin: Plasma Service Rostock
Gleich noch mehr Gutes mit eurem Blut tun? Dann schaut auch unbedingt hier vorbei!

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