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liegen am Strand

Lernen am Strand? Lasst es sein. Das funktioniert nicht.

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Viele haben die Idee, direkt am Strand für Prüfungen zu lernen oder für Hausarbeiten zu lesen. Klingt logisch, wenn man schon am Meer wohnt. Diese Option ist ein Luxus, um den uns viele andere Studenten Deutschlands beneiden. Wir müssen es öffentlich ja nicht zugeben aber unter uns gesagt, ihr müsst doch gestehen, dass das ziemlicher Humbug ist und ihr am Strand noch unproduktiver seid, als es ohnehin schon der Fall ist, denn…

…es gibt immer was zu gucken und zu hören.

Wenn einem irgendwo die Ablenkung ins Gesicht springt, dann am Strand, wo alles spannender ist, als unser Uni-Hefter oder irgendeine wissenschaftliche Lektüre. Sei es die Touristenfamilie, die sich ohrenbetäubend-sächselnd streitet, die Fähre, die gerade einläuft, die skurrilen Optiken von Menschen, das dröhnende Speedboot, das Volleyballspiel, die knackigen Mädels und Jungs oder die grauenvolle Musik vom Handtuch nebenan.

Fähre Warnemünde

…immer wieder stöhnt das Meer: „Ich will dich!“

Natürlich will es mich. Ich bin ja auch heiß wie Frittenfett – wenn auch nur von der Temperatur her. Und während die Ostsee erotisch-kurvige Wellen vor sich herschiebt und sanft im seichten Gewässer brandet, rinnt mir eine Schweißperle die Schläfe hinab. Uuh ja, ich will dich auch, du geiles Stück Meer. Mit dem Jauchzen eines Kindes laufe ich ins Wasser und vergesse bei all dem Badespaß (selbstverständlich) meine Pflichten. Und anschließend tropfe ich die Seiten meines Hefters voll, die Tinte verschmiert und die Aufzeichnungen sind hin.

badespaß

…überall ist Sand.

Die nasse Haut zieht den Sand förmlich an. Er ist überall, auch an den Händen und dadurch auch bald zwischen deinen Aufzeichnungen und den Seiten der Bücher. Es ist nicht zu verhindern. Von den Haarspitzen tropfend und vom Sand paniert, beugst du dich über deinen Hefter, der durch deinen Strandtag extrem gelitten hat und mittlerweile völlig verunstaltet ist.

Buch Strand

…der Wind nervt.

Eine stetig leichte bis starke Brise gehört zu Rostock wie das „Amen“ in der Kirche. Am Strand blättert der Wind allerdings die Seiten durcheinander und verteilt lose Zettel im schlimmsten Fall in ganz Warnemünde. Da du versuchst, hektisch deine Aufzeichnungen beisammenzuhalten, greifst du rabiat nach ihnen, bevor sie davonfliegen und knüllst dadurch das Papier oder verpasst den Seiten Eselsohren. Brauch man das zum Lernen? Nein.

…es kommt vor, dass du deinen Platz vor Möwen und Pick-Up Artists verteidigen musst.

Ein paar Snacks als Nervennahrung müssen bei all dieser intellektuellen schweren Kost schon sein. Das wissen auch die Möwen, die dich langsam aber sicher einkesseln, um an deine Leckereien zu kommen. Für Pick-Up Artists – vornehmlich männlicher Natur – bist eher du selbst der Snack. Das sind irgendwelche Möchtegerns, die sich an die Seite einer jungen Dame setzen und fremdbeschämend-peinlich versuchen, sie „aufzureißen“, um dann schweigend einfach sitzen zu bleiben, wenn die Situation schon längst aussichtslos ist – was noch peinlicher ist. Wenn du nur damit beschäftigt bist, deinen Platz zu verteidigen, wann willst du dann noch was für die Uni machen?

Die Quintessenz

Hier war lediglich der Wunsch der Vater des Gedanken. Lasst das mit dem Lernen am Strand. Das funktioniert nicht und ist unproduktiv. Der Strand ist kein Arbeitsplatz. Also arbeitet besser fleißig zu Hause oder in der Bibliothek und richtet euch euren Tag lieber so ein, dass ihr den Strand so nutzen könnt, wie es sein soll – nämlich zum relaxen.

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