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Seifenblasenmanifest, Montagsbalkon und Co.: Selfmade is best made.

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Vor ein paar Tagen fand mal wieder das „Seifenblasenmanifest“ statt und es ist kein Zufall, dass diese Veranstaltung eine der bestbesuchten Partys in Rostock ist. Der Schlüssel liegt in der Liebe zum Detail, den die Gäste zu schätzen wissen. Das Team dahinter zaubert regelmäßig ein Paradies für feiernde Studenten. Im Vorfeld wird gebastelt, getüftelt und sich kreativ entfaltet, sodass am Ende ein zuckersüßes, riesiges Bonbon der verspielten Feierkultur entsteht. Die Organisation übernehmen Studenten, keine Event-Profis oder dergleichen. Junge, unverbrauchte Leute, die einfach Bock haben, etwas auf die Beine zu stellen.

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FOTO: Seifenblasenmanifest auf Instagram (von Alexander Kriwitzki)

Das Rezept ist eine Mixtur aus der Begeisterung, seinen Mitmenschen eine möglichst schöne Zeit bieten zu wollen und dem Drang, eigene Kreativität auszuleben. Oftmals ist es doch gerade der Spaß an der Entwicklung schöner Dinge, das kreative Austoben, was den Reiz ausmacht. Eher noch als das Endprodukt an sich. Sich einfach in eine Welt der Ideen zu vertiefen, sich darin gehen und etwas wachsen zu lassen, das im Moment seines Höhepunktes in einem Feuerwerk aufgeht – die Peripetie sozusagen – ist etwas wundervoll Befriedigendes. Doch das erregende Moment, das ganze Vorbereiten, die ansteigende Spannung und die Vorfreude, ehe es am Höhepunkt zur Realisierung kommt, macht den eigentlichen Zauber aus. Dieser positive Stress, der uns manchmal auch dazu bringt, das Vorhaben  zu hinterfragen, aber doch zur Erkenntnis führt, dass es ebenjener selbstschöpfende Zauber ist, der uns eigentlich antreibt.

 

 

 

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Gönnt Euch Montagsbalkon: https://www.youtube.com/watch?v=h1kSJu7ckd8

Es geht jedoch auch kleiner aber nicht weniger grandios – wenn auch auf eine andere Art und Weise. Zu nennen wäre an dieser Stelle der „Montagsbalkon“, der in der Vergangenheit immer wieder für große Ansammlungen sorgte. Ein ganz einfaches Konzept: Eine Wohnung, ein Balkon (oder mehrere gleichzeitig) als Bühne und ein kultureller Beitrag, der sich den Menschen präsentiert und sie bestenfalls begeistert. Rostock trifft sich ganz ungezwungen und ohne Eintritt vor einem Haus, trinkt etwas, schenkt den kleinen und großen Künstlern sein Auge und Ohr und fertig ist ein wunderschöner Abend. Einer simplen Idee folgt ein großer Effekt. So einfach kann es sein.

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Zwar eine größere Veranstaltung, aber trotzdem „selfmade“.

Es gäbe noch eine Vielzahl solcher Beispiele. Da wäre das KTV-Dinner (diesen Samstag), der Welt-Brettspiele-Tag (StudentsStudents berichtete bereits HIER), verschiedene Veranstaltungen des Circus Fantasia, der Kreativmarkt Ponyhof, verschiedene Aktionen der fleißigen Studierenden beim JAZ, oder viele kleine Open Airs und Festivals in MV – beispielsweise das 3000°. Es möge uns keiner böse sein, der hier nicht Erwähnung gefunden hat, denn all ihr kreativen Köpfe seid gemeint, die uneigennützig wundervolles auf die Beine stellen, die den Mut haben, ihre Ideen umzusetzen. Es ist auch so vieles ohne Unsummen von Geld möglich, ohne sich in ein finanzielles Risiko zu stürzen. Kleine Träume können zu großen Momenten werden. Darum nehmt euch ein Herz, seid mutig, vertraut auf eure Ideen und setzt sie um – und sei es das Organisieren eines Straßengrillfestes in eurer Hood. Tut es für euch und für uns. Aus eigener Kraft auf die Beine gestellte Events sind die besten ihrer Zunft – viel persönlicher, mit viel mehr Herzblut und das merkt man.

Jetzt ist die perfekte Zeit dafür. Der Sommer naht.

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