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Waghalsiges Experiment: Nüchtern zum Dobidöner

Viele meiner Freunde haben behauptet, er würde nicht schmecken, doch ich wollte es selbst herausfinden. Als fleißiger Partygänger bin ich schon oft beim Dobidöner gelandet, vermutlich sogar häufiger als bei jedem anderen Dönerimbiss der Stadt. Einziger Haken: Ich war dabei noch nie im vollen Besitz meiner Sinne. Jedes Mal, wenn ich nach dem Feiern bei Best Kebap (hättet ihr gewusst, dass der Laden so heißt?) angehalten habe, plagte mich am nächsten Morgen leichte Übelkeit. Nun gut, es besteht die Möglichkeit, dass daran auch das letzte Bier schuld gewesen sein könnte. Aus diesem Grund habe ich den Selbstversuch gewagt und wollte herausfinden, was der Dobidöner mit meinem Magen wirklich anstellt.

Der Testlauf im Best Kebap

„Einen Döner bitte, komplett.“, sage ich und überlege erst danach, ob das wirklich eine gute Wahl war. Zu spät stelle ich fest, dass man von der inneren Ladentheke gar nicht sehen kann, welche Zutaten der Imbiss überhaupt anbietet und ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht so richtig daran erinnern, was sonst auf dem Döner drauf war.

Ich nehme mein Essen von dem freundlichen Verkäufer entgegen und beäuge misstrauisch die Gabel, die mir dazu gereicht wird. Einen Döner mit Besteck essen? Das scheint so ein Rostocker Ding zu sein. Da wo ich herkomme, würde einem dafür das Portemonnaie geklaut, das Auto zerkratzt und das Visum verbrannt werden. Aber lassen wir das.

Ich presse die Brothälften zusammen und beginne langsam zu verstehen, warum mir eine Gabel gereicht wurde. Der Döner ist voller als Klaas Heufer-Umlauf auf der Weinmesse. Die Quantität stimmt also, doch wie sieht es mit der Qualität aus?

Das Brot ist knusprig und der Salat war bestimmt mal knackig, bevor er in einem Meer aus Sauce verschwunden ist. Dafür, dass eine Kombi aus Knoblauch-, Kräuter- und scharfer Sauce (und Zwiebeln) normalerweise alles beinhalten müsste, was den Atem für 3 Tage zum Gott unter den Pestiziden macht, ist das Essen etwas nüchtern. Dem Zahnarzt gefällt das. Und wie schmeckt das Fleisch? Abgesehen davon, dass man bei einem Döner ja eh nie so ganz herausschmeckt, was da eigentlich drin ist, gar nicht mal so schlecht.

Alles in allem kann ich nun also reinen Gewissens sagen: Ich habe schon bessere Döner gegessen, aber auch schon viele schlechtere. Selbst jetzt noch, einen Tag nach dem waghalsigen Versuch, hält mein Magen stand.

Weitere Dönerläden in Rostock

Wenn ich nun schon einmal von Döner spreche, dann möchte ich das auch noch ein wenig vertiefen, denn habe ich erstmal angefangen, an Essen zu denken, fällt es mir schwer, wieder damit aufzuhören.

Die Ostsee-Zeitung hat dieses Jahr eine Umfrage durchgeführt, welcher Dönerladen der beste in MV ist. Für Rostock hat Best Kebap alias Dobidöner gewonnen. Auf Rang zwei und drei fanden sich der Stern Grill und Diyar Bistro wieder. Alle drei Genannten befinden sich in der KTV, neben ihnen gibt es noch fünf weitere in diesem Stadtteil.

Auch in den restlichen Teilen Rostocks sind Dönerimbisse keine Seltenheit, allein nahe der S-Bahn-Haltestelle Lütten Klein gibt es fünf verschiedene. Der neueste Laden der Stadt hat in der Breiten Straße eröffnet. Wie der Döner dort wohl nach einem Abend im Keller schmeckt?

Falls ihr Lust habt, dass wir weiter solch waghalsige Experimente durchführen und als Himmelfahrtskommando für euch in die Bresche springen, dann sagt uns gern Bescheid! Als Idee käme mir da zum Beispiel in den Sinn, ein warmes Rostocker Pils zu trinken und die Folgen zu beobachten, aber das ist dann wohl wirklich echt grenzwertig.

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