Bierchen, Wurst und Heimatgefühl:
eine Liebeserklärung an die Haedgehalbinsel

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Was wäre Rostock nur ohne seine bezaubernde, schnuckelige Haedgehalbinsel, die jeden von uns stets mütterlich empfängt und beherbergt? Das wäre wie Warnemünde ohne Möwen, wie der Keller ohne Happy Hour oder wie die KTV ohne Hundekacke. Ich glaube, wir alle kennen dieses Gefühl, dieses kleine hüpfende Herz, wenn in der WhatsApp-Gruppe die Nachricht aufploppt: „Hey, 19 Uhr grillen auf der Haedge?“ Kinder, wir sollten es in vollen Zügen genießen, solange wir können!

Die Haedgehalbinsel gehört wahrlich zu den schönsten Orten Rostocks. Warum? Ob Prüfungsstress, Liebeskummer oder einfach die starke Sehnsucht nach Geselligkeit – nach einem Bierchen und dem Beinebaumeln an der Hafenkante ist die Welt meistens wieder in Ordnung. Auch kann man behaupten, dass die Halbinsel ein guter Anwärter für das Herzstück Rostocks sei – zumindest im Sommer. Denn hier tobt das Leben der Rostocker, sobald die Sonne rauskommt. Und für uns hart arbeitenden Studenten ist ein Besuch auf der Haedge nach einem anstrengendem Unitag viel mehr Erholung als ein Urlaub auf Hawaii.

Nej, wat ist dat schön!
Foto: oz_rostock auf Instagram

Viel mehr als nur Bier

Wir Rostocker können uns glücklich schätzen, so ein tolles Fleckchen mitten in der City zu besitzen, an dem wir nicht nur grillen und chillen, sondern uns auch eine gehörige Portion Action abholen können. Wir können nur mutmaßen, wie viele Runden Flunkyball oder Kubb auf der Haedge schon gezockt wurden, wie viele Longboards dort bereits über den Asphalt rollten und wie oft sich Leute schon beim Windskaten ausprobiert – oder auf die Nase gepackt – haben. Ganz zu schweigen von den vielen Würstchen und Kaltgetränken, die im Sommer dort verdrückt werden. Ein Besuch auf der Haedge ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Man fühlt sich einfach wohl dort, ist nie alleine und kann herrlich die Seele baumeln lassen. Ein Ort des Wilkommenseins also – und ja, damit sind auch die Tuner mit ihren möchtegern Pimp My Ride-Autos gemeint.

Keep Rollin‘!
Foto: na_di_ne_r auf Instagram

Sundowner-Sessions at its best

Mit den für die Haedge so typischen blauen Kränen und Schiffen an der Waterkant vermittelt sie uns nicht nur ein ungeheuer sympathisches und maritimes Flair – auch der Fakt, dass man bei schönem Wetter eine 1000%ige Chance auf einen perfekten Sonnenuntergang hat, macht die Haedge wortwörtlich zu einer kleinen paradiesischen Sonneninsel. Denn der meist kugelrunde rote Feuerball versinkt direkt vor der Halbinsel im Hafenbecken und beschert den Grillern, Kubbern und Chillern einen romantischen Ausblick. Hach, wie herrlich kitschig. Apropos: Mit Sicherheit sind eine große Vielzahl an Rostocker Liebesbeziehungen auf der Haedge entstanden, denn mal ehrlich, gibt es einen besseren Platz für ein erstes Date?

Ramontik pur!
Foto: andreas.kroeppelien auf Instagram

Grillt, solange ihr könnt!

Bei dem Gedanken an diese schöne Halbinsel und die unzähligen Abende, die wir dort verbracht haben oder in Zukunft noch werden, schwingt immer ein bisschen Melancholie mit. Natürlich wollen wir keine unnötigen Gerüchte verbreiten, aber möglicherweise sind die Tage der Haedehalbinsel – so wunderschön, wie sie jetzt ist – gezählt. Schon lange ist vom Oberbürgermeister und dem Land geplant, den Stadthafen auszubauen und für Touristen attraktiver zu gestalten. Anfang des Jahres ging die Meldung um, dass dort in ein paar Jahren ein Super-Museum entstehen wird und für uns grillenden und Flunkyball-spielenden Studenten dann womöglich kein Platz mehr ist. Vielleicht.

So schnell lassen wir uns nicht vertreiben!
Foto: __Frauke auf Instagram

Aber wir wollen nicht in Trübsal versinken, sondern noch mindestens 583x aus voller Herzenslust die Haedge beleben und in Grillschwaden hüllen. Und sollte doch irgendwann mal das Paradies einem Touristenmagneten weichen müssen, dann machen wir einfach einen Grillstreik, bis die letzte Wurst verbraten ist. Doch auch bis dahin sollten wir dieses für uns so heilige Fleckchen Erde mit genügend Rücksicht genießen, keinen Müll liegen lassen und die Grillkohle nicht im Hafenbecken versenken. Nur so haben wir eine Chance darauf, auch weiterhin wundervolle Abende auf der Sonneninsel erleben zu dürfen.

Liebe an die Haedge!
Foto: rostockstagram auf Instagram

Also packt eure Rucksäcke bis oben hin voll mit Berner-Würstchen, Bier und Kuscheldecken, schnappt eure Bullis, Drahtesel und die besten Freunde und fahrt verdammt noch mal auf die Haedge, um eure Nasen dem Sonnenuntergang entgegenzustrecken, solange dies dort noch möglich ist. Ihr seht uns dann dort!

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