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Die 10 Gebote des Rostocker Stadthafens

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1. Du sollst friedvoll sein.
Du sollst deinen Nächsten lieben und respektieren. Jene, die Wut und Missgunst in sich tragen, trüben die Stimmung und das gesellige Miteinander. Stoße niemanden in das Wasser, noch fange Ärger an. Der Stadthafen ist ein Ort des friedlichen Beisammenseins. Also frohlocket und jauchzet.

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2. Du sollst als Jogger kein schlechtes Gewissen heraufbeschwören.
Der Jogger ist ein ansehnlicher Mensch. Das erarbeitete Antlitz eines Adonis sei ihm gegönnt. Doch, siehe, es ist verboten, an einer Gruppe Grillern vorbeizulaufen und mit selbstliebendem Lächeln vorwurfsvoll Richtung Bratwurst und dem in Mayo schwimmenden Berg Kartoffelsalat zu nicken, während andere gerade im Begriff sind, all dies zu vertilgen.

jogger

3. Du sollst am Hafen Kubb spielen.
Der Ruf des Kubb spielenden Studenten eilt ihm weit voraus und ist, ohne das er es weiß, fester Bestandteil des Insider-Repertoires diverser Reiseanbieter. Am Hafen flanierende Kaffeefahrt-Touristen bleiben nur allzu gern fröhlich wundernd stehen. Sie erfreuen sich des exotischen Spiels, bei dem Holz auf Holz geworfen wird. Welch famose Beschäftigung.

4. Du sollst keine Gegenstände auf den König schmeißen.
Der König des Kubb-Spiels ist gemeint. Wenn er fällt, ist das Spiel vorbei. Spitzbuben, die nach Aufmerksamkeit gieren, versuchen manch Partie zu stören. Darum höret: Es ist verboten, Kieselsteine, Dosen oder andere Gegenstände auf das Spielfeld zu werfen. Andernfalls erzeugt dies Zorn und verstößt somit gegen das erste Gebot.

5. Du sollst winken, wenn Boote in deinem Blickfeld sind.
Häufig wird auf den heiligen Wässern der Warnow gesegelt. Seit Anbeginn der Tage winken Reisende – als Zeichen ihrer Freundschaft – dem Ufervolk Rostocks zu, welche diesen Gruß zu erwidern haben und somit das Wohlwollen bestätigen.

Boot Rostock

 

 

 

 

6. Du sollst den Mülleimern Opfer bringen.
Der Stadthafen ist gesäumt von Opferaltären, genannt „Mülleimer“. Sie fordern ihren Tribut. So bringet Gaben in Form von Abfällen jeder Art. Ob Plastik, Speisereste, Pappe oder Papier – all dies gehört nicht der Natur, sondern ebenjenen Mülleimern. Bei ausbleibenden Opfergaben wird eine Ungezieferplage biblischen Ausmaßes ausbrechen. Wespen, Möwen, Ameisen und gar Ratten werden über Euch kommen.

7. Du sollst nicht dem Feuerteufel frönen.
Jene, die Götzendienst betreiben und Anhänger des Feuerteufels sind, gilt es zu vertreiben. Siehe, es steht geschrieben: Der Feuerteufel wird kommen, zu opfern die glühenden Kohlen des Grills. Feuer werden ausbrechen, dichter Rauch verdunkelt die Sonne und verpestet die Luft. Darum seid wachsam, dass stets die richtigen Gaben den Mülleimer erreichen.

Grillkohle

8. Du sollst darauf achten, dass die Pfandflasche zur Rechten des Mülleimers sitzt.
Sind die Flaschen geleert, so schmeißt sie weder ins Wasser, noch verwendet sie als Opfer. Tragt sie zur Rechten des Mülleimers. Dort können sie von den Pfandengeln empfangen werden, wenn jene Euch nicht bereits erschienen sind.

9. Du sollst das Hafenbecken ehren.
Dem heiligen Wasser der Warnow gebührt Ehre und Lobpreis. Darum haltet es rein und unberührt. Lasset das Wasser weder zu Wein, noch zu Bier oder Urin werden. Noch verwechselt es mit den Opferaltären. Andernfalls würde sich das Wasser zu einer zähflüssigen und übel riechenden Substanz wandeln.

Rostock Hafen

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Grillwurst.
Wer sich in grillender Gesellschaft aufhält, der sollte dementsprechend präpariert sein. Siehe, es steht geschrieben: Mein Fleisch soll dein Fleisch sein. Das Teilen der Speisen ist ein Ritual der Gemeinschaft. Doch so sollst du nicht nur nehmen, sondern auch geben. Darum fordere nicht ein, was dir nicht zusteht, wenn du selber nichts zum gemeinschaftlichen Mahl beiträgst.

Bratwurst

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