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Kostengünstig reisen? Geht denn das?

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„Natürlich würde ich gerne mehr reisen, aber das ist doch total teuer!“
Ja und nein. Wer mit Lufthansa fliegen will, nach Abu Dhabi, New York oder Hong Kong, um dort noch in einem vier Sterne Hotel zu leben, ja, für den ist Reisen während des Studiums wohl zu teuer. Aber wir sind Studenten verdammt noch mal. Wir leben von Toast und Wasser, beschreiben die Rückseiten von Thesenpapieren (hört auf die Dinger doppelseitig zu bedrucken, ihr gemeinen Leute!) und unsere Friseure sind nebenbei noch Investmentberater mit Abschluss an der Trump University. Wenn wir es nicht schaffen, billig zu reisen, wer dann?

Möglichkeit Nummer 1: Innerdeutsch reisen. Es muss nicht immer gleich die Welt sein. Deutschland bietet Natur, Kultur und Sport in den buntesten Farben und Formen. Warum nicht in den Harz zum Wandern? Oder an die Nordsee ins Watt? Und wer sich vorkommen will, wie in einem fremden Land, dem empfehlen wir Sachsen, Bayern und das Schwabenländle. Anders sprechen tun die allemal. Und mit Sparangeboten der Bahn und dem Fernbus kostet das Ganze kaum etwas. Wer sich dann noch außerhalb der Saison auf den Weg macht, der kann sich einen solchen Trip schon mit zwei Mal Blutspenden finanzieren.

Möglichkeit Nummer 2: Billigflieger. Easyjet, Ryanair und Co. bringen euch in viele europäische Städte ohne euch dabei die Wurst von der Stulle zu nehmen. Dafür gibt es aber an Bord auch keine Stulle. Oder kostenloses Wasser. Oder Beinfreiheit. Auch kostet Aufgabegepäck meist mehr als der eigentliche Flug. Aber für ein langes Wochenende reicht doch Handgepäck völlig aus.

Möglichkeit Nummer 3: Couchsurfing. Im Internet bieten viele Menschen ihre Couch für ein paar Tage zum Warmliegen an. Was haben sie davon? Manchmal ein kostenloses Frühstück auf das ihr sie höflicherweise einladet und manchmal einfach nur Kontakte zu fremden Kulturen, ohne überhaupt die eigene Wohnung verlassen zu müssen. Dasselbe gilt für euch: Aus einem Hotel heraus kann man die Kultur eines Landes schnell aus den Augen verlieren, im Wohnzimmer eines Fremden wird das schon schwieriger.

Hinweis: Flexibilität ist alles. Wer sparen will, muss sich auf extrem frühe oder späte Flüge einstellen, auch mal in einem überfüllten Hostel oder auf einer durchgelegenen Couch schlafen und sich beim Essen an den meisten Abenden auf Supermarktfutter verlassen. Dafür seht ihr mehr von der Welt und gewinnt Eindrücke, die ihr ein Leben lang bei euch behaltet.

Möglichkeit Nummer 4: Zusammen ist man weniger alleine. In Gruppen zu reisen ist fast immer billiger. Man spart beim Essen, man kann sich ein Hotelzimmer teilen oder das Benzingeld. Außerdem ist man im Notfall nicht alleine und teilt besondere Erlebnisse mit besonderen Menschen. Ultragenialer Vorteil: Man kann Nicht-Selfies machen. Was das sein soll? Der alte Brauch des „Fotos“ verlangt eine außenstehende Person, die aus größerer Entfernung ein Foto von einer Person oder einer Gruppe macht. Dabei entsteht das sogenannte Foto, bei dem mehr zu sehen ist als Duckfaces und ein Stückchen Betonboden. Besonders talentierte „Fotografen“ (vergleichbar mit dem Menschen, der den Selfiearm hat) schaffen es sogar noch Landschaften oder Denkmäler auf das Bild zu bekommen. Der besondere Kick kommt von der mangelnden Filterfunktion, wodurch die fotografierten Menschen auch einfach mal so dumm aussehen, wie sie in dem Moment des Auslösens nun mal ausgesehen haben.

Möglichkeit Nummer 5: Selbst ist der Student. Wer ins Reisebüro geht, bekommt für viel Geld viel geboten. Doch wer die Muße hat, sich eine Weile an den PC zu hängen (das sollte die fleißigen Hausarbeitenschreiber vor nicht allzu große Herausforderungen stellen), der bastelt sich aus Flug, Hotel und Touri-Programmen ein individuelles Paket zu einem niedrigen Preis.

Hinweis: Redet mit euren Freunden über eure Pläne. Oft haben sie die besten Tipps. Wochenende in London? Bloß nicht in dieses Hotel! Eine Woche in Rom? Auf jeden Fall diesen Bus nehmen! Kurztrip nach Barcelona? Hey, ich kenne da jemanden, bei dem du gratis pennen kannst!
Und wer weiß, vielleicht begleiten sie euch dann und es wird alles noch viel spaßiger (und billiger) als erwartet.

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Jetzt wollen wir wissen, welche Tipps Ihr habt. Wohin reist Ihr? Wie kommt Ihr dahin? Und was kostet Euch diese Freiheit?

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