StudentsStudents Rostock

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Warum unabhängige Online Magazine und Blogs so wichtig sind

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StudentsStudents ist einzigartig. Ein uni-externes Online Magazin, das von Studierenden für Studierende gestaltet wird. Dann auch noch spezifisch für Rostock. Nicht gerade ein Luxus, den alle Universitätsstädte haben.

Doch hin und wieder fragt man sich schon, wie die Rolle von StudentsStudents in der Rostocker Medienlandschaft eigentlich zu verstehen ist. Da ist der Weg zu der Frage nach dem grundsätzlichen Sinn und Unsinn von Blogs und Online Magazinen nicht weit.

Was leisten Magazine und Blogs

Große Zeitungen und Zeitschriften, auch TV- und Radiosender, unterliegen meist Auflagen. Es gibt Ressortbeauftragte, Chefredakteure und Vorstände. Von Unabhängigkeit kann da leider kaum die Rede sein. Selbst wenn es in einigen Redaktionen noch kreative Freiheit gibt, es ist schwer, gegen die Autoindustrie zu wettern, wenn der größte Anzeigenkäufer ein Autounternehmen ist.

blogger sind frei

Themenfreiheit ist somit eines der Top-Argumente für Magazine und Blogs. Es gibt selten Ideen, die grundsätzlich abgelehnt werden, und die gestalterische Freiheit ist hoch, selbst wenn es um heikle Themen geht.

Das ermöglicht es auch, Nischenthemen zu bedienen. So kann StudentsStudents Beiträge zu Memes oder zur Weihnachtsmann-Lüge schreiben und diese haben denselben Wert, wie ein Beitrag über das Studierendenwerk Rostock-Wismar.

Persönlichkeit bleibt erhalten, wenn niemand mit erhobenem Finger von oben auf alles herabschaut. Auch der ein oder andere Fehler oder eine schiefe Formulierung gehören dazu. Für den Leser bedeutet das mehr Nähe, weniger Feinschliff.

Diese Nähe ist eines der höchsten Güter, die Magazine und Blogs haben. Wer bei StudentsStudents eine Themenidee einreicht, der bekommt garantiert eine Antwort. Und wenn es sich um ein interessantes Projekt oder eine tolle Geschichte handelt, dann wird sie auch umgesetzt. Dafür muss man keinen Weltrekord aufstellen oder teure Anzeigen schalten – man muss nur einen Bezug zu Rostock und etwas zu erzählen haben.

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Was leisten Online Medien nicht?

Natürlich kommt man mit Unabhängigkeit und Persönlichkeit nicht um Fehler herum. Rechtschreibung und Grammatik werden zwar geprüft, aber nicht doppelt oder von einem professionellen Lektor.

Auch die Frage nach Standards und Presserecht muss gestellt werden. Welchen Ansprüche Texter und Redaktionen an sich selbst stellen, ist sehr verschieden. Es gibt höchst persönliche Texte, die von ihren Autoren nur als Ausdruck von Gedanken gesehen werden – ganz ohne Richtigkeits- oder Qualitätsanspruch. Leider gibt es auch diejenigen, die alle Ansprüche aus dem Fenster werfen und ihre Meinung für Fakten halten. Das Internet macht es möglich, fördern sollte man es nicht.

Jedes Medium sollte sich daher bewusst sein, was es ist und was es leisten möchte. Für StudentsStudents bedeutet das beispielsweise Folgendes: Jeder Schreiber soll sich verbessern können. Dafür werden Texte immer Korrektur gelesen und mit Hinweisen zur Verbesserung versehen.

Auch Inhalte werden vorher gemeinsam besprochen und bei politischen oder gesellschaftlich höchst relevanten Themen wird genauer hingesehen. Alle Mitarbeiter wollen so gut arbeiten, wie es nur möglich ist. Mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen.

Tagelange oder wochenlange Recherchen sind nicht möglich. Auch Interviews zu führen, bleibt die Ausnahme. Stattdessen versucht man sich häufiger als Unterhalter. Ein gesunder Mix eben. Aber immer mit dem Hintergedanken, dass aus großer Macht auch große Verantwortung entwächst.


studentsstudents meme
Unterhaltung und Information können Hand in Hand gehen

Magazine und Blogs sollten ihre Ansprüche kennen und vermitteln, nur so machen sie klar, wo sie in der Medienlandschaft stehen. Vor dem Verbreiten von Falschinformationen und Lügen sollten alle zurückschrecken. Dafür muss man nicht Süddeutsche oder FAZ heißen – diesen Anspruch sollte selbst Tante Emmas Do-It-Yourself Nähblog haben.

Wie kann man das Lieblingsformat fördern?

Wenn ein Orkan wie Sabine über Deutschland hinwegfegt, dann sind alle großen Zeitungen dazu verpflichtet, darüber zu berichten. Magazine und Blogs müssen diese Aufgabe nicht mehr übernehmen. StudentsStudents kann sich auch zu Orkanzeiten auf die besten Tipps gegen Prokrastination konzentrieren.

Wer sich freut, auch von Themen zu hören, die sonst nicht die größte Beachtung finden, der sollte sein Lieblingsformat fördern – das muss nicht StudentsStudents sein. Gerne könnt ihr kommentieren oder verlinken, wenn ihr Beispiele für Blogs und Magazine habt, die eher klein, unabhängig oder spezifisch sind.

Unterstützung beginnt damit, regelmäßig Beiträge zu lesen. Klickzahlen sind für alle Online-Medien-Formate wichtig. Viel besser ist es jedoch, wenn man auch interagiert. Für viele kleine Blogs und Magazine kann es sich so anfühlen, als würden sie ständig Inhalte in die Welt werfen und dort würden sie verrotten. Das Internet macht es möglich.

Feedback ist in dieser Welt wertvoller als alles andere. Am liebsten natürlich positives Feedback – alle Texter haben Egos und dann wissen sie, dass die Inhalte wichtig sind und gelesen werden. Aber auch negative Rückmeldungen helfen bei der Bestimmung der eigenen Qualität und der zukünftigen Richtung.

feedback für online magazine

Es führt kein Weg an Interaktion vorbei, wenn ihr einen Blog oder ein Magazin unterstützen wollt. Denn in einen Text, den ihr in 10 Minuten lest, fließen viele Stunden Arbeit hinein. Selbst das Erstellen von Memes ist mit Zeit- und Hirnschmalzaufwand verbunden. Jeder möchte wissen und spüren, dass diese Arbeit nicht umsonst ist.

Also egal ob ihr StudentsStudents auch in Zukunft lesen wollt oder gerade an ein ganz anderes Magazin denkt (wir verstehen das, kein Problem, unsere Gefühle sind auch nicht verletzt oder so *schnief), freut euch, dass das Internet „neue“ Möglichkeiten für einzelne Texter, kleine Magazine und Nischenseiten bietet. Werft den Autoren ein paar Kommentare zu – wir fressen sie schneller, als Kröpi-Tauben Krümel picken können.

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