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Prüfungsphase: Über Prokrastination und wie du sie los wirst

Die Prüfungszeit befindet sich mittlerweile in der heißen Phase – Grund genug, sich dem Thema „Prokrastination“ zuzuwenden und nach möglichen Dingen zu forschen, die helfen könnten, sie zu besiegen. Dazu gehen wir den Entstehungsgründen der Aufschieberitis auf den Grund und haben eventuell den einen oder anderen goldenen Tipp für euch in petto, der euch weiterhelfen wird.

Grund 1: Unklarheit

Ein wesentlicher Faktor dafür, weshalb man Dinge gerne aufschiebt, ist die Tatsache, dass einem gar nicht richtig klar ist, wie man überhaupt an die Sache herangehen soll. Klingt banal – ist jedoch fatal. Wenn die Aufgabe unklar ist oder man gar keine Ahnung hat, welche Schritte man wann bestenfalls unternimmt, um erfolgreich und effizient ans Ziel zu gelangen, kann es schon schwer werden, mit einer Sache anzufangen. Je schwieriger die Organisation, desto leichter verfällt man dem „Komm-Ich-Heut-Nicht-Komm-Ich-Morgen-Wahn“.

Tipp: Irgendwo starten!

Startet einfach irgendwo, ganz egal, ob ihr damit anfangs produktiv seid oder nicht. Das hat zwei Effekte: Einerseits fangt ihr mit eurem Thema an und da euer Gehirn das Bedürfnis hat, Dinge abzuschließen, ist die Chance hoch, dass ihr dran bleibt. Andererseits gebt ihr euch direkt selbst Feedback und erlangt die Erkenntnis, auf welchem Stand ihr euch befindet oder was die nächstbesten Schritte sind, sodass das „Herumgerate“ zu Beginn ein jähes Ende findet.

Grund 2: Ablenkung

Oft führen vibrierende Smartphones, ertönende Nachrichten oder das Erscheinen der neuesten Netflix-Staffel dazu, dass ihr euch mit Unwesentlichem ablenkt. Social Media und Berieselungsserien á la Brooklyn 99 und Co. sind wahre Magneten für aufschiebungsanfällige Studis. Aber wem sagen wir das, immerhin lest ihr in diesem Moment diesen Beitrag, anstatt zu lernen. Zwinkersmiley.

Brooklyn 99 – Leider ein guter Grund, um sich abzulenken

Tipp: Abschotten!

Klingt blöd, ist aber am besten so. Um eure volle Konzentrationsfähigkeit gewährleisten zu können, bedarf es eines ruhigen Raumes und eines lautlosen Smartphones. Bestenfalls sind Seiten wie YouTube, Netflix und Amazon Prime für euch vorübergehend gesperrt. Radikal – aber effizient!

Grund 3: Ausreden

Der dritte Faktor betrifft euer Mindset. Sagt man sich auch nur ein einziges mal, dass man das Lernen lieber auf den nachfolgenden Tag verschiebt und dass es eine Ausnahme sei, fällt man just in dem Moment in eine Prokrastinations-Spirale, aus der man nicht mehr so leicht herauskommt. Das hängt schlichtweg mit eurem Gehirn zusammen, welches dies als akzeptables Verhaltensmuster abspeichert und die Information „Wenn ich mit dem Lernen beginnen möchte, verschiebe ich die Aktion ganz einfach um einen Tag“ für sich vermerkt. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel, jedoch ist es nicht gerade ungefährlich, mit dem Prokrastinieren anzufangen, wenn dies vorher noch nicht der Fall war.

Tipp: Hinterfragt, was die Prokrastination für euch bedeutet!

Macht euch klar, dass es (aufgrund der Tatsache, dass euer Hirn Verhaltensmuster aufweist) nur zwei Varianten gibt: Entweder ihr schiebt nie etwas auf, oder ihr tut es ständig. Dazwischen gibt es nichts! Punkt. Hat man diese Tatsache erst einmal verinnerlicht, kann man sich umso mehr begreiflich machen, dass man das Lernen oder die Aufgabe weder aufhebt, noch dass das Ergebnis besser wird, wenn man es immer länger nach hinten hinausschiebt. Stattdessen solltet ihr euer Gehirn darauf trainieren, eure festgesetzten Termine zum Lernen und Co. einzuhalten, sodass sich dahingehend ein positives Verhaltensmuster im Hirn festigt und euch das Anfangen wesentlich leichter fallen wird!

Grund 4: Mangel an Belohnung

Das Gehirn möchte für seinen Fleiß belohnt werden. Tritt dieser Fall nicht ein, verliert es den Reiz einer bestimmten Sache, wie beispielsweise dem Lernen, weiterhin mit demselben Enthusiasmus nachzugehen. Wenn man wochenlang für ein und dasselbe Thema lernt und erst Zeiten später die Prüfung dazu schreibt, wird das Gehirn logischerweise erst eine gefühlte Ewigkeit nach dem Lernen belohnt. Immerhin brauchen die Profs danach ebenso lang für die Kontrolle der Prüfungen (vielleicht sollten sie sich deshalb auch mal diesen Guide zu Gemüte führen, hehe). Wichtig ist jedoch, dass das Hirn immer wieder kurzfristig belohnt wird, um in einen Flow-Zustand zu geraten.

Tipp: Belohnung! Belohnung! Belohnung!

Teilt euch eure Lernphasen in kurze, wiederkehrende Abschnitte ein (beispielsweise eine Stunde pro Einheit). Dadurch seht ihr, was ihr rückblickend bis zur Pause geschafft habt und belohnt euch mit dieser gleichzeitig selbst. Indirekt verknüpft ihr dabei die Dinge, die ihr tun sollt mit denen, die ihr tun möchtet. Schließlich könnt ihr in eurer zehnminütigen Pause beispielsweise ein Youtube-Video schauen. Eine weitere Möglichkeit, sich zu belohnen, ist die Anti-Prokrastinations-App „Forest“, welche euch beim Lernen unterstützt. Diese hat auch dem Autor schon oft weitergeholfen!

Forest-App – Belohnung durch Baumpflanzungen

Es gibt also viele Dinge, die eine Prokrastination eurerseits auslösen können, aber mindestens genauso viele Dinge, die dieser auch wieder entgegenwirken können. Wichtig ist, dass ihr den ersten Schritt macht, der Rest kommt dann von selbst! Wir hoffen euch mit diesem Beitrag in eurer Prüfungsphase unterstützt zu haben. Euer StudentsStudents-Team wünscht euch erfolgreich absolvierte Klausuren!

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