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Der historische Weihnachtsmarkt Rostock: Gründe für und gegen einen Besuch

Es ist wieder so weit. Seit dem 25.11. 2019 hat der Rostocker Weihnachtsmarkt seine Pforten geöffnet und wird dabei bis zum 22. 12. 2019 vermutlich wieder einmal etwa 1,5 Millionen Besucher anziehen. Eine stattliche Anzahl. Etwas gediegener, aber mindestens genauso schön, geht es auf dem historischen Weihnachtsmarkt zu. Dieser hat im selben Zeitraum wie der große Rostocker Weihnachtsmarkt geöffnet und ist im Klostergarten beim Uni Hauptgebäude zu finden. Doch was genau spricht für beziehungsweise gegen den historischen Weihnachtsmarkt? Euer StudentsStudents-Team geht der Sache nach!

Gründe, die gegen einen Besuch des historischen Weihnachtsmarkts sprechen

Eintrittspreise des historischen Weihnachtsmarkts

„Gibt es überhaupt Gründe, die dagegen sprechen?“, werden sich sicherlich einige Fans des historischen Marktes nun fragen. Und ja, die gibt es. Denn bis auf montags muss man am Eingang leider einen kleinen Wegzoll entrichten. Dies sind von Dienstag bis Freitag 3€ (ab Programmbeginn), samstags 5€ und sonntags 3€ (allerdings ganztägig). Wer also montags keine Zeit hat und am Wochenende mal eben einen kleinen Abstecher vom großen Weihnachtsmarkt zum historischen machen möchte, einfach, um mal zu schauen wie der so ist, kauft mit anderen Worten die Katze im Sack.

Hohe Preise für Essen und Getränke

Schließlich ist der historische Weihnachtsmarkt nichts für jedermann. Es gibt keine Weihnachtspopsongs, keine Karussels und relativ hohe Preise für Essen und Getränke. So lernte der Autor im vergangenen Jahr ein nettes Seniorenpaar bei einem Glühwein kennen, denen die Atmosphäre durchaus gefallen hat, die Preise jedoch insgesamt zu hoch waren. Bei geringem Budget, welches leider auch der Autor hat (da armer Student), kann man das durchaus nachvollziehen.

Lärmbelästigung durch den historischen Weihnachtsmarkt

Zudem haben sich in vergangenen Jahren Anwohner über den Lärm, der durch die Aufführungen und musikalischen Darbietungen entsteht, beschwert. Vor allem, dass dieser bis nach vereinbarten Uhrzeiten hinweg auftritt. Dem wurde mittlerweile allerdings entgegengewirkt, wie Anwohner berichten. Dementsprechend steht nun zur Debatte, ob eine geplante Öffnung am Weihnachtsabend und an Silvester stattfinden soll oder nicht, zumal der Standort im Klostergarten ohnehin fragwürdig ist, wegen des Denkmalschutzes. Kontrovers, aber aus Sicht der Anwohner durchaus nachvollziehbar.

Gründe, die für einen Besuch des historischen Weihnachtsmarkts sprechen

Dauerkarte für den historischen Weihnachtsmarkt

Den Fans des historischen Weihnachtsmarkts werden die Eintrittspreise vermutlich egal sein, zumal eine Dauerkarte gerade einmal 10€ kostet. Unter dem Aspekt, dass diverse Künstler und Musikgruppen, die täglich auf der Bühne auftreten, bezahlt werden möchten und diese für ein besonders schönes Ambiente sorgen, ist der Eintritt durchaus gerechtfertigt. Jedoch vermutlich lediglich für Kenner.

Abwechslung und Besinnung

Zudem bekommt man auf dem historischen Weihnachtsmarkt eine Menge Abwechslung geboten. Axtwerfen, Bogenschießen, historische Händler, Tavernen und ein Märchenzelt laden zur Besinnung ein. Da kann man den Alltag abseits des Massentrubels auf dem großen Weihnachtsmarkt in Ruhe vergessen und in eine Welt der Vergangenheit abtauchen. Auch das besagte Künstlerprogramm (unter anderem eine Feuershow, Auftritte historischer Figuren und Musik) trägt dazu bei und bietet oftmals eine tolle Unterhaltung.

Essen und Trinken wie im Mittelalter

Letztlich ist auch das Essen nicht von schlechten Eltern. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber die besagte Abwechslung findet man ebenso in der Verköstigung wieder. Auch wenn diese preislich etwas über die Stränge schlägt, ist sie abwechslungsreich, aber vor allem auch dem Mittelalter angemessen. So gibt es hier unter anderem heißen Met, gefüllte Fladenbrote und vor allem Fleisch. Wer es rustikal mag, ist hier an der richtigen Adresse!

Fazit

Sobald man den historischen Weihnachtsmarkt betritt, merkt man, dass viel Liebe darin steckt. Von allen Beteiligten. Man fühlt sich willkommen, besinnt sich abseits des Trubels auf entspannte Dinge und kann, sofern es der Geldbeutel hergibt, ordentlich schlemmen. Allerdings ist es kein Weihnachtsmarkt für jedermann, denn für viele gehören zum Weihnachtsmarkt sicherlich auch Karussells, Losbuden und ein Glühweinstand, an dem „Last Christmas“ gespielt wird. Und das ist auch völlig in Ordnung! Wer jedoch offen für Neues ist und einen Ruhepol sucht, macht mit einem Besuch auf dem historischen Weihnachtsmarkt definitiv nichts falsch.

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