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Marteria-Denkmal in Rostock: Und was ist mit Flaschenpaule?

Materia Denkmal Statue Rostock Marsimoto

Marten Laciny, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Marteria und gleichzeitig Ehrenbürger Rostocks, bekam am Montag in einer Nacht-und-Nebel-Aktion sein eigenes Denkmal, das ihn in als Marsimoto zeigt. Nach Marterias Aufruf auf Instagram wurden ihm zu Ehren Blumen und Fanartikel neben die Statue gelegt. Zwar ist sie am Mittwoch direkt wieder gestohlen worden, die Symbolträchtigkeit ist aber geblieben. Kein Wunder: Als Rostocker Jung’, der seine Liebe zu seinem Geburtsort nicht versteckt und seine Wurzeln nicht vergisst, ist er stadtbekannt geworden.

Es gibt da aber noch die ein oder andere Person, die unter waschechten Rostockern aus den verschiedensten Gründen ebenfalls bekannt ist. Warum nicht auch für diejenigen ein Denkmal aufstellen?

Spielmannopi

Neben Marteria ist Michael Tryanowski, unser im Stadtbild verankerter Spielmannopi, natürlich ein Muss! Mit seinem Akkordeon begeisterte er uns Rostocker über mehrere Generationen hinweg bis er im vergangenen Jahr leider verstarb. Ein Spaziergang am Alten Strom oder in der Kröpeliner Straße ohne mindestens einmal am Spielmannopi vorbeizulaufen war zu seinen Lebzeiten kein richtiger Spaziergang. Seine Beliebtheit bei den Rostockern wurde bereits mit einer kleinen Statuette belohnt, die im Rostocker Hof zu sehen ist.

Momentan ist sogar noch ein zusätzliches Denkmal am Universitätsplatz geplant, das vom Künstler Wolfgang Friedrich gestaltet werden soll. Er hatte schon das erste Kunstwerk vom Spielmannopi geschaffen und wird sich für die neue Statue daran orientieren.

Spielmannopi Rostock Michael Tryanowski

Till Lindemann

Der Frontmann der Band Rammstein ist zwar nicht direkt in Rostock geboren, verbrachte aber einen großen Teil seiner Jugend hier und steht auch heute noch in enger Verbindung mit der Hansestadt.

Die Beliebtheit des Sängers hat sich gerade erst im Juni bei seinem Konzert im Ostseestadion gezeigt. Fans strömten in Massen durch das Hansaviertel – darunter nicht wenige Rostocker, die Rammstein und deren spektakuläre Bühnenperfomance live sehen wollten. Der Ansturm war schon beim Kartenverkauf so riesig, dass viele Rostocker ihre Chance leider wehmütig verpasst haben.

Rammstein Konzert Rostock Till Lindemann

Flaschenpaule

Achja, Flaschenpaule. Wir haben keine Ahnung, wie sein richtiger Name ist und ob Paul überhaupt in die richtige Richtung geht. Und selbst wenn ihr jetzt kein wirkliches Bild von ihm im Kopf hat, habt ihr den Namen sich schon das ein oder andere Mal beim Stadtbummel oder am Mittwochabend in der Schlange vor’m  Keller gehört. Schon ein bisschen mystisch.

Zusammen mit seinen Freunden zieht er durch die Innenstadt, schlürft hier und dort mal ein Käffchen und sammelt vor allem Flaschen. Sein Bekanntheitsgrad kommt natürlich nicht an den der zuvor genannten Kandidaten ran, aber schon allein das liebevolle Wiedererkennen in der Kröpi – „Ach, da ist Flaschenpaule“ – sollte doch wenigstens ein kleines Denkmal rechtfertigen, oder?

Georg Mahn & Friedrich Ohlerich

Was wären all die WG-Partys ohne Rostocker Bier? WG-Partys mit anderem Bier.

Jetzt aber mal ehrlich, seit das M&O 2011 wieder ins Sortiment der Rostocker Brauerei aufgenommen wurde, hat es Kultstatus auf Partys. Das Flaschendesign sieht eben auch ziemlich cool aus!

Und wem haben wir es zu verdanken? Georg Mahn und Friedrich Ohlerich, die sich 1878 zum Glück dazu entschlossen haben, die Julius Meyersche Bierbrauerei zu kaufen und uns bis heute mit ihrem Gebräu zu versorgen, den Schnack mit den Freunden noch gemütlicher zu machen und jede Party eine Mordsgaudi werden zu lassen. DANKE!

Brauerei Rostock Rostocker Bier

Mike Werner

Vorne kurz und hinten lang – VOKUHILA!

Das ist gleich das erste, was vielen sicher zu Mike Werner einfällt. Eigentlich ist er als ehemaliger Hansaspieler aus den 90ern bekannt. Seine schicke Frise hat ihn aber zum Kult werden lassen. Selbst Fußballdullis können wegen der Vokuhila mit dem Namen Mike Werner etwas anfangen.

Direkt vor dem Ostseestadion und den neuen  Spraykunstwerken würde sich so ein Mike-Werner-Denkmal doch eigentlich ganz gut machen.

Rostocker Möwen

Ein Warnemünde ohne Möwen existiert nicht mal in einer verrückten Parallelwelt. Obwohl die Viecher wegen ihrer Gräueltaten so verhasst sind (zumindest bei Rostockern, Touristen scheinen die gut zu finden, immerhin machen die ständig Fotos von denen und kaufen Möwenmitbringsel für ihre Lieben), sind sie dennoch nicht wegzudenken. Vielleicht bedarf es gerade deswegen ein Denkmal mit den Namen all derjenigen, die ein Fischbrötchen, eine Bratwurst oder sogar einen Döner an sie verloren haben. Ehrlich, die Trauer über jeden einzelnen Verlust ist tiefgreifend und absolut nachvollziehbar!

(Sollten unsere Rostocker Tauben auch ein Denkmal bekommen oder sind sie zu unbedeutend, wie sie so an der Currybude auf Brötchenkrümel lauern?)


An manchen Stellen waren wir mit unserer Wahl natürlich ein bisschen albern, aber wer – oder was – würde euch denn noch einfallen, dem man mal ein Denkmal widmen könnte?

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