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24 Stunden auf dem Pangea Festival: Musik, Sonne und Bier, von vier bis vier.

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Das Pangea Festival ist ein Muss für alle Rostocker, Studis, Musikfans, Festivalfanatiker, … eigentlich für alle. Unser Autor war dabei und schildert für all diejenigen, die es nicht geschafft haben, wie es so war dieses Jahr.

Dabei startet er um vier Uhr morgens, wie es sich für ein gutes Festivalerlebnis auch gehört.

4:00 Uhr

Wir stehen in der Räuberhöhle. Die Musik, die aus den Boxen schallt, lädt allmählich zum Einschlafen ein und die Menschen um uns herum bewegen sich wie ferngesteuert. Mit einem unmissverständlichen Kopfnicken signalisiere ich meinen Freunden, dass ich mich nun gern in Richtung Zelt begeben würde. Froh darüber, dass endlich jemand den ersten Schritt gewagt hat, schließen sie sich mir an. Für uns alle ist die Aussicht auf eine unbequeme Isomatte nun verlockender denn je.


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4:51 Uhr

Nachdem ich über eine Zeltschnur und einen betrunkenen Festivalbesucher gestolpert bin, steige ich müde in mein Zelt. Von einer Bühne, die nicht besser hätte auf den Zeltplatz ausgerichtet sein können, um den Campenden jeglichen Schlaf zu rauben, dröhnt ohrenbetäubend der Bass herüber. Ich trotze meinen Sinnesorganen und schließe die Augen.

7:30 Uhr

Ich wache auf und höre mit an, wie ein angetrunkener Security-Mitarbeiter eine Freundin nach einem Kaugummi fragt. Ich schaue auf die Uhr und verfluche kurz mich selbst und meine unsinnige Idee, mir jedes Jahr aufs neue Festivaltickets zu kaufen. In der Hoffnung noch einmal einschlafen zu können, drehe ich mich auf die linke Seite, schiebe eine Packung Kekse unter meinem Arm weg und schaffe es tatsächlich, erneut einzudösen.

9:00 Uhr

Die Klänge eines unglaublich nervtötenden Guten-Morgen-Liedes wecken mich. Meine schweißnasse Haut signalisiert mir, dass die Nacht nun endgültig vorbei ist und ich bequeme mich aus dem Zelt. Während ich mich in meinen Campingstuhl fallen lasse, öffne ich ein warmes Radler, denn Vitamine sind das, was ich gerade dringend benötige.

11:17 Uhr

Nach einer angeregten Diskussion über den möglichen Ablauf und den Nutzen eines Orgasmusworkshops, stellen wir fest, dass wir ihn bereits um eine Stunde verpasst haben. Jeder nimmt sich ein Bier und wir holen den Trichter heraus, um uns ohne Sinn und Verstand innerhalb von vier Sekunden einen halben Liter bestes 5,0er in den Rachen zu prügeln.


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13:41 Uhr

Gesättigt von einer Dose Ravioli, deren Aufschrift eine pikante Würzung versprach und dabei allerdings den Geschmack von ungesalzenen Nudeln lieferte, macht sich unsere Gruppe auf den Weg in Richtung Festivalgelände. Viel zu früh, wenn ihr mich fragt.

14:23 Uhr

Wir sind am Strand angekommen. Während wir uns einen Weg in Richtung Wasser bahnen, entdecke ich in einiger Entfernung auf einer Holzplattform zwei nackte Menschen, die in der Schlange zur Sauna stehen. „Typisch MV!“, denke ich und bin gleichzeitig froh, dass ich auf Festivals generell keine Brille aufsetze.

15:37 Uhr

Nachdem wir nun gerutscht sind, gebadet haben und an einem Seil affenähnlich ins Wasser gesprungen sind, ist es an der Zeit, sich einmal die Workshops und Kreativstätten genauer anzusehen. Ich beobachte Menschen mit Blumenkränzen in den Haaren dabei, wie sie Seife im Schafspelz herstellen, während andere ihre künstlerischen Ideen in Holz verewigen oder an ihrem Long- oder Surfboard basteln.

15:51 Uhr

Um auch die sportlichen Aktivitäten des Festivals zu nutzen, entschließen wir uns dazu, ein Stand-Up-Paddling-Board auszuleihen. Gelassen treiben wir über den Bodden und genießen für eine kurze Zeit die nachmittäglichen Sonnenstrahlen, um uns wenige Minuten später gegenseitig ins Wasser zu schubsen.


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21:14 Uhr

Wir sind längst wieder in unserem Camp angelangt und spielen die siebte Runde Bierpong. „Pornokaraoke!“, ruft plötzlich einer meiner Freunde und springt auf. Hektik breitet sich im Camp aus, denn diesen Programmpunkt wollen wir nicht verpassen.

22:05 Uhr

Nach zwei unglaublich verstörenden Filmchen, über deren Handlung ich bis heute sinniere, entscheiden wir uns dazu, den Raum zu verlassen und uns stattdessen der Musik zu widmen.

04:00 Uhr

Auf meiner platten Isomatte liegend, lasse ich die letzten Stunden kurz Revue passieren. An das Marsimoto-Konzert, zwei Stunden ekstatisches Tanzen und eine Nacht und Nebel Aktion, bei der wir uns mehrmals hintereinander sinnlos einen Sandberg hinuntergekugelt haben, erinnere ich mich zurück. Es ist Zeit für mich zu schlafen.


Nun seid ihr gefragt. Seid ihr auf Festivals ähnlich faul wie unser Autor oder versucht ihr so viele Angebote zu nutzen, wie ihr könnt? Wart auch ihr auf dem Pangea Festival und habt Erfahrungen gemacht, die uns bereichern oder belustigen?

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