StudentsStudents Rostock

Wie süße Katzenvideos euer Leben kontrollieren (Achtung: Enthält süße Katzenvideos)

smartphone prokrastinieren

Ihr lest diesen Beitrag im Internet und er sagt euch: Macht das Internet aus. Das ist, als würdet ihr „Google“ bei Google eingeben. Wir zerstören die innere Struktur des Internets. Aber zuerst ein süßes Katzenvideo, weil wir es so versprochen haben.


IHR BEKOMMT MEIN SMARTPHONE NICHT – AHHHHH!

Wer denkt, wir machen euch jetzt fertig und schwören auf einen internetlosen Lebensstil, der sollte vielleicht noch mal darüber nachdenken, dass er gerade unseren Beitrag online liest – wir wären schön blöd, wenn wir das Internet abschaffen wollten.

Nein, am Ende dieses Beitrags werdet ihr vielleicht verstehen, warum auch wenige Stunden ohne Internet euer Leben schon verbessern oder zumindest zurechtrücken können. Und das ist besonders wichtig in der vorlesungsfreien Zeit.  

Das Internet verändert unsere Gehirne?

Ganz genau. Das gedankenverlorene Scrollen durch den Instagram-Feed oder bei Facebook ist alles andere als „natürlich“ für unsere Gehirne. Eine totale Reizüberflutung, die außerdem zu wiederholten Freudenschüben führen kann. Katzenvideo? LOL. Baby sagt „Dada”? ROFL! Frau rennt gegen Glastür? GADNDAEKLI (Grunzen aus der Nase, das aber eigentlich kein Lachen ist).

Kein Problem, meint ihr? Doch. Ihr gewöhnt euch nämlich an ein einfaches Glücksempfinden ohne dafür etwas tun zu müssen. Und schon holt ihr das Smartphone ständig hervor, wenn ihr nicht nachdenken wollt, euch nicht gut fühlt oder einfach gelangweilt seid. Und dann rennt ihr in eine Glastür, weil ihr auf euer Smartphone starrt (*GADNDAEKLI*)

Zeit für ein weiteres Katzenvideo:


Als Student bin ich doch nicht so blöd und lasse mich von einem kleinen Gerät kontrollieren

Okay, erstens, komm runter von dem hohen Ross. Studentsein schützt vor Dummheit nicht. Zweitens geht es auch nicht darum, die Süchtigen zu bekehren. Wenn ihr ernsthaft befürchtet, internet- oder smartphonesüchtig zu sein, dann holt euch bitte professionelle Hilfe: internetsucht-hilfe.de

Wer jedoch langsam bemerkt, dass er mehrere Stunden am Tag durch das Internet verliert, sollte ganz schnell die Notbremse ziehen. Es bringt nichts, sich ein „Lebe im Moment oder der Moment lebt dich“-Schild über das Bett zu hängen oder „LIVE, LAUGH, LOVE“ neben die Toilette zu pinseln. Das macht ihr ja doch nur für Instagram. Schaltet ab!

Aber was ist, wenn ich etwas verpasse?

Wäre das wirklich so schlimm? Wenn es um echtes Wissen geht, sagen wir, aus einem StudentsStudents-Beitrag über das Begrüßungsgeld in Rostock, wird es auch nach der Pause noch zur Verfügung stehen. Geht es um Neuigkeiten, dann fragt euch: Sind sie wirklich so wichtig für euer Leben? Okay klar, wenn eine Zombie-Apokalypse ausbricht, ist das schon eine relevante Information. Davon erst zu erfahren, wenn euch ein sabbernder Teenager mit blutunterlaufenen Augen in die Hand beißt, wäre ungünstig. Allerdings werden eure Freunde, eure Familie und generell die Welt nicht aufhören, solche Informationen zu erhalten und zu verbreiten. Wollt ihr also auf Nummer Sicher gehen, hört einfach auf den Obdachlosen auf der anderen Seite der Straße, der ,„Zombies! Zombies! Sie wollen unsere Gehirne!“, schreit.

Ob Kim Kardashian ihr neues Kind nun Snow, Winter oder Chimichanga nennt ist eigentlich nicht wichtig. Ob Hansa gewonnen oder verloren hat, solltet ihr auch an Gesichtern ablesen können – oder ihr macht es wie die alten Damen Rostocks und fragt einfach, “Na, wie ham se denn gespielt?”, wann immer ihr einen Hansaschal entdeckt.

Also wie lange soll ich das machen, wenn es denn sein muss?

Für einige Menschen mag das lächerlich einfach klingen, aber überprüft euch einfach mal selbst: Könnt ihr euer Smartphone jeden Nachmittag für 2 Stunden in den Flugmodus schalten? Halt Stopp, nicht schummeln: Nicht während ihr Mittagsschlaf macht oder im Seminar beschäftigt seid. Wir meinen schon einen normalen Nachmittag, an dem ihr absolut Zeit und Lust hättet, euch am Smartphone oder am Laptop die Zeit zu vertreiben. Auch nicht nebenbei beim Essen. Nicht kurz um Musik unter der Dusche zu hören. Einfach 2 Stunden ohne Anschluss. Könntet ihr das?

Falls euch das nicht gelingt oder schwer fällt, seid ihr vielleicht schon ein bisschen abhängig. Wer sich testen will, der kann auch einfach mal 24 Stunden ohne Internet sein. Geht nicht, ich muss doch erreichbar sein! Geht doch. Schaltet nur das Internet auf eurem Smartphone aus und sagt Mama, der besten Freundin und eurem Pizzalieferanten Bescheid, dass ihr mal für eine Weile nicht am Smartphone seid. Bei Notfällen können sie euch immer noch anrufen, also fällt diese Ausrede weg.

Ja aber, wann fahren denn die Bahnen? Lest den Plan. Und mein Konto? Spoiler-Alarm: Es ist nicht genug drauf. Ja aber die Prüfungen! Keine Sorge, eure Exmatrikulation ist auch morgen noch gültig.


Aber was habe ich davon?

Zunächst mal einen Selbstcheck. Klar, einige Leser werden sich denken, was ein Unsinn, ist doch gar kein Problem. Wir würden aber unser W-LAN-Passwort darauf verwetten, dass die meisten eher feststellen, dass sie nicht ohne Internet sein können oder wollen.

Falls ihr gerade trotzig sagt, „Na und, schadet doch nicht“, dann sorry, aber ihr klingt wie Raucher, die „bisher noch keinen Krebs“ haben und Alkoholiker, die „doch niemandem schaden“, wenn sie jeden Abend zwei Bier trinken.

Katzenvideopause:

Wir machen euch lediglich einen Vorschlag, denn wir haben es ausprobiert. Wir kennen also jede Ausrede. Geht doch nicht, weil wir arbeiten müssen. Geht doch nicht, weil ja etwas passieren könnte. Geht doch nicht, weil bringt ja nichts.

Es bringt eine ganze Menge. Ganz besonders, wenn man gerade nichts tun muss, was Zeit in Anspruch nimmt. In der vorlesungsfreien Zeit, wenn die Prüfungen hinter uns liegen und die Hausarbeiten erledigt sind (also die Mindestseitenzahl erreicht wurde), dann wird es richtig schwierig, nicht ständig das Smartphone zu greifen oder Netflix anzuschalten.

Was dann? Rausgehen vielleicht? Ein Buch lesen? Neben einer Glastür stehen und darauf warten, dass jemand hineinläuft, der auf sein Smartphone starrt? Plötzlich müssen wir kreativ werden. Und vor allem, falls ihr bis hierher gelesen habt und uns glaubt, werdet ihr feststellen, wie oft am Tag ihr das Internet zurate zieht, um selbst keine Denkarbeit leisten zu müssen.

Und jetzt noch ein Video für diejenigen, die keine Katzen mögen. Wir verstehen euch vielleicht nicht, aber wir respektieren natürlich, dass ihr einfach anders geboren wurdet:


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