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9 Dinge, die uns mehr Angst machen als Gruselclowns

Halloween ist vorbei, die Zahl der gesichteten Gruselclowns geht zurück und die Rostocker Polizei schaltet das Bat-Signal wieder aus. Alles schön? Nein, überhaupt nicht. Denn während die ganze Welt von Clowns spricht, gibt es für Studenten viel größere Probleme. Furchtbare, furchtbare Dinge, die uns den Schlaf rauben und uns Tag für Tag die Lebensenergie aus den Knochen saugen.
1. Professoren
Eine bunter Haufen von Menschen, die einen entscheidenden Einfluss auf unsere akademische Laufbahn haben und mehr oder weniger Anteil an Erfolg oder Misserfolg bei der zukünftigen Jobsuche haben. Gruselig? Auf jeden Fall! Denn sie kommen in so vielen unterschiedlichen Ausführungen, dass man nie ganz sicher sein kann, dass man keinen Alien-Professor erwischt, dessen einzige Aufgabe es ist, jungen Erdlingen das Leben schwer zu machen. Dazu kommen Ewig-Jung-Professoren, die sich unbedingt mit uns anfreunden wollen; Ich-müsste-an-einer-Elite-Uni-sein-Professoren, die sich für besser halten als…naja jeder; Kumpel-auf-der-Straße-Arschloch-auf-dem-Zettel-Professoren, die ein super geiles Seminar anbieten und uns dann eine 4,0 in der Prüfung vorsetzen.
2. Höhere Semester
Irgendjemand ist immer schon länger an der Uni als wir. Und ganz besonders in den ersten Semestern, halten wir sie für Götter. Diese erfahrenen Leute, die den Prof duzen und mit Klassikern und Theorien um sich werfen wie Mediziner ihre Klamotten zum Fasching.
(Kleines Geheimnis, liebe Erstis, wir höheren Semester sind nichts besonderes, wir haben euch eigentlich nur eines voraus: Erfahrung. Überwindet eure Scheu und redet mit uns, dann teilen wir diese Erfahrungen gerne und können euch vielleicht vor einem Alien-Professor bewahren.)
3. Das BAfÖG Amt
„Sie haben überhaupt nicht angegeben, ob Ihre Schwester ein Einkommen hat? Wollen Sie uns da etwas unterschlagen? ABGELEHNT!“
„Aber, aber… meine Schwester ist doch erst sechs Jahre alt.“
Nicht für jeden ist das BAfÖG-Amt gruselig. Aber für diejenige, die darauf angewiesen sind, meine Güte, da kann kein Geisterhaus mithalten! Anträge über Anträge, Nachfragen, Nachweise, Vergangenheitsaufarbeitung…
4. Rechnungen
Der papierene Schrecken des Studenten. Miete, Nebenkosten, Netflix, Strom, Krankenversicherung, Bücher, Lieferservice, Semesterbeitrag. Alles kostet Geld. Eine schreckliche Erkenntnis. Einst wachten Menschen in unserem Alter schweißgebadet auf, vor ihren Augen flimmerten die Grauen des Krieges. Heute sind es die roten Zahlen auf dem Bankkonto, die uns den Schlaf rauben.
5. Klausuren
Dieser Punkt bedarf eigentlich keiner Erklärung. Angeblich gibt es ja diese übernatürlichen Wesen (wahrscheinlich entfernte Verwandte des Alien-Profs), die vor Klausuren keine Angst haben. Freaks! Eine gesunde Portion Panik gehört dazu, egal ob sie sich in Zittern, Nägelkauen oder Fressattacken äußert.
6. Mündliche Prüfungen
Normale Klausuren sind schlimm genug? Halt Stopp, wenn ihr etwas studiert, was eine mündliche Prüfung verlangt, tja, dann viel Glück. Mündliche Prüfungen fühlen sich in etwa an wie damals, im Supermarkt, als unsere Mutter uns an der Kasse alleine ließ, um „nur fix was zu holen“ und die Schlange immer kürzer wurde. Tief in eurem Inneren wisst ihr, dass es nicht der Weltuntergang sein wird. Aber dieses Wissen ist so tief vergraben, das es keine Chance hat sich zu zeigen. Stattdessen ist die Welt plötzlich ein furchtbar dunkler Ort, man weiß nie welche Frage als nächstes kommt, ob man einfach erstarrt oder man einfach weglaufen, schreien und ein Leben als Einsiedler anfangen sollte.
7. Abgabetermine
Klausuren sind die tickenden Zeitbomben, die uns in den Wahnsinn treiben und mündliche Prüfungen die Monster unter unseren Betten. Fehlen noch die Hausarbeiten und ihr fieser Handlanger: DER ABGABETERMIN! Sie sind Gesandte des Teufels und lassen uns meist in Ruhe, um dann plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen und uns einen Heidenschrecken einzujagen. Mit im Gepäck: Der Vertrag, mit dem sie eure Seele kaufen wollen. Ghostwriter? Krankenschein? Plagiate? Exmatrikulation? Eine breite Palette an Angeboten für einen verzweifelten Studenten, der von Klausuren und mündlichen Prüfungen bereits so verstört wurde, dass er seine eigene Großmutter an den Wolf verkaufen würde, nur um endlich diese Seiten mit etwas Sinnvollem zu füllen.
(Kleiner Hinweis, es gibt zwar wieder Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern, aber sie können nicht wirklich schreiben. Außerdem bevorzugen sie junges Fleisch, also bitte lasst eure Großmütter in Ruhe und nehmt stattdessen etwas Zartes wie einen Ersti oder ein ungeliebtes Geschwisterkind.)
8. Das Prüfungsamt
Post vom Prüfungsamt? Gleich mal einen Termin beim Psychiater buchen. Zu selten geschieht im Prüfungsamt etwas Gutes. Und die Mitarbeiter sind in etwa so wie die Kobolde in Gringotts: Privat sicherlich ganz annehmliche Wesen, doch wenn wir ihre Gesichter sehen, dann läuft es uns kalt den Rücken herunter. Aber irgendwer muss den Job ja machen. Und wenn wir jeden Tag mit aufgelösten Studenten zu tun hätten, hätten wir auch bald tiefe Falten und lange Ohren. Und trotzdem: der glücklichste Student ist doch immer noch der, der niemals Post vom Kobold bekommt.
9. Die Zukunft
Der unsichtbare Parasit, der sich in unsere Eingeweide frisst und sich von unserem Leid ernährt. Jedes Mal wenn wir eine falsche Antwort geben, eine Rechnung ins Haus flattert oder ein erfahrener Student unseretwegen die Augen rollt, kriecht uns der Zukunftsparasit ins Herz und lässt es schwer werden. Er erinnert uns an unsere Partnerlosigkeit, an unsere miserablen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, an Donald Trump, an die Kosten für Kinder und an die vielen Vorwürfe anderer Generationen, die uns für undankbar und verweichlicht halten. Kein anderes Monster kann es mit dem Parasiten aufnehmen. Das kann nur der Alkohol. Ertränkt den Mistkerl!
(Mal im Ernst, der Parasit bekommt Panik, sobald ihr euch ein Wochenende frei nehmt, euch etwas leckeres zu Essen gönnt, mit Freunden ausgeht oder ein gutes Buch lest. Insgeheim ist er nämlich nur ein kleiner Schauspieler, der uns vorgaukelt, wir müssten in permanenter Angst vor Monstern, Geistern und Parasiten leben. Sperrt ihn von Zeit zu Zeit in den Schrank und lasst ihn gedämpft vor sich hin meckern, während ihr das Leben im Hier und Jetzt genießt.)

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