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Der etwas andere Guide zur bestandenen Prüfung

So überstehst du die Klausurenphase, ohne durchzudrehen oder zu -fallen

Wenn du nicht zu denen gehörst, die jede Woche ein Chemietestat schreiben, das im Falle des Nichtbestehens einfach zeitlich vor das nächste gesetzt wird, hast du Glück. Dann gehörst du zu jenen, die immer am Ende der Vorlesungszeit merken: „Da war ja was…“ und musst plötzlich auch mal länger ein Buch aufschlagen. Während du zwei Monate lang Lehrveranstaltungen besucht hast, bei der Professors Frauchen die Anwesenheitspflicht-Liste immer vergisst, auf den Stapel mit Herrchens Klamotten für den Folgetag zu legen, kommen jetzt alle Prüfungen und Hausarbeiten geballt auf dich zu. Wie mit dem plötzlichen Stress umgehen? Hier ein paar Tipps.

1 Bulimielernen ist manchmal angebracht

Es gibt so viel zu lernen, das du nie wieder brauchen wirst. Einige Bachelor-Studenten müssen etwa Didaktik-Vorlesungen besuchen und die Schritte des Schriftspracherwerbs bei Kindern auswendig lernen. Belaste bloß nicht dein Gehirn damit, Wochen vorher anzufangen, nachhaltig zu lernen. Es wird dir Platz für die wichtigen Sachen nehmen. Ein paar Tage vorher intensives Auswendiglernen reicht. Außerdem hilfreich dabei:

2 Eselsbrücken

Kritzelogao! Klingt komisch, hilft dir aber: Kritzelphase, Logographemische Phase, Alphabetische Phase, Orthographische Phase. Hier sind sie wieder, die Schritte des Schriftspracherwerbs bei Kindern. Du wirst dich jetzt an sie erinnern.

3 Mach’ dir ein Fest

Du musst jetzt lernen, sieh’ es ein. Tu so, als wär’ das echt schön! Du hast Zeit für dich, kannst 3 Waschmaschinen pro Tag waschen (wenn du zuhause lernst), die Wohnung putzen. Mach’ dir Kerzen an, lass im Hintergrund Musik laufen, die nicht ablenkt (zum Beispiel Klassik), mach dir leckeren Tee oder trinke Mischbier und feiere dein erfülltes Tagesziel mit einem Nutellatoast und einer Folge True Detective.

4 Der Brieffreund

Schreibe eine Mail an einen imaginären Brieffreund, dem du dein Thema erklärst – so, dass er/sie es unterhaltsam findet. Alternative: Ein Drehbuch, ein Skript für ein Buch. Oder sprich es als Radiosendung mit den Breaking News in dein Handy ein.

5 Nervennahrung

Kauen regt das Denkvermögen an und es heißt nicht umsonst Studentenfutter. Besorg’ dir aber auch mal Paprika oder so.

6 Plane großzügig

Vergiss Tipps aus Ratgebern mit dem Titel „Richtiges Lernen“. Laut denen sollst du alle 5/20/45/90/120/240/… Minuten an die frische Luft gehen, Kaugummi kauen, dir die Wohnung mit Stichwortzetteln tapezieren. Keiner kann deine Lernbedürfnisse kennen. Entscheide selbst – Lernen ist individuell. Wenn du studierst, kennst du mittlerweile deinen Lerntyp. Nur wichtig: Mach’ dir einen Plan. Am besten so, dass du auch mal einen Tag keine Lust oder eine Denkblockade haben kannst, thematisch geordnet, damit die Gedanken strukturiert sind und, sofern der Zeitplan es zulässt, ein bisschen –

7 Freizeit

Belohne dich: Wenn du dein Tagesziel erreicht hast, solltest du dir Zeit für deine Lieblingsserie nehmen. Freu dich immer auf hinterher: Gib dir einen Anreiz. Du solltest tatsächlich zwischendurch auch mal rausgehen – vielleicht verbindest du den Umstand, dass du als Mensch von Nahrung und sozialen Kontakten lebst, einfach (zum Beispiel in der Mensa).

8 Freunde

Sie müssen dir nicht unbedingt zuhören, aber bete vor Freunden/Mitbewohnern/Familie einfach dein Gelerntes hinunter. Sie können dabei auch etwas anderes machen.Wenn du auf einen Begriff nicht gleich kommst, gib dir Zeit – wenn er dir dann einfällt, vergisst du ihn nicht mehr so schnell.

9 Vertraue deinem Sympathikus

Schon mal eine Prüfung geschrieben und dabei erstaunt gewesen, aus welchem Urlaubsgebiet deines Hirns eine längst verreiste Information gegrüßt hat? Oder ist dir sogar mal während der Prüfung ein Licht aufgegangen und du hast plötzlich das Thema verstanden? Bedanke dich bei deinem Sympathikus. Er ist Teil deines vegetativen Nervensystems und dein treuer Kumpel, wenn es um Leistungssituationen geht. Er versetzt den Körper in hohe Leistungsbereitschaft, indem er die Herztätigkeit, die Adrenalinausschüttung und den Stoffwechsel steigert und etwa deine Darmfunktion (die brauchst du dann ja nicht) hemmt. Er wird dir und deinem Gehirn helfen, dein maximales Potenzial bei der Prüfung herauszuholen.

 

Mehr Lern-Tipps von uns für Euch: Dieses Semester wird alles besser (2015)

 

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