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Zwischen Gedanken des Studienabbruchs und dem Drittversuch

Schon mal daran gedacht, aufzugeben? Einfach alles hinzuschmeißen?
Vorher:
Alles geschafft. Fast. Eine Prüfung will einfach nicht klappen, ansonsten stehen im Notenspiegel Einsen, Zweien, wenige Dreien. Viel Zeit in interessante und weniger interessante Themen gesteckt und viele Jahre studiert. Zu viele.
Es wartet der Drittversuch. Purer Hass. Fast aufgegeben. Wieso sollte es auch jetzt auf einmal klappen?  Viel Gejammer, viel Geheule – Tag und Nacht. Mitfühlende Freunde und Familienmitglieder. Verstehen tut es keiner. Kann doch nicht so schwer sein, diese eine Klausur. Bis hierher ging es doch auch.
Die Vorstellung, dass man danach nichts in der Hand haben könnte, außer des Abis, macht einen krank. Nicht mehr erreicht zu haben, als ein 18-Jähriger. Versagt zu haben und wahrscheinlich keinen Job zu bekommen. Jedenfalls keinen, den man sich wünscht.
Egal jetzt. Wieder lernen. Why not?
Prüfungstag:
Dann ist es soweit. Der Tag der Tage ist gekommen. Der, der über die Zukunft entscheidet. Ein Leben mit Abschluss oder ohne? Akademiker sein, Hochschulabsolvent, Wissenschaftler – oder ein Nichts. Fünf Mal auf die Toilette gehen.
Vor dem Unigebäude stehen. Studenten sehen, die gerade geschrieben haben und unzufrieden sind. Viele von ihnen weinen. Das Gefühl, irgendwo zu bluten. Auf dem Klo riecht es nach Innereien. Oder stinkt es dort immer so? Lange nicht hier gewesen. Fast wieder geheult. Herzrasen.
Es geht los. Zum Glück kein Blackout.
Hinterher:
Fünf bis zehnmal pro Tag im Internet nachsehen, ob die Note schon da ist.
„BESTANDEN.“
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Sein eigener Held sein.

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