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Wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist

Wer den Bafög-Höchstsatz bekommt oder von der Familie finanziell abgesichert ist, hat diese Sorgen wahrscheinlich eher nicht. Aber es gibt auch andere Fälle. Diejenigen nämlich, die neben ihrem Vollzeitstudium auch noch arbeiten gehen (müssen!). Nicht unwichtig dabei ist zunächst die Jobsuche. Sie verlangt oft gute Nerven und dauert länger, als geplant.
Es gibt zwei verschiedene Arten der Beschäftigung für Studierende: eine kurzfristige und eine langfristige. Legt ihr Wert auf den Studentenstatus, solltet ihr bei kurzfristigen Beschäftigungen, die sich vor allem während der Semesterferien anbieten, darauf achten, nicht mehr als zwei Monate am Stück oder 50 Arbeitstage im Jahr zu arbeiten. Bei einer langfristigen Beschäftigung sollte darauf geachtet werden, dass ihr pro Monat nicht über die 450 Euro Grenze kommt.
Für Bafög-Empfänger gilt zusätzlich noch, dass sie jährlich nicht mehr als 4800 Euro verdienen dürfen (wir hatten ja bereits in einem anderen Artikel beschrieben, wie sich diese Zahlen ab dem nächsten Jahr ändern werden), solange sie nicht verheiratet sind oder ein Kind haben. Wenn ihr oder eure Eltern Kindergeld bekommt, darf (derzeit) der Freibetrag von 8004 Euro nicht überschritten werden. Soviel zu den rechtlichen Maßnahmen.
Am besten eignen sich natürlich Studentenjobs, die für eure spätere Karriere nützlich sind. So gewinnt ihr einen Einblick in euren späteren Beruf und habt vor allem Tätigkeiten in eurem Lebenslauf zu stehen, mit denen ihr nach dem Studium bei einer Bewerbung eine größere Chance habt, genommen zu werden. Arbeitsproben könnt ihr dann ebenfalls vorweisen und auch Kontakte zu möglichen Arbeitgebern sind heute überaus wichtig!
Jemand, der später RedakteurIn werden möchte, sollte so früh wie möglich für eine Tageszeitung oder ein Magazin schreiben. Gerade in diesem Bereich setzen sich eher die Leute durch, die sehr viel Berufserfahrung vorweisen können, statt diejenigen, die sich während ihrer Studienzeit auf einen sehr guten Abschluss konzentriert haben. Sogar wer deshalb zunächst ein Volontariat machen möchte, hat schlechte Karten, wenn er nie in diesem Bereich tätig gewesen ist.
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Wer seine Zukunft an der Universität oder in der Forschung sieht, kann sich als wissenschaftliche Hilfskraft an einem Lehrstuhl bewerben. Im Sommersemester 2014 bekamen HiWis an der Uni Rostock bis zu 9,05 Euro die Stunde (mit Bachelor-Abschluss 10,54 Euro/ mit Master-Abschluss 14,33 Euro). Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder ändert aber öfter mal die Höchstsätze (nach oben). Angehende Lehrer können zum Beispiel auch Nachhilfe geben oder Babysitten.

Und wenn es nur um das nackte Überleben geht, kann man auch in Fabriken, Call-Centern oder irgendwo an der Kasse arbeiten gehen (zum Beispiel bei Subway oder Kaufland). Auch zwischendurch mal als Komparse zur Verfügung zu stehen, kann ganz lustig sein. Bei der Agentur Filmgesichter kann man sich online registrieren und sobald jemand gebraucht wird, der so aussieht wie ihr, werdet ihr angeschrieben, ob ihr dann und dann an einem bestimmten Ort sein könnt. Bei Nachtdrehs gibt es einen Zuschlag. Pro Drehtag bekommt man meist um die 100 Euro.
Auf Messen, bei Veranstaltungen und in der Gastronomie, aber auch in Hotels und für Promotionjobs werden oft Studierende gesucht. Hier solltet ihr neben der Bezahlung auch auf faire Bedingungen achten und darauf, wie ihr eingesetzt werdet.
Oft kann man sehr flexibel über seine Arbeitszeiten bestimmen. Ihr solltet nicht auf Vorlesungen verzichten, weil ihr arbeiten geht!
Auch eine Einweisung von eurem Arbeitsgeber ist wichtig, denn nicht in jedem Unternehmen wird Wert auf dieselben Sachen gelegt.
Sollte der Job außerhalb von Rostock sein, fragt nach, ob ihr eine Fahrtkostenpauschale bekommt, damit ihr auch wirklich mit dem versprochenen Lohn nach Hause fahrt und nicht sogar noch Ausgaben habt!
Ansonsten viel Glück bei der Suche! Jobbörsen gibt es im Internet ja zu Hauf. Aber auch an schwarzen Brettern sollte man nicht immer ignorant vorbeilaufen..

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