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Wohnungsnot: Alternatives Wohnen auch für Rostocker Studenten?

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Es ist das Lieblingswort eines jeden Planungsbüros, seit längerem hören wir es in Rostock nahezu jeden Tag und auch wir schrieben es in die Überschrift: WOHNUNGSNOT!

Entstanden ist der Druck auf Rostock vor ein paar Jahren durch eine Studie, die bis zum Jahr 2035 ein starkes Bevölkerungswachstum prognostizierte. Zur Info: Die letzten verlässlichen Zahlen sprechen von 208,000 Einwohnern (2017) und im Jahr 2035 sollen es bereits 231,000 Einwohner sein. Allerdings kamen auch erste Zweifel an diesen Zahlen auf.

(Fun fact: Im Jahr 2013 meinte man noch, wir würden unter 200,000 Einwohner abrutschen. So schnell kann es gehen.)

Was bedeutet die Wohnungsnot für Studenten?

Höhere Mieten. So einfach ist das. Wenn wir der Prognose Glauben schenken, dann wird es schwierig bis unmöglich, rechtzeitig genug Wohnungen zu schaffen. Schon jetzt haben viele Wohnungsgenossenschaften weniger als 1% Leerstand.

Und während man ständig von neuen Projekten (beispielsweise am Werftdreieck, am Rosengarten, am Glatten Aal) liest, sind das auf keinen Fall die Wohnungen, die für Studenten erschwinglich sind.

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Wohnen wir bald alle bei Mama?

Woher soll das Geld kommen?

Für nicht BAföG berechtigte Studis sind nur Lohnerhöhungen eine echte Lösung. Dass wir uns eigentlich Vollzeit auf unser Studium konzentrieren sollen, ist ohnehin ein Mythos geworden. Auch in Zukunft werden wir mehr arbeiten müssen, um unsere Kosten zu decken, nur um uns dann anhören zu müssen, dass wir faul sind, weil wir die Regelstudienzeit nicht einhalten. Hier unsere Abrechnung zu diesem Thema: Regelstudienzeit gibt es nur für die Kinder reicher (netter) Eltern

Für diejenigen, die BAföG bekommen (übrigens sinkt die Zahl seit Jahren), ist geplant, dass die Wohnungspauschale steigt. Aktuell liegt sie bei 250€ im Monat. Wer nicht vor 10 Jahren nach Rostock kam oder mit 5 Mitbewohnern lebt, fällt lachend aus dem Doppelstockbett, wenn er hört, dass das reichen soll. Ab Wintersemester 2019/2020 soll die Pauschale übrigens auf 325€ steigen.

Wie gehen Studenten in anderen Städten mit der Wohnungsnot um?

Für uns ist die Wohnungsnot ja ein eher frisches Thema. Vor 5 Jahren sah die Situation noch ganz anders aus. Etwas entspannter, möchte man behaupten. Daher ist Rostock bisher auch in den Medien eher nicht das Paradebeispiel für Studenten, die alternative Wohnmöglichkeiten finden müssen. Hier mal ein paar Beispiele aus anderen Bundesländern.

Leben im Campervan

Für die einen ist es der Traum von der großen Reise, für andere der Alltag als Student: Leben im Wohnmobil oder im Wohnwagen. Ein Stellplatz auf einem Campingplatz ist nun mal billiger als eine Wohnung. Je nachdem wie günstig man eine Wohnung auf Rädern kauft, wohnt man vielleicht schon nach 4-6 Monaten günstiger als in einer Mietwohnung. Allerdings verzichtet man auch auf eine Menge Luxus.

Hier haben wir mal ein Beispielvideo aus Hessen für euch: Dauercampen statt Studenten WG

Tiny Houses

Kann man auf 9,5 Quadratmetern leben? Moment, nicht „Ja“ rufen, weil euer WG-Zimmer auch nur so klein ist. Wir meinen schon, eine ganze Wohnung auf 9,5 Quadratmetern. Das ermöglichen „Tiny Houses“, also winzige Häuser, die vor allem für Studenten attraktiv sind, weil sie günstiger sind als normale Wohnungen – zumindest theoretisch. Ein Zukunftsprojekt, das nicht nur für Studenten eine Alternative ist.

Doch bevor wir hier schwatzen, schaut das Video an, um zu sehen, wovon wir sprechen:

Es geht aber auch etwas weniger abenteuerlich. Keine Sorge:

Hotel Mama

Immer mehr Studenten wohnen noch zu Hause. Manche sicherlich, weil sie dort gut versorgt werden und „Mama, die beste ist“, doch problematisch wird es, wenn es dabei nur um finanzielle Aspekte geht.

Die erste eigene Wohnung – inklusive der Selbstständigkeit, die damit einhergeht – ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines jungen Menschen. Ganz zu schweigen davon, dass eine „Zwangs-WG“ mit Mama und Papa vielleicht sogar das Verhältnis zu den Eltern schädigen kann.

Jeder vierte Student lebt noch zu Hause.

Sonstiges

Manche Studis leben vorübergehend in Hostels oder sogar in Turnhallen. In Großstädten wie Berlin oder München werden Neu-Studis in Turnhallen gelagert bis sie eine Wohnung finden. Außerdem gibt es Bemühungen, Studenten bei Senioren leben zu lassen. Für Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen können Studenten dann für eine erschwingliche Miete leben. Gibt es übrigens auch in Rostock: Wohnen für Hilfe

Wie schlecht ist die Wohnsituation wirklich?

Hier könnten wir jetzt Prognosen und Vermutungen hinschreiben, doch eigentlich erfährt man die Lebensrealität von Studenten immer noch am besten – wer hätte es gedacht – von Studenten. Falls ihr also Erzählungen über Mietwucher oder sonstige Probleme mit euren Wohnungen habt, könnt ihr uns gerne schreiben. Über campus@studentsstudents.de könnt ihr eure Geschichten auch anonym einreichen, wenn ihr möchtet.

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