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“Das ist keine Prokrastination, Netflix hilft mir beim Studium!”

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Habt ihr auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ihr Netflix schaut anstatt zu lernen? Damit ist jetzt Schluss. Mit unserer Liste könnt ihr euch selbst und andere belügen – ähm, überzeugen – dass ihr nicht prokrastiniert, sondern studienrelevante Inhalte konsumiert.

Netflix & Study

1 Sprachen lernen

Für alle, die auf ihrem Stundenplan eine Sprache stehen haben – oder sogar hauptstudentlich (kein echtes Wort, haben wir gerade erfunden) eine Sprache studieren – ist es kinderleicht, seine Netflixsucht zu rechtfertigen. Immerhin bietet Netflix die meisten Serien im Originalton und mit oder ohne Untertitel an.

Unglaublich, dass wir „listening comprehension“ damals in der Schule über das Radio lernen mussten. Heute hören wir lieber Charakteren unserer Lieblingsserien zu. Ein großer Vorteil, der über das Englischlernen hinausgeht, ist, dass Netflix auch Serien aus anderen Ländern produziert und streamt.

Wir haben hier mal zwei Beispiel für die Spanisch-Neulinge. One Day at a time ist eine Eigenproduktion von Netflix, die sich um eine kubanische Familie in den USA dreht. Hier bekommt ihr also Spanisch und Englisch in einem.

Elite ist einer der neuen Netflix-Hits, die im Originalton vollständig auf Spanisch zu sehen und hören ist. Wer noch nicht 100% sicher im Umgang mit der spanischen Sprache ist, sollte vielleicht auf Untertitel zurückgreifen.

2 Politik- und Sozialwissenschaften

Als House of Cards 2013 erstmals ausgestrahlt wurde, taten einige Experten die Serie als übertrieben und unrealistisch ab. Auf die Idee kommt seit der US-Wahl 2016 allerdings niemand mehr. Zu nah liegen Fiktion und Realität mittlerweile beieinander.

Daher ist es für angehende Politik- und Sozialwissenschaftler absolut notwendig, diese Serie zu konsumieren. Immerhin werden theoretische Lerninhalte aus Vorlesung so durch praktische Mörderszenarien unterstützt. Soweit wir wissen gibt es bisher kein Seminar „Politischer Mord und wie ich ihn vertusche“.

Ein zweiter Tipp, der vielleicht nicht ganz so bekannt ist, wäre die Serie Designated Survivor. Auch hier geht es um Intrigen und das Weiße Haus. Allerdings erleben wir nicht Frank Underwood als durchtriebenen Machthungrigen sondern Thomas Kirkman als Mann, der unfreiwillig das Amt des Präsidenten einnehmen muss.

3 Psychologie

Was macht eigentlich den Unterschied zwischen „normal“ und „unnormal“ aus? Die Irrungen und Wirrungen des menschlichen Geistes zu verstehen, meine Güte, dafür bietet Netflix eine Fülle an Serien.

Serienmörder? Check! Manipulative Soziopathen? Check! Depression? Check! Missbrauch? Check!

Wir dachten uns, damit ihr euch aussuchen könnt, ob ihr heute eure Liebe zur Psychologie lieber positiv oder negativ füttert, machen wir euch zwei Vorschläge. Erstens: Black Mirror. Besorgniserregende Dystopien sind für manche ein lustiger Zeitvertreib, für Psychologen kann es allerdings auch höchstinteressant sein, die Reaktionen der Charaktere auf besagte Horrorszenarien zu studieren.

Ihr kennt Black Mirror schon und habt keine Lust in Fötusposition auf der Couch zu kauern? Dann könnte euch unser zweiter Tipp eher liegen: Atypical. Eine Netflix-Eigenproduktion, in der es um einen autistischen Jungen und seine Familie geht. Außerdem: Pinguine.

4 Jura

Kurz und knackig, Euer Ehren, hier kommen zwei der etlichen Serien mit juristischen Tendenzen. In Suits geht es um attraktive Anwälte, die sich mehr oder minder realistisch den Stolperfallen des Lebens stellen.

In How To Get Away With Murder geht es um attraktive Anwälte und Jurastudenten, die sich mehr oder minder realistisch der Tatsache stellen, dass sie ständig jemanden umbringen – und wie der Titel suggeriert, wie sie damit davonkommen.

5 Chemie

Wir machen uns gar nicht die Mühe, zu behaupten, dass wir diese tolle Idee auf unsere Fahne schreiben könnten: Jeder Artikel, der Netflix, das Studium und Prokrastination zusammenfügt, wird empfehlen, dass Chemie-Studenten einfach Breaking Bad gucken.

6 Geschichte

Historische Serien kommen gut an. Nur so lässt sich erklären, dass sie immer wieder wie Frühblüher aus dem Boden schießen. Studenten der Geschichte wird es freuen – plötzlich wird Netflix zur Recherche. Naja, okay, ein bisschen Vorsicht ist geboten, weil sich Serienschöpfer gelegentlich Freiheiten herausnehmen. Aber es geht ja ohnehin nur darum, gute Ausreden zu finden.

Reign

The Crown

7 Studienabbrecher

Falls ihr euer Studium abbrecht (vielleicht die falschen Netflix-Serien geguckt?) und danach eine kriminelle Karriere beginnt, endet die Reise für euch wahrscheinlich im Knast. Daher verweisen wir an dieser Stelle an Orange Is the New Black.

Einfach nur abbrechen, kein Knast, Drogen oder allgemeiner Nervenzusammenbruch? Na dann guckt halt einfach Brooklyn Nine-Nine. Einfach weil ihr es könnt.

Gibt es eigentlich einen Studentenrabatt bei Netflix?

Nein. Netflix bietet keinen Studentenrabatt an. Ist auch gar nicht nötig, da ihr aktuell sowieso gerade mal 7,99€ für einen einfachen Account zahlt („Mimimimi, ich hab auch keine 7,99€, mimimi.“). Ist euch auch noch zu viel? Dann gibt es da eine beliebte Methode, um den Preis noch weiter zu drücken: Sucht euch drei Freunde (bevorzugt ebenfalls arme Studenten) und teilt euch einen Premium Account. Damit könnt ihr nämlich auf vier Geräten gleichzeitig schauen und zahlt nur 13,99€. Für die Mathe-Studenten ist längst klar: Da zahlt jeder nur 3,50€ im Monat. Wenn ihr das Geld nicht übrig habt, sorry, dann verdient ihr Netflix nicht.

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Last but not least: Schreit uns an, beleidigt uns, denn wir haben mit Sicherheit eure Lieblingsserie vergessen. Wir sind offen für Verbesserungen: Denkt nur daran, dass ihr uns irgendwie verklickern müsst, warum eure Lieblingsserie einem Studenten helfen kann. Wir warten…

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