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Evaluationen an der Uni Rostock – ein Kommentar

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Die letzte Vorlesungswoche ist vorüber und so werden einem wieder die obligatorischen Evaluationen vor die Nase gesetzt. Evaluationen? Langweilig! Gehen denen die Themen aus bei StudentsStudents? Nein, im Gegenteil. Warum Evaluationen ein wichtiges Thema sind, zeigt der Kommentar von Pascal, Lehramtsstudent im dritten Semester.

Was sind Evaluationen?

Grundsätzlich sind Evaluationen Pflicht für jeden Dozenten an deutschen Universitäten – und das ist auch gut so. Gegen Ende der Vorlesungszeit werden Evaluationsbögen an die Studenten eines jeweiligen Kurses ausgeteilt, worin man dann sein anonymes Feedback zum Kurs oder Modul abgeben kann. Manchmal erfolgt dies online, auf Stud.ip, manchmal ganz klassisch im analogen Stil. Die Bögen werden dann durch ankreuzen, aber auch in Schriftform ausgefüllt, womit wir auch schon bei einem der wichtigsten Punkte sind: der Anonymität.

Wenn das Feedback analog erfolgt, dann am besten in “Ankreuz-Form”.

Wann sind Evaluationen ein Problem?

Evaluationen sind überaus wichtig, zumindest dann, wenn sie an den richtigen Punkten ansetzen und man sie tatsächlich auch anonym abgeben kann. Allerdings sieht die Realität meist anders aus. Ich habe schon oft erlebt, dass Evaluations-Blätter zwischen Tür und Angel verteilt wurden, einfach, um die „Pflicht“ zu erfüllen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass der Dozent neben einem steht, während man ein solches Blatt ausfüllt.

Von Anonymität und Interesse also keine Spur. Von dem Ausfüllen in Schriftform ganz zu schweigen, denn es hängt zwar vom Kurs ab, aber ich möchte wetten, dass einige Dozenten meine „Sauklaue“ unter Hunderten wiederfinden würden. Letzten Endes könnte ich dann auch direkt meinen Namen unter das Feedback setzen und auf die rot-markierte Korrektur vom Dozenten warten, um es übertrieben zu sagen. Anonymität sollte groß geschrieben werden, schließlich weiß man nie, ob die Kritik einen am Ende wieder auf die Füße fällt, wobei diese doch so überaus wichtig ist.

Die Anonymität des Studenten sollte beim ausfüllen der Evaluation gewahrt bleiben.

Wozu brauchen wir Evaluationen?

Evaluationen bieten perfektes Potenzial, um Dozenten konstruktive Kritik mit auf den Weg zu geben. Viele Dozenten sind gewillt, den Kurs so gut wie möglich zu optimieren und dazu ist konstruktive Kritik der Schlüssel. Sollte das Seminar ohnehin von Anfang bis Ende top gewesen sein, bringt auch ein Lob sehr viel. Schließlich sind Dozenten und Professoren auch nur Menschen und wenn man schon einmal die Gelegenheit dazu hat, ein positives Feedback auszusprechen, sollte man diese Chance nutzen. Lieber tut man dies in so einem Rahmen, als unnötig aufdringlich nach dem Kurs – schließlich möchte man ja nicht schleimen.

Fazit

Denk nicht zu egoistisch, denk dir nicht „nach mir kommt die Sintflut“. Hab ein Auge für deine nachkommenden Kommilitonen, die dank deines Feedbacks an den Dozenten einen besseren Unterricht erleben dürfen. Wird jeder Student so denken (und der Dozent auf die Kritik eingehen), wirst auch du am Ende davon profitieren. Dank Kommilitonen aus höheren Semestern weiß ich, dass Dozenten ihre Art zu unterrichten durchaus überdenken. Auch ich konnte schon profitieren. Fass dir also ein Herz, nimm dir das nächste mal 5 Minuten mehr Zeit und gib konstruktives Feedback. Nutze die Stimme, die dir gegeben wird.

Wer berechtigte Kritik übt, wird Verbesserung ernten.

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