Informationsportal für Studierende in Rostock

Hausverbot

Wie hat er das geschafft? Dieser Typ hat in (fast) allen Rostocker Clubs Hausverbot

in Allgemein/Nachtleben von
Facebookredditpinterestmail

Es gibt immer den einen Kumpel, der auf Partys keine Grenzen kennt. Geht alles gut, hat man eine witzige Story. Geht irgendwas schief, kann es immer noch witzig sein. Nur, was ist, wenn man so oft aus den Clubs fliegt, bis man in allen Läden, die man mag, Hausverbot hat? Unser Autor kennt da jemanden, dem das passiert ist. Nennen wir ihn für diesen Artikel mal klassisch Ralle. Wie hat er das geschafft?

ST 

Ralle wollte sich schon immer einmal an den Deckenbalken durch das ST hangeln, um von dort oben die Gäste mit einer Bierdusche zu beglücken. Sturzbetrunken ließ er für einen Eisbonbon-Schnaps Taten folgen. Einige rissen zwar frohgemut ihre Schnäbel auf, doch letztendlich war das einfach nur eine dumme Idee. Nach wenigen Sekunden fiel Ralles besoffener Kadaver zu Boden wie ein Sack Kartoffeln und begrub ein paar zierliche Ersti-Mädels unter sich, die sich dabei verletzten (aufgeplatzte Lippe, verstauchter Knöchel). Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle.

JAZ

Eines JAZ-Abends stagnierte die Party-Stimmung. Elektro ist für gewöhnlich eh nicht Ralles Ding. Scheinbar hat ihn die Musikrichtung trotzdem irgendwie getriggert und so hielt er es für eine witzige Idee, in den Raum mit dem Sicherungskasten zu gehen und den kompletten Laden lahm zu legen. Gesagt getan. Licht aus, Musik aus und großes Durcheinander. Jemand hatte ihn gesehen und ausgeliefert. Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle. 

Helgas Stadtpalast

Ralle war mal wieder überall und nirgends unterwegs, um irgendwelche Leute vollzulabern. Irgendwie hatte er es geschafft, eine monströs große Flasche Pfeffi unbemerkt aus dem Bar-Inventar zu entwenden. Und noch während er demonstrativ ansetzen wollte, um daraus zu trinken, packte ihn die Pranke des Türstehers und zog ihn grob aus der Menge. Anstatt Einsicht zu zeigen, lamentierte er noch rum und beleidigte den Türsteher, woraufhin Ralle einen an Latz bekam. Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle. 

Peter Weiss Haus

Foto: rostock-heute.de

Vor ein paar Jahren gab es eine extrem überfüllte Party im PWH. Sogar das Café Marat hatte die Pforten geöffnet. Dort gibt es eine Tür, die direkt auf das Gelände der Rostocker Brauerei führt – und die war offen. Diese Chance musste Ralle natürlich nutzen und so spazierte er durch die Tür und schlenderte auf dem Brauerei-Gelände umher – vielleicht gab es ja irgendwo Bier. Nicht lange und es ertönte das Bellen zweier grimmiger Rottweiler, die zwei nicht minder grimmige Nachtwächter hinter sich her zogen. Die Polizei wurde benachrichtigt und Ralle aufs Revier geführt. Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle.

Palette 

Foto: instagram @tobias.frohriep

Hinten am Fischereihafen gibt es die kleine verborgene Palette, wo sich das alternative Partyvolk trifft. Ralle, etwas euphorisch-besoffen, forderte einen Typen zu einer Mutprobe heraus. Es ging darum, draußen über die Feuerschale zu springen. Ralle machte vor und sprang beim Landen mit seiner Hacke auf den Rand der Schale, die daraufhin umkippte. Er selbst bekam die ganze Glut ins Kreuz. Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle.

LT

Ralle konnte dem LT nie viel abgewinnen. „Zu versnobt, zu wenig Rock ’n’ Roll“, sagt er. Darum war er nur froh, als ihn die Türsteher nicht in den Club ließen. Damit er für die nächsten Male eine Ausrede hatte, nicht mitzukommen, beschloss er, sich trotzdem darüber aufzuregen, nicht in den Club zu kommen. Eigentlich würde er so etwas arrogantes nicht sagen, „aber die Türsteher mussten mal von ihrem hohen Ross herunterkommen“ und so beschimpfte er sie als „abiturlose Affen, die ihn, mit jedem Wort, das sie von sich geben, in seiner Intelligenz entehren.“ Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle.

Last but not least…

Der Studentenkeller

Ralle ist ein Meister der Ablenkung. Er kann Menschen in Gespräche verwickeln und sie nebenbei ausrauben. Das hat er noch nie gemacht, aber er könnte es jederzeit erfolgreich tun, versichert er uns. Eines Mittwochs im Keller ging er für einen Streich ähnlich vor. Er schmuggelte ein Fläschchen extrascharfen Tabasco mit in den Club und verwickelte irgendwelche fremden Leute so tief in Gespräche, dass sie nicht mitbekamen, wie er nebenbei eine Fingerspitze von dem Teufelszeug auf deren Flaschenöffnung schmierte. Um den Streich zu vollenden, stieß Ralle mit seinem Gesprächspartner freundschaftlich an, um einen Schluck aus der Flasche zu nehmen. Seine armen Opfer spürten wenig später ein furchtbares Brennen auf ihren Lippen und fanden das natürlich gar nicht witzig. Zack, hochkant rausgeschmissen und Hausverbot für Ralle.

Habt ihr schon mal Hausverbot bekommen? Kann es sein, dass ihr nicht ganz so übertreibt wie Ralle? Wer ist der Ralle eures Freundeskreises und muss sich endlich mal zusammenreißen?

rostock

Facebookredditpinterestmail
Facebookrss

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Neueste von Allgemein

nach Oben