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Er ist wieder da! Gurgul, der Geist aus der Südstadt-Bibo, wurde gesichtet

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Vor einem Jahr berichteten wir von einem Studenten, der sich nachts allein in der Südstadt-Bibliothek einschloss und den Schrecken seines Lebens erfuhr. Er wurde unfreiwilliger Zeuge paranormaler Aktivitäten. Bücher, die durch die Gegend flogen, ein blutiger Zahn auf einem Schreibtisch, Geräusche aus dem Keller und ein Geisterwesen namens Gurgul. Nun haben sich die Ereignisse wiederholt. Vier Studenten haben den sogenannten „Bücherwurm“ aus der Südstadt-Bib unabhängig voneinander mit eigenen Augen gesehen. Für StudentsStudents  berichten sie von ihren Erlebnissen.

Man munkelt und flüstert im Herbstesturm – von Gurgul, dem Dämon, dem Bücherwurm. Ein einsamer Ersti und Sonderling zwar, im Grunde jedoch unscheinbar. Klaus Müller, so hieß er, ehe jeder ihn Gurgul rief und ehe er für mehr als 60 Jahre verborgen unter der Südstadt schlief. Ein Leben für bedrucktes Papier, saugte er Wissen wie Blut ein Vampir. Doch Hohn und Spott überkamen ihn, er wurde verfolgt, er musste fliehn. Drei Kommilitonen lauerten ihm auf, packten ihn und raubten ihn aus. Entrissen ihm das wertvollste Buch, verbrannten es – der Beginn eines Fluchs. Jeher ward Klaus nie mehr gesehen, er wurde vergessen, doch er wird auferstehen. Am Orte, wo einst sein wird eine Bibliothek, wird er kommen, sich rächen, wenn ihr nichts versteht. Wenn ihr euch beklagt, zu lesen ein Buch, kehrt Klaus zurück – es beginnt der Fluch. Als Gurgul wird er sein Unwesen treiben und für immer in euren Köpfen bleiben. So lange ihr lernt und fleißig lest, wird euch nichts passieren. Doch solltet ihr es doch riskieren, dann nehmt euch in Acht, wenn Gurgul, der Bücherwurm, in der Südstadt erwacht.
Sandra, 24, 2. Obergeschoss, 26.10., 23.05 Uhr

Die Bibliothek war schon fast leer und ich war, ehrlich gesagt, mehrmals kurz davor einzuschlafen, bevor ich Gurgul plötzlich sah. Es war wie ein flüchtiger Schatten zwischen den Bücherregalen. Anfangs dachte ich, ich wäre einfach übermüdet und habe deshalb meine Sachen zusammengepackt, um nach Hause zu gehen. Dabei fiel mir mein Kugelschreiber runter und als ich mich bückte, um ihn aufzuheben, schaute mich ein kleines Wesen mit weit aufgerissenen Augen an, das unter dem Tisch hockte. Ich habe vor Schreck aufgeschrien, habe aber keinen Ton rausbekommen. So als hätte mir jemand die Luft abgeschnürt. Ich bin hingefallen. Im nächsten Moment bekam ich wieder Luft. Da war das Wesen weg. Darum habe ich mir eingeredet, dass ich mir das eingebildet habe. Ehrlich gesagt, kann ich es rückwirkend auch nicht mehr einschätzen, wie real das war. Doch es fühlte sich verdammt echt an.

Max, 27, Kellergeschoss, 27.10., 23.10 Uhr

Gurgul stand hinter der Atlas-Statue im Keller, so als würde er sich verstecken. Aber er beobachtete mich. Es war zwar schon etwas creepy, aber naja…ich habe das einfach ignoriert. Ich habe nicht wirklich daran gedacht, dass das jetzt wirklich ein Dämon oder Geist ist oder so, eher, dass das irgendein Hoschie ist, der zu viel StudentsStudents gelesen hat. Mir war die Story bekannt, aber das war ja klar, dass das damals ein Gag war. Und dann schleicht so eine Gestalt ein paar Tage vor Halloween durch die Bib? Ich glaube nicht daran.

In dieser Globus-Uhr soll Gurgul leben.
Julia, 22, 2. Obergeschoss, 28.10., 23.50 Uhr

Ich wollte gerade nach Hause und musste vorher nochmal auf Toilette. Innen an der Klotür stand  mit rotem Filzstift geschrieben: „Nimm dich in Acht, wenn der Bücherwurm erwacht.“ So etwas fällt natürlich auf, aber man denkt sich nichts dabei. Als ich mir die Hände waschen wollte, flackerte auf einmal das Licht, ehe es ganz ausging. Eine der Toilettentüren ging auf. Es wurde plötzlich alles kalt und es war so als ob das gesamte Glück der Welt plötzlich verschwunden war. Ich bekam am ganzen Körper eine unheimliche Gänsehaut und erkannte, dass da irgendwas war. Mit der Taschenlampe meines Smartphones versuchte ich, zu erkennen, was sich da bewegte. Ein verhülltes kleines Wesen stand in der Ecke. Ich ergriff sofort die Flucht. Dabei versuchte es, mich am Arm zu packen und kratze mich. Ich konnte mich losreißen und meldete den Vorfall den Nachtwächtern, doch als sie nachschauten war weder von dem Wesen eine Spur zu finden, noch von dem Schriftzug an der Tür. Die Kratzer an meinem Arm sind jedoch auch heute noch da.

Carlo, 24, 1. Obergeschoss, 29.10., 23.45 Uhr
Gurgul hat euch im Auge.

Ich hatte gerade meine Bücher zurückgebracht und kam zu meinem Platz zurück. Dort lag ein blutiger Zahn. Sofort musste ich an euren Artikel denken, den ihr vor einem Jahr gepostet habt. Aber das konnte man ja nicht für voll nehmen. In dem Moment wurde mir allerdings schon ein bisschen anders und ich schaute umher, ob mich irgendjemand verarschen wollte. Doch da war niemand. Ich war ja fast allein. Die anderen zwei Studenten, die noch in meinem Geschoss saßen, hatten auch niemanden gesehen. Als ich die Treppe runterging, lag dann auch noch ein Buch auf den Stufen: Leitfaden für Operationsübungen am Cadaver und deren Verwerthung am lebenden Menschen, Signatur WC 5050 G979. Auch dieses Buch kam in eurem Artikel vor. Darum dachte ich, das wäre ein schlechter Scherz von euch zu Halloween. Als ich mich daraufhin erneut umschaute, stand am obersten Ende der Treppe diese Gestalt – wie auf euren Fotos. Habt ihr damit etwas zu tun, denn, wenn ja, dann ist das alles andere als lustig.

Ihr seht, es spukt wieder zwischen den Bücherregalen. Kurz vor Halloween lässt sich Gurgul seit 4 Tagen jeden Abend in der Südstadt-Bib blicken. Wird er auch heute wieder sein Unwesen treiben? 

Ihr Jonathan Frakes.

Wie dem auch sei:

Euch allen ein fröhliches Halloween! 😉

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