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Wo befindet sich eigentlich das sagenumwobene „Herz der KTV“?

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In diversen WG-Anzeigen wird allzu inflationär damit geworben, dass sich das Objekt der Begierde „direkt im Herzen der KTV“ befindet. Doch stimmt das wirklich? Wo befindet sich dieses sagenumwobene Herz überhaupt? Eine anatomische Analyse.

Seid ihr euch da sicher?

Im Folgenden werden teils durchaus populäre Gebiete der KTV NICHT zum Herzen dazugezählt. Diese Orte sollen dadurch weder denunziert noch degradiert werden. Es geht lediglich um den Versuch, dieses verflixte Herz so gut wie möglich zu orten und zu definieren.

Blicken wir zunächst auf ein Satelliten-Bild der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wir sehen, es handelt sich um ein sehr weitläufiges Gebiet, das sich weit die Warnow hinauf erstreckt. Die Wenigstens werden wissen, dass dieses karge Gewerbegebiet theoretisch noch zur KTV gehört. Ist aber so. Diese Ecke vergessen wir ganz schnell, da sie absolut nichts mit dem gesuchten Herzen zu tun hat.

Abbildung 1: Hier erkennen wir die Grenzen der KTV

Darum zoomen wir doch noch ein Stück weiter heran. In Abbildung 2 erkennen wir das, was viele als das Herz der KTV bezeichnen würden. Doch so eine vage Festlegung, so Pi mal Daumen, genügt uns nicht. Denn seien wir mal ehrlich, wir reden hier von nicht weniger als einem Herzen, dem überlebenswichtigsten Organ des beliebtesten Stadtviertels Rostocks. Es gehört einiges dazu, um dieser Funktion gerecht zu werden.

Abbildung 2: Die Herzspitze ist deutlich zu erkennen

Beim Blick auf das Satelliten-Bild stellen wir etwas Atemberaubendes fest: Die Spitze des Herzens der KTV ist durch das Straßennetz sogar sichtbar. So erkennen wir ganz klar, dass, ausgehend vom Dobidöner, in einem Winkel von 35° der Barnstorfer Weg und die Doberaner Straße abzweigen. Beide Straßen bilden zusammen die untere äußere Hülle des Herzens, welche an den jeweiligen Kreuzungen zur Margaretenstraße endet. Die Leonhardstraße teilt diesen Bereich in linke und rechte Herzkammer.

Die rechte Außenseite verläuft weiter die Waldemarstraße hinauf, wo sich der sogenannte „rechte Vorhof“ befindet und ab der Kreuzung zur Fritz-Reuter-Straße, einen Bogen Richtung Borwinstraße zum Geier schlägt. Hier befindet sich die Aorta. Von dort schwingt sich eine weitere Kurve zur Doberaner Straße, Ecke Klosterbachstraße und führt über den linken Vorhof geradeaus zurück zur Spitze des Dobis. Et voilá: das Herz der KTV.

Wieso wird nun diesem Gebiet die Ehre zuteil, den Titel „Herz der KTV“ zu tragen? Nun, abgesehen von der zentralen Lage des markierten Gebietes, befindet sich dort ebenso die Hauptenergiequelle der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell und kneipentechnisch. Man denke nur an den Geier, das Peter Weiss Haus mit dem Freigarten, das Warmbad, den Piraten, das Li.Wu, das Molotow, den Vegangster, den Brink, den immer mehr florierenden Barnsdorfer Weg mit seinen kleinen Klöterkram-Läden und Boutiquen, die Eisscholle, die vielen Cafés, das Median, den Späti und den Margaretenplatz mit seinen Märkten. Nicht zu vergessen: die Brauerei, die uns mit dem lebenswichtigen Gerstensaft versorgt und diesen über die Venen der Stadt an den restlichen Organismus der Stadt verteilt – bis nach Toitenwinkel und noch viel weiter. Man könnte noch so einige Spots aufzählen.

Eine Skizze des Herzens der KTV, die auf dem Schulterblatt eines alten Mannes tätowiert war.

Von diesem Gebiet ausgehend breitet sich das Szeneleben aus und beeinflusst den Rest der KTV maßgeblich. Der Einfluss und der Lebensgeist dieser Gegend fließt durch wichtige Stadtviertel-Venen, z.B. die Friedrichsstraße mit der Frieda 23 und all die anderen Straßen, in denen ihr KTVler wohnt. Die Kröpeliner-Tor-Vorstadt ist in seiner Gesamtheit ein lebendiger, gesunder Organismus und es ist cool, hier zu wohnen. Doch wer wirklich von sich behaupten möchte, im Herzen der KTV zu leben, der kann sich nun vergewissern, ob er dies auch wirklich tut – zumindest nach diesem Analyse-Ansatz.

Ihr Jonathan Frakes.

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