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Aliens in MV?
Ufo-Absturz in der Ostsee und Kornkreise auf Rügen

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StudentsStudents traf den Hobby-Ufologen Holger K.* (32) aus Kühlungsborn und sprach mit ihm über Verschwörungstheorien außerirdischen Lebens in Mecklenburg Vorpommern. Alu-Hüte sind aber nicht nötig. Ein Interview für Akte X.

Achtung, Kopf einziehen: In MV könnten Euch Ufos begegnen.

StudentsStudents: Holger, Du bist Hobby-Ufologe. Wie viele Ufos hast Du selber schon gesichtet?

Holger K.: Mit 17 befuhr ich eines Abends mit meinem Bruder eine Landstraße in Richtung Klütz. Wir wunderten uns, warum vor uns immer mehr Autos an den Straßenrand fuhren und ihr Warnblinklicht einschalteten. Sie stiegen aus und starrten in den Nachthimmel. Als wir es ihnen gleichtaten, zuckten seltsame Lichter über uns hinweg. Sie bewegten sich schnell und relativ niedrig. Ich möchte nicht beschwören, dass es ein Ufo war, aber es sah schon verdammt ungewöhnlich aus.

Hältst Du es für möglich, dass Außerirdische unter uns leben – auch hier in Mecklenburg?

Das halte ich für möglich, ja. Zumindest, dass sie uns bereits besucht haben, was in meinen Augen der Grundstein für viele Göttermythen mit „Reisenden“ vom Himmel ist. Warum sollten sie sich nicht unbemerkt immer mal wieder blicken lassen? Und Außerirdische in Mecklenburg… (überlegt) Lorenz Caffier vielleicht. Bei der Innenpolitik ist der eindeutig nicht am Wohle der Menschheit interessiert. (lacht)

Der Innenminister von MV ein intergalaktischer Schurke?

Gibt es sichtbare Anzeichen oder Spuren, dass irgendein außerirdisches Leben seine Tentakeln oder einen Fuß auf mecklenburgischen Boden gesetzt hat?

Ja, u.a. wurden auf Rügen gehäuft Kornkreise entdeckt. 2002 kam es zu zwölf Vorfällen. Die Bauern haben sich beschwert, dem Ganzen wurde nachgegangen, aber nichts konnte rausgefunden werden. Das Verrückte ist, dass sich dieses Phänomen seitdem gehäuft hat. Kornkreise waren auf Rügen schon in den 90ern immer wieder ein Thema – und das ist den Behörden auch bekannt. Ich frage mich: Wie kann das immer wieder unbemerkt passieren? Ist das nicht seltsam?

Kornkreise in Stönkvitz auf Rügen – Foto: spiegel.de

Schon ein wenig. Aber mal im Ernst: Kornkreise? Klingt nach einem besoffenen Bauern, der Aufmerksamkeit wollte.

Unwahrscheinlich. Das Kornkreis-Phänomen wird schnell belächelt, doch es lohnt sich, in einige Details hineinzulesen. Wo treten sie gehäuft auf? Wodurch verbiegen sich die Halme? Denn gebrochen sind sie oftmals nicht. Es bedarf Einiges, um in solch Perfektion spurlos und ohne die Halme zu brechen, so einen Kornkreis zu ziehen – sofern es überhaupt von Menschenhand möglich ist. Auf Rügen haben wir das selbe Phänomen. Davon abgesehen tauchen auf der ganzen Welt Kornkreise auf. Schon im Mittelalter wurden welche dokumentiert, als an Aliens noch gar nicht zu denken war. Es ist also nicht mal ein Trend der Moderne.

Glaubst Du, es handelt sich dabei um eine Art Kontaktaufnahme von Außerirdischen mit Menschen?

Definitiv. Sollten die Kornkreise tatsächlich von Außerirdischen stammen, dann werden sie uns damit etwas mitteilen wollen. Die Frage ist nur: Was? Das können wir bisher noch nicht sagen. Aber es gibt da neben den Kornkreisen noch diese recht faszinierende und spannende Geschichte von einem möglichen Ufo, das in der Ostsee abstürzte.

Die Umrisse eines abgestürztes Ufo? – Foto: thesun.co.uk

Klär uns auf.

2011 entdeckten Schatztaucher vor der schwedischen Küste mit ihrem Sonar in 80 Meter Tiefe eine metallische Anomalie mit einem Durchmesser von rund 60 Metern. Ihre Messgeräte verhielten sich ungewöhnlich in der Nähe des Objektes, empfingen Störungen oder gingen gar aus – und das hat nichts mit der Tiefe zu tun, denn andernorts funktionierte die Technik an viel tieferen Stellen. Materialproben ergaben, dass sich neben Granit und Sandstein u.a. vulkanisches Basalt darunter befand. Das Objekt ist wohl bis zu 140.000 Jahre alt und kann augenscheinlich nur künstlich hergestellt worden sein. Allein die teilweise exakt rechtwinklige Geometrie, die auf dem Objekt vorzufinden ist, weist darauf hin, dass es kaum natürlichen Ursprungs sein kann. Ein weiteres Indiz ist, dass es teilweise aus Limonit und Goethit besteht – Metalle, die in der Natur nicht vorkommen. Was die Sache noch interessanter macht: Das Teil weist klare Verbrennungen auf, aber in dieser Gegend gab es seit 150 Millionen Jahren keine vulkanische Aktivität mehr. Woher stammen diese Verbrennungen also? Mit der Eiszeit ließe sich das nur bedingt erklären. Stichwort: Gletscherwanderung. Doch es ist weit und breit das einzige Objekt dieser Art. Dann wäre da noch dieser gespaltene Felsen und die direkt daran anschließende mysteriöse Schneise hinter dem Objekt – wie bei einem Absturz.

Und in dem Wasser schwimmen wir im Sommer…

Das ist doch ein sensationeller Fund. Wieso ist dieser Fall trotzdem so unbekannt?

Der Fall ist keinesfalls unbekannt. Da muss man nur die internationale Presse prüfen – sogar CNN hat darüber berichtet. Und immerhin hat n-tv eine Doku im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. (lacht)

Aber warum wird dem dann nicht weiter nachgegangen?

Die Entdecker, Peter Lindberg und Dennis Asberg, haben Probleme, Geldgeber für eine weitere Expedition zu finden. Anfangs sprachen sie lediglich von einem archäologischen Sensationsfund, jedoch nie von einem Ufo, um seine Investoren nicht abzuschrecken. Lindberg zog so etwas jedoch in Erwägung. Irgendwie sickerte das zur Presse durch und schon wurde er als Spinner diffamiert, was ihn sehr mitnahm. Letztendlich wurde es ins Lächerliche gezogen und der Geldhahn zugedreht. Sehr schade. Sollte es sich wirklich um ein Ufo handeln, würde sich unser Leben grundsätzlich ändern. Alles, was wir bisher über die Welt wussten, würde in Frage gestellt werden – vielleicht ist das auch der Grund, weshalb Ufo-Phänomene schnell abgewürgt werden.

Bei der Geburt getrennt: Ostsee-Anomalie & Millennium Falke

Und das war‘s? Niemand sonst interessiert sich für das Ufo in der Ostsee?

Nein, jedenfalls nicht so akribisch, wie es notwendig wäre, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Man könnte nun wilde Verschwörungstheorien aufstellen. Genug Futter gibt es dafür. So bleibt beispielsweise die Frage, weshalb jährlich ausgerechnet im nahen Umfeld der Anomalie das internationale North-Coasts-Manöver der NATO durchgeführt wird. Geheimoperationen und Forschungen an der Anomalie? Möglich. Beweise gibt es dafür leider nicht. Fakt ist, das Objekt, was immer es sein mag, ist immer noch da unten. Ein Rätsel, das, aus welchem Grund auch immer, niemand öffentlich lösen will. Das finde ich sehr verwunderlich.

Holger, bist Du ein Verschwörungstheoretiker?

In gewisser Weise bin ich das wohl, ja. Aber der Begriff ist so negativ behaftet. Vielleicht versuche ich einfach an Stellen zu suchen, die – warum auch immer – übersehen werden. Ich hake nach, wenn mir etwas seltsam erscheint. Ich finde es fahrlässig, Dinge nicht zu hinterfragen, lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren. Die Ufologie ist einfach meine Leidenschaft. Leider ist in Zeiten von YouTube, mit seinen schnell monetarisierenden Klickzahlen, auch eine Menge Blödsinn im Umlauf, wobei es nur darum geht, Leute mit Fakes reinzulegen und lächerlich zu machen. Das schadet dem Ansehen von Ufologen. Ich bin kein paranoider Sinnsucher, der die Erde für flach hält und an Reptiloiden glaubt. Ich möchte nur niemand sein, der sich eine Sache nicht vorstellen kann, nur weil er sie nicht kennt.

*der Name wurde auf Wunsch geändert

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