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Unser Kaffee wird grün: Rostock sagt Pappbechern den Kampf an

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Ginge es nach den meisten Studenten, so würden sie sich ihren überlebenswichtigen Kaffee auch intravenös zuführen. Dieses psychotrope Heißgetränk setzt bei uns ungeahnte Kräfte frei. Des Popeyes Spinat, ist uns der Kaffee. Welch gewohntes Bild: ein Student mit dem Pappbecher in der Klaue, völlig übermüdet, schon wieder zu spät, völlig verplant. Wir geben uns Mühe, unserem Klischee gerecht zu werden.

coffee to go

Statistisch gesehen…

…trinken beinahe 50% der Studenten täglich Kaffee. Nur Wasser wird häufiger getrunken. Um bei Statistiken zu bleiben: In Rostock gehen pro Stunde ca. 800 Pappbecher – häufig mit Kaffee gefüllt – über die Theken. Achthundert pro sechzig Minuten! 100 Tonnen Müll produzieren wir jährlich allein auf Grund unserer Kaffeelust. Das Problem: Die meisten Pappbecher sind nicht recycelbar, da sie beschichtet sind. Zudem finden sie nur allzu selten den Weg in die städtischen Mülleimer.

Die Idee

Merke: Die herkömmlichen Gefäße für den Kaffee auf die Faust tun der Umwelt nicht gut. Darum sagt Rostock den Pappbechern den Kampf an und wird dabei innovativ – das berichtete vor kurzem die Ostsee-Zeitung. Die Idee: wiederbefüllbare Mehrwegbecher, mit denen die Kaffee-Genießer sogar noch sparen können. So gibt es für diejenigen, die diesen Mehrwegbecher nutzen, bei vielen Bäckern Rabatt auf das schwarze Heißgetränk.

Wer macht mit?

Insgesamt beteiligen sich bisher acht Bäckereien unserer Hansestadt an der „Nachfüllen“-Aktion: Stadtbäckerei Junge, Marktbäckerei Hornung, „Ihr Bäcker“, Mahlwerk Warnemünde, Back-Factory, Le Crobag, Brezelbäckerei Ditzsch und Ronja Espresso. Hier kannst du auch deinen eigenen Thermobecher mitbringen und befüllen lassen.

Die einzigen Bedenken, …

…beziehen sich auf die Hygiene. Ein Becher darf nach vorgeschriebenen Regeln nur absolut sauber aufgefüllt werden. Ein Problem, das dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung macht? Nein, denn das Gesundheitsamt hat diesbezüglich bereits sein „Ok“ gegeben. Der Weg ist also frei, um sukzessive den Pappbecher aus Rostock zu verbannen.

Pfand für Kaffeebecher?

Ja, auch ein Pfand-System ist denkbar – so wie beim Weihnachtsmarkt mit den Glühwein-Tassen. Logischerweise wäre die Produktion von Mehrwegbechern mit etwas mehr Aufwand verbunden, doch für die teilnehmenden Bäckereien steht die Umwelt an erster Stelle. Rostock soll sauberer werden. Und irgendwann wird es vielleicht keinen einzigen Pappbecher mehr geben, sofern alle mitziehen.

Kaffee Bohne

Ein vorbildliches Vorhaben, findet StudentsStudents. Hier kann man ansetzen, um auch in anderen Bereichen die Stadt vorteilhaft sauber zu halten, denn unnötiger Müll ist überall zu finden.

*Quelle: Ostsee-Zeitung, 25.08.2017

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