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Rostock sieht queer: das QueerFilmFest

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Queerbeet, queerfeldein, kreuz und queer – kleines Wörtchen, doch große Wirkung. Was steckt dahinter? Ursprünglich negativ konnotiert, meint queer die Abweichung von der Norm. Diese Definition gefällt uns aber nicht. Queer beschreibt viel mehr das Recht, sein eigenes Leben mit unterschiedlichsten Vorstellungen und sexuellen Vorlieben leben zu dürfen – und das ohne Kompromisse und jenseits von gesellschaftlich auferlegten Geschlechterrollen.

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Auch in Rostock wird queer gedacht und deshalb jährlich das QueerFilmFest gefeiert. Unsere Stadt muss bunter werden – das dachten sich auch die Veranstalter des Filmfests.  Im Team befinden sich fleißige Ehrenamtler, die selbst einen Bezug zur queeren Szene haben und diese besonderen Filme einfach lieben. Zum neunten Mal findet es dieses Jahr  vom 19.-21. Oktober im Peter-Weiss-Haus statt. Dieses wird dann zum gemütlichen Kino umfunktioniert. Neben Dokumentationen, Love-Storys und Kurz- und Animationsfilmen gibt es auch Musikvideos auf die Augen. Thematisch wird es sich um ein buntes Filmangebot handeln, das sich mit dem Geschlecht und der Liebe für Jedermann auseinandersetzt. So werden in den gezeigten Filmen Geschichten von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Protagonisten und Protagonistinnen erzählt.  Alle Beiträge werden in Blöcken jeweils 20 und 22 Uhr an den drei Fest-Tagen gezeigt. Auch Publikumsgespräche mit Regisseuren und Workshops rund um das Thema „queer“ wird es geben. Abgerundet wird das Spektakel mit einer feuchtfröhlichen Abschlussparty am Sonnabend. Der Eintritt ist sogar an allen drei Tagen frei. Alle Infos zum Programm und den Machern dieses Festes findet ihr hier.

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Spoiler-Alarm! Keine Sorge, allzu viel verraten wir nicht. Trotzdem wollen wir euch kurz und knapp zwei Filmchen vorstellen, die unter anderem auf dem Rostocker QueerFilmFest laufen werden.

„Mein wunderbares West-Berlin“ 

Dieser Film wird der Auftakt des Filmfestes sein. Worum geht es? Um Berlin mit seiner typischen multikulti Großstadt-Facette. In Berlin trifft sich die Welt, das war schon immer so. Die Doku nimmt euch mit auf eine Tour queer durch West-Berlin, deren bunte Szene, Subkultur, Clubs und Bars. Vorgestellt werden die unterschiedlichsten Charaktere, die queere Geschichten zu erzählen haben. Es ensteht ein lebendig-farbenfrohes Mosaik aus Lebensgeschichten, das einen Einblick darüber gibt, wie bunt West-Berlin war und ist.

„Gods own Country“

Vergesst „P.S. Ich liebe Dich“, „Tatsächlich Liebe“ oder andere Hollywood-Schnulzen. Hier kommt ein knackiges Liebesdrama aus England, das mal frischen Wind auf die Leinwand bringt. Der Film erzählt von der Beziehung eines jungen Schafzüchters mit einem rumänischen Wanderarbeiter. Die beiden können sich zunächst nicht ganz so riechen, lernen sich dann jedoch kennen und lieben. In diesem Film solltet ihr euer Popcorn gut festhalten –  es ist eine Menge Alkohol und vor allem viel Sex im Spiel.

Ob homo, hetero, trans, oder bi – jeder soll lieben, wen er möchte und vor allem so sein, wie er möchte. Wichtig ist doch, dass man mit offenen Armen durch die Straßen läuft und Toleranz an den Tag legt, egal ob im Märchen der Prinz die Prinzessin heiratet.  Queer sein, bedeutet, den oder das zu lieben, den man möchte, keine Angst davor zu haben, offen mit seinen Gefühlen umzugehen und aller Welt zu zeigen, dass man verliebt ist. In wen oder was, ist doch schnurzegal. Der queere Film ist dabei ein weiterer, großer Schritt in Richtung Weltoffenheit, Akzeptanz und Toleranz für die bunte Welt, in der wir leben! Diese Offenheit fängt klein an, zum Beispiel beim QueerFilmFest in Rostock.

Rostock ist bunt. Foto: jennidwk auf Instagram
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