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Mit dem Fahrrad von Rostock nach Australien? Challenge accepted!

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Zwei Männer, zwei Fahrräder, eine Idee. Eine ziemlich Verrückte sogar!

Man stelle sich vor, eine Reise nach Australien zu planen. Vom Rostocker Stadthafen bis nach Sydney beträgt das 10.020 Meilen oder auch 16.125 Kilometer Luftlinie. Mit dem Flugzeug ist man in ungefähr 24h dort, ein Katzensprung also. Mit dem Heißluftballon dauert es etwas länger – 322 Stunden, aber das nur so nebenbei 😉 Wenn man nun aber keine Lust hat, eines dieser Fortbewegungsmittel zu nutzen, hat man noch die Möglichkeit den Drahtesel dafür zu nehmen. „Kleine Fahrradtour“, dachten sich die Jungs von RobTob Ahoi bestimmt und sind frei nach dem Motto „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken“ zu ihrem Abenteuer aufgebrochen. Ja, ihr lest richtig, sie SIND aufgebrochen. Derzeit haben sie bereits 19 Länder mit dem Fahrrad durchqueert und befinden sich genau in diesem Moment in Hat Yai in Südthailand. Das gemeinsame Ziel Australien schwebt dabei immer wie eine kleine Wolke über dem Fahrrad.

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Bei RobTob Ahoi handelt es sich um zwei lässige Rostocker Boys – Robert und Tobias, oder auch Tobsen genannt. Das Ahoi in ihrem Namen steht für Abenteuerlust, leichte Lebensmüdigkeit und natürlich für Gefaaaaaahr! Also nix mit „Lebe dein Leben, du hast nur 1“ – Lisa, 21, war ein Jahr in Australien, sondern die Beiden ziehen ihren Plan eiskalt durch und lassen den Nervenkitzel einfach auf sich zukommen.

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„Eine Radreise, wie wir sie uns in den Kopf gesetzt haben ist nur bedingt planbar. Jeder Tag wird anders sein und mit vielerlei unterschiedlichen Überraschungen, Hindernissen und Erlebnissen aufwarten: Visaanträge können abgelehnt werden, in Karten dargestellte asphaltierte Straßen können sich als unwegsame Pfade erweisen, das Klima kann einen launischen Spielverderber abgeben, wir können auf eine bosnische Hochzeit eingeladen werden (was im Übrigen ziemlich fetzig wäre) oder oder oder.“ (vom RobTobAhoi-Blog)

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Unterschiedlicher können die beiden original Rostocker Fischköppe im Übrigen nicht sein. Robert, Technikliebhaber und eher der „Heimscheißer“ und Tobias, Kinderriegelvernichter aus Leidenschaft und „Anfixer“ dieser Reise. Sie beide verbindet neben einer langjährigen Freundschaft das eine Hobby – Radfahren. Warum also nicht mal eben fix nach Australien radeln? Das Fernweh war einfach zu groß und so schmiedeten RobTob einen Plan. Um alle Welt an diesem Plan teilhaben zu lassen, gibt es den RobTob Ahoi-Blog, auf dem sie ein Logbuch über alle Länder und Routen führen, die sie beradeln. Wie eine Art Tagebuch quasi. Dort gibt es auch die Möglichkeit, die beiden finanziell zu unterstützen.

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Am 12.06.2016 um 12:06 Uhr (ein lustiger Zufall laut Robert und Tobias) war es dann endlich soweit: Die große Fahrradtour queer durch die Welt begann am Rostocker Stadthafen. Freunde und Familie gesellten sich zum Abschied dazu, um den Beiden eine gute Reise zu wünschen. Bestimmt ein sehr rührendes Ereignis, da kommt gleich Gänsehaut in der StudentsStudents-Reaktion auf.

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Abschied und Start am Rostocker Stadthafen

Seitdem haben sie neben 19 fremden Ländern und Kulturen eine Menge an Lebenserfahrung und Eindrücken sammeln können. Schlafplätze suchen sich die beiden spontan über Netzwerke oder neu geknüpfte Bekanntschaften. Diese gab es übrigens in Massen. Auf unzähligen Bildern sieht man die beiden quietschfidelen Rostockäää Arm in Arm mit Einheimischen, über’s ganze Gesicht strahlend. Überhaupt haben die beiden Jungs bisher so viele Menschen kennengelernt, wie noch nie zuvor. Ob ein altes Ehepaar in den Bergen Bosnien&Herzegowinas oder die süße Bäckersfrau in Belgrad, von der Rob und Tob auf ihrem Blog schwärmen. Allgemein begegneten den Beiden so viel Gastfreundschaft während ihrer Reise. Besonders verliebt haben sie sich in den Iran und beschreiben das faszinierende Land als weltoffen und neugierig.

Wir sind durch eine wüstenartige Landschaft gefahren, als uns ein Auto überholte. Es hielt vor uns an, ein Mann stieg aus und überreichte uns zwei große Tüten voll mit Essen und Trinken. Wir unterhielten uns kurz, bevor er weiterfuhr. Fünf Minuten später kam er uns wieder entgegen und gab uns 500.000 Rial (ca. 13€), was wir ablehnten. No chance, es gab keine andere Möglichkeit als es anzunehmen“

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Bei der ganzen Euphorie darf man natürklich auch nicht vergessen, dass während solch einer Reise auch mal etwas schief gehen kann. An der Grenzüberqueerung kann es Probleme geben, die Unterkunft ist ein absoluter Griff ins Klo oder das Wetter ist so unbarmherzig und schüttet all seinen Frust über den beiden Radfahrern aus. Von Ereignissen dieser Art können Robert und Tobi ein Lied von singen. Doch meckern hilft nicht, in die Pedale treten und der australischen Sonne entgegen fahren, schon!

Die Radreise ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt.“ Wir von StudentsStudents wünschen den beiden Weltenbummlern noch eine tolle Reise und dass sie sicher und heile in Australien angeradelt kommen. Wir können uns gar nicht satt lesen am RobTob-Blog und freuen uns auf neue Infos und Geschichten! Apropos:

Im Rostocker Hof gibt es derzeit eine kostenlose Austellung über die Reise von den beiden Radlern mit vielen sehenswerten Bildern und spannenden Texten. Auch auf Facebook unter RobTob-Ahoi und auf Instagram könnt ihr die beiden verfolgen. Unser Tipp also: Zieht es euch rein! 

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