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Mensa Süd

Der Mensa-Knigge

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Ob in der Südstadt, der St.Georg-Mensa, den Ulmen-Schwestern oder dem Café Einstein – stets greift Immanuel Kants Kategorischer Imperativ, der da lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

§1 Die Reservierung von Plätzen ist verboten!

Es scheint sich eingebürgert zu haben, dass die Mensa betreten wird und zuerst ein freier Platz gesucht wird, um diesen möglichst breitflächig mit Kleidungsstücken und Taschen zu reservieren. Das gehört sich nicht. Die Mensa folgt einer bestimmten Dynamik. Tische sind belegt, während andere ihr Essen holen. Diese Tische werden frei, nachdem die Speise geholt wurde. Es ist ein Kommen und Gehen. Dadurch, dass jedoch Plätze rechtswidrig reserviert werden, kommt es zu Stau und einer längeren Platzsuche. Lediglich die Kinder der Fußballschule René Schneider dürfen Tische reservieren (markiert mit einem Schild).

§2 Die Pfandflasche bleibt in der Mensa!

Ein Student ist zwar finanziell bedürftig und die Verlockung ist groß sich nach dem Mittag den Pfand an der Kasse abzuholen und die Flasche dennoch aus der Mensa zu tragen, um den mächtigen Pfand-Gletscher der WG zu erweitern. Doch dieses Unterfangen ziemt sich in keinster Weise. Es ist gar Diebstahl und reich wird man davon eh nicht.

Essensausgabe
Gleich gibt´s was zu Beißen.

§3 Kleine Gruppen haben sich an kleine Tische zu setzen!

Kleingruppen bis zu drei Personen haben sich an die kleinen Tische zu setzen, um Rudel-Mensianern (ab vier Mitgliedern) nicht den notwendigen Platz zu nehmen. Rudel-Mensianer brauchen ein angemessenes Revier, um nicht getrennt zu werden.

§4 Der Studentenausweis gehört sichtbar auf das Tablett!

Die Mensa gibt Studenten Speis und Trank für einen schmaleren Taler, denn es ist weltweit bekannt, dass Studenten ein Leben nahe des existenziellen Abgrundes führen. Sie gehören zu den ärmsten Menschen des Planeten. Um sich in der Mensa kenntlich zu machen, muss der Studentenausweis, als Zeichen der Bedürftigkeit, ohne Aufforderung sichtbar auf dem Tablett liegen. Es gehört sich nicht, den Studentenausweis beim Bezahlen erst herauszukramen, da es zu unnötigen Verzögerungen der Abfertigung der Mensianer kommt. Ohne Ausweis darf sich nicht beschwert werden, dass es teurer wird.

§5 Die Mensa-Frau hat immer recht!

Beiße niemals die Hand, die dich füttert. Das wäre in dem Fall die Hand der Mensa-Frau, also sei nett zu ihr. Was die Mensa-Frau sagt, das stimmt. Die Mensa ist ihr Hoheitsgebiet. Darum habe immer einen charmanten Spruch auf Lager. Irgendwann musst du dann auch nicht mehr deinen Studentenausweis vorzeigen und eventuell wird dir sogar der Pfand schon im Voraus abgezogen, sodass du die Flasche auf Vertrauensbasis einfach in den Kasten stellst – was du dann aber auch tun musst.

Bahn Mensa
Mit der 6 geht´s in die Mensa.

§6 Essensreste kommen in den Müll – Besteck nicht!

Abgesehen davon, dass du in der Regel immer aufessen müsstest und solltest, da du dich bewusst für eine gewisse Menge Nahrung entschieden hast, gehört der Teller bestmöglich gesäubert, bevor er auf das Fließband gestellt wird. Außerdem ist darauf zu achten, nicht tölpelhaft vorzugehen, sodass das Besteck nicht mit in den Müll fliegt. Achtet darauf! Damit wird die Arbeit der Küchenleute, die für den Mensianer hart schuften, deutlich erleichtert. Sie haben es verdient.

§7 Weder drängle oder schupse, noch halte einen Platz in der Schlange frei!

Wer zu den bekannten Stoßzeiten, die von Mensa zu Mensa variieren, zum Mittagessen geht, der muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Mit Geduld kommt das Glück zu dir, nicht jedoch mit dreistem Vordrängeln und dem Ausfahren der Ellenbogen. Ebenso wenig gehört es sich, jemanden vorzulassen. Selbst solche kleinen Veränderungen der Mensa-Matrix können schwerwiegende Folgen haben. Stelle dir vor, derjenige, der gerade vorgelassen wurde oder sich vorgedrängelt hat, bekommt den letzten Enchilada, den normalerweise du hättest bekommen müssen.

§8 Der Pudding darf nicht überlaufen!

Eine der Sieben Todsünden ist jene der Völlerei. Der Preis eines Puddings richtet sich nach Größe seiner Schale. Ein großer Pudding passt jedoch nicht in eine kleine Schüssel. Dennoch missachten viele Mensianer dieses physikalische Gesetz und halten eine überlaufendes Gefäß für ein probates Mittel, um für eine große Menge wenig zu bezahlen. Es wäre in diesem Fall ein freches Argument auf die Größe der Schale zu verweisen, falls die Kassiererin dir dann eine große Portion abrechnen will. Niemals sollten wir uns dieser Gier ergeben und unsere Augen über den Magen siegen lassen.

gabel mund
Rein in den Schlund.

§9 Die Mensa ist kein Spielplatz!

Die Mensa ist ein Ort der Zusammenkunft. Studenten sollen untereinander ihr Leid klagen und sich gegenseitig motivieren. In der Mensa zu versacken macht jeder gerne. Doch es gehört sich nicht, Karten oder derlei Spiele auszupacken und ewig lange provokativ die Tische zu blockieren. Mahlzeiten und Spiele haben noch nie zusammengepasst.

§10 Schreit nicht wie im Affenstall!

Sich angeregt zu unterhalten und auch mal laut zu lachen ist eine feine Sache. Jedoch nicht, wenn sich jeder am Tisch in der Lautstärke überbieten will, um Gehör zu finden. Nicht jeder muss wissen, wie witzig du etwas findest, indem du mit den Fäusten auf dem Tisch trommelst, deinen Kopf in den Nacken schmeißt und mit weit aufgerissenem Mund und Spinat zwischen den Zähnen deine belustigte Erregung in die Mensa schreist. Ein unangenehmer Nebeneffekt: Wenn alle nur mit dem Quasseln beschäftigt sind, wird das Essen kalt.

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